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Berge erleben, wo die Alpen noch ursprünglich sind

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Aktivurlaub in heimeligen Bergdörfern und intakter Landschaft als Alternative zum schrillen, profillosen Massentourismus. Für Menschen, die in ihrer aktiven Freizeit nach Ruhe und Ursprünglichkeit suchen, bieten die „Bergsteigerdörfer„, ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV), eine Plattform für genau solche Orte. Um diese, mittlerweile 21 ausgezeichneten „Bergsteigerdörfer“ zu würdigen, werden nun ihre schönsten Wander- und Tourenmöglichkeiten in einem neuen Bildband vorgestellt.

Zurück zum Ursprung
(c) Tyrolia-Verlag/ M. Zahel

In den Bergsteigerdörfern wie hier in Zell-Sele, Kärnten, gehen die Uhren noch ein bißchen langsamer.

Mit dem Label „Bergsteigerdorf“ zeichnen die Alpenvereine seit 2008 Gemeinden und Talschaften aus, die sich bewusst für einen anderen Weg entschieden haben – im Sinne einer behutsamen Nutzung der Natur der dort seit Generationen lebenden und wirtschaftenden Menschen – und ihrer Gäste, die das Ursprüngliche lieben und schätzen.

Sie blicken dabei auf eine reiche alpinistische Tradition zurück und bieten ein großes Potenzial, die Berge aktiv und unverfälscht in all ihren Facetten zu erleben. Egal ob Genusswanderer oder Eiskletterer: die Bergsteigerdörfer bieten allen Bergliebhabern eine breite Auswahl. „Die Strategie der Bergsteigerdörfer setzt auf Nachhaltigkeit im Umgang mit den natürlichen Ressourcen, insbesondere mit dem unschätzbaren Kapital einer weitgehend intakten Landschaft“, erklärt Mag. Barbara Reitler, Projektkoordinatorin der Bergsteigerdörfer die Idee hinter der Marke.

Bildband zum Träumen

In seinem neuen Buch stellt Alpenkenner Mark Zahel die bisher 21 Bergsteigerdörfer der Alpenvereine mit ihren schönsten Wander- und Tourenmöglichkeiten im Tyrolia-Verlag erstmals ausführlich vor. Erstklassige Bilder, informativ-stimmungsvolle Texte und Übersichtskarten zu jedem Kapitel laden zum Träumen und Planen ein – und machen den Bildband zu einer Fundgrube für Wanderer und Bergsteiger, die authentische Erlebnisse suchen. „Schon vor etlichen Jahren kam mir die Idee, einen Bildband über attraktive Bergdörfer und deren alpines Umfeld zu gestalten. Mit der Initiative der Bergsteigerdörfer der Alpenvereine lag ein handfestes Konzept im Grunde bereit“, sagt Autor Marc Zahel.

Die vorgestellten Bergsteigerdörfer
(c) Tyrolia-Verlag/ M. Zahel

Informativ, stimmungsvoll mit zahlreichen Übersichtskarten: Bergsteigerdörfer von Mark Zahel.

Weniger, dafür besser, ist die Devise der Bergsteigerdörfer. Sie entsprechen damit in besonderer Weise den Zielen der Alpenkonvention, die eine nachhaltige Entwicklung im gesamten Alpenraum anstrebt.

Die 21 Bergsteigerdörfer zum Genießen und Verweilen im Überblick

  • Vorarlberg: Großes Walsertal
  • Tirol: Ginzling (Zillertal); Sellraintal; St. Jodok, Schmirn- und Valsertal; Vent im Ötztal
  • Osttirol: Tiroler Gailtal; Villgratental
  • Salzburg: Hüttschlag im Großarltal; Weißbach bei Lofer
  • Kärnten: Lesachtal; Mallnitz; Malta; Mauthen; Zell-Sele
  • Oberösterreich: Grünau im Almtal; Steinbach am Attersee
  • Niederösterreich: Lunz am See; Reichenau an der Rax
  • Steiermark: Johnsbach im Gesäuse; Steirische Krakau
  • Bayern (D): Ramsau bei Berchtesgaden
Die Idee der Bergsteigerdörfer

Immer mehr Orte in den Alpen erkennen hinter vermeintlichen wirtschaftlichen Schwächen ihre eigentlichen Werte und sehen ihre Zukunft nicht im alpinen Ballermann. Genau hier setzt die Idee der Bergsteigerdörfer an. Mit dem nach strengen Kriterien vergebenen Label zeichnet der Österreichische Alpenverein seit 2008 Ortschaften in den Ostalpen aus, die für sanften, naturverträglichen Tourismus stehen und eine Hinwendung zu Ursprünglichkeit und authentischem Erleben schaffen, ohne die Erschließungsspirale weiter zu drehen.

Der Erfolg und die Nachhaltigkeit der Bergsteigerdörfer begeistert auch unsere Nachbarn. Mit der Auszeichnung als Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention ist die Internationalisierung nun Teil der Strategie. Mit Ramsau in Berchtesgaden wurde vom Deutschen Alpenverein 2015 das erste bayerische Bergsteigerdorf ausgezeichnet, für Sommer 2017 ist eine Erweiterung um zwei Dörfer im Chiemgau geplant und auch Südtirol hat gute Chancen, bald sein erstes Bergsteigerdorf zu bekommen.

Informationen zum Autor

Mark Zahel, Jahrgang 1972, gilt als einer der profundesten Kenner der Alpen, die er seit fast 25 Jahren als Wanderer und Bergsteiger bereist und beschreibt. Er hat die 21 Bergsteigerdörfer immer wieder und zu allen „wanderbaren“ Jahreszeiten besucht und ihr großes Tourenpotenzial erkundet. Aus diesem persönlichen Erleben versteht er es, diese Regionen und ihre Bergwelt in all ihrer Unterschiedlichkeit zu charakterisieren und ihr großartiges Tourenumfeld informativ und authentisch erlebbar zu machen.

Service

Bildband Bergsteigerdörfer: „Berge erleben, wo die Alpen noch ursprünglich sind

Herausgeber: Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2017; Autor: Marc Zahel, 240 Seiten, mit 266 Farb-Abbildungen und 21 Übersichtskarten, 21 x 27 cm, gebunden mit Schutzumschlag, € 34,95.

Weitere Informationen zu den Bergsteigerdörfern finde Sie hier: www.bergsteigerdoerfer.org.

Und weil Bilder immer noch mehr als 1.000 Worte sagen, hier noch ein kurzer Film zu den Bergsteigerdörfern:

(Bilder: Tyrolia-Verlag/ M. Zahel; Video: Youtube)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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