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Bitcoins: Muss man die haben? Und was ist das überhaupt?

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Die Schweizer Stadt Zug hat es gemacht: Bitcoins als offizielles Zahlungsmittel zuzulassen. Luxenburg hat es gemacht: die Bitcoin Börse Bitstamp  als Zahlungsinstitut zuzulassen. 2014 ist es an vielen von uns quasi spurlos vorüber gegangen: der Konkurs einer der größten Bitcoin Börsen in den USA und Japan, der Mt. Gox. Offenbar gibt´s da etwas „Geheimnisvolles“, das sehr viele von uns nicht kennen. Grund genug, das wir uns ein wenig mit dieser virtuellen Währung befassen.

(c) Pixabay.com

Bitcoins haben nach wie vor eines „Hauch des Verbotenen“.

Was sind Bitcoins überhaupt?

Ursprünglich wurde die virtuelle Währung „Bitcoin“ erfunden, um damit von Staaten und ihrer Finanzpolitik unabhängig sein zu können und eine weltweite Währung für das Internet zu haben.

Vollkommen anders als bei üblichen Währungen gibt es keine zentrale Überwachung sondern ein „peer-to-peer System“ durch den Zusammenschluss von Rechnern der Bitcoin-User. In diesem Zusammenschluss, praktisch eine dezentrale Datenbank, werden alle Transaktionen aufgezeichnet und auch neue Bitcoins generiert. Die Sicherheit wird durch kryptographische Verschlüsselung hergestellt. Um mit Bitcoins bezahlen zu können, benötigt man elektronische Geldbörsen, sogenannte Wallets.

Mittlerweile gibt es aber auch schon lokale Geschäfte, die Bitcoins akzeptieren. Auf der Website coinmap finden Sie zB weltweit alle Unternehmen, bei denen Sie mit Bitcoins zahlen können.

Eine Studie von SBA Research

SBA Research ist ein österreichisches Forschungszentrum für Informationssicherheit, das zahlreiche Unternehmen, aber auch einige Universitäten als Partner hat. Das Institut hat nun eine nicht repräsentative Studie mit dem Titel „The Other Side of the Coin: User Experiences with Bitcoin Security and Privacy“ veröffentlicht.

Demnach haben 22% der insgesamt 990 Teilnehmer der Studie aufgrund von Sicherheitslücken oder selbstverschuldeten Fehlern bereits Geld im „Bitcoin-Universum“ verloren. Viele Nutzer verwenden nicht alle vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen der Programme, mit denen sie ihre Bitcoins verwalten. Zahlreiche User unterliegen auch Irrtümern beim Schutz der Privatsphäre im Bitcoin-Netztwerk und gehen fälschlicherweise von einer standardmäßigen Anonymität im Zahlungsverkehr aus.

Gibt es Risiken?

Diese virtuelle Währung hatte immer wieder starke Kursschwankungen. Das ist wahrscheinlich der größte Risikofaktor. Anfangs, im Jahr 2011, hatte ein Bitcoin einen Gegenwert von rund 10 US-Dollar, 2013 betrug der Wechselkurs bereits 216 US-Dollar und stieg innerhalb nur eines Monats auf den Rekordwert von 1.100 US-Dollar an. Nach weiteren Schwankungen beträgt der Kurs aktuell ca. 670 US-Dollar (Stand Anfang Juli 2016).

Außerdem können natürlich auch Datenverluste einen großen Risikofaktor darstellen, zB in Folge von Hackerangriffen, technischen Problemen oder schlicht Betrug oder Erpressung.

Ohne viel Wissen lieber Hände weg davon

Die Kryptowährung Bitcoin ist insgesamt also schon riskanter als andere Geldwährungen, unterliegt enormen Schwankungen und kann nur in sehr beschränktem Rahmen genutzt werden. Es handelt sich um eine weltweit nutzbare Alternative, die aber sehr oft als Spekulationsmittel eingesetzt wird. Aus diesem Grund ist unsere klare Empfehlung: entweder vorab wirklich(!) gut informieren, oder doch lieber Hände weg davon.

(Bilder: Pixabay.com)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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