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Darauf müssen sie beim Winterurlaub mit Hund achten

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Winterzeit ist auch Urlaubszeit. Bei Kaiserwetter eine frisch präparierte Piste runter fahren, mit den Langlaufski durch wildromantische Winterlandschaften gleiten, oder auch „nur“ durch die weiße Zauberlandschaft spazieren – Herz, was willst du mehr. Aber wohin mit dem Hund? Für all jene, die überlegen, ihren Hund ins Winterparadies mitzunehmen, haben wir hier ein paar Tipps zusammen getragen.

Wesen und Fitness des Hundes beachten
(c) Pixabay.com

Alter und Fitness sind unbedingt zu beachten, wenn ihr Hund mit in den Urlaub soll.

Zunächst einmal ist es wichtig, das Wesen des Hundes bei der Reiseplanung zu berücksichtigen. „Zumindest die Grundkommandos sollte der Hund beherrschen, sonst kann es sehr schnell zu Problemen in einer fremden Umgebung kommen“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin bei Vier Pfoten. „Zudem ist die Fitness des Hundes gerade bei Aktivurlauben ein wichtiges Kriterium. Alte und kranke Tiere sind eventuell besser bei tierlieben Verwandten und Freunden oder in einer professionellen Hundebetreuung aufgehoben.“

Wer in ein anderes Land fährt, sollte sich über die Einreisebedingungen erkundigen. Für Reisen innerhalb der EU ist seit 2004 der EU-Heimtierausweis vorgeschrieben. Mit dem Ausweis ist einerseits eine eindeutige Überprüfung des Tieres aufgrund der darin enthaltenen Daten (zB Chip-Nummer) möglich. Andererseits sind auch sämtliche Impfungen, die das Tier erhalten hat, eingetragen.

Zu beachten sind auch gewisse Einschränkungen für einen Urlaub mit Hund in manchen Ländern, wie zB die Einfuhr sogenannter „Listenhunde“. Urlauber sollten sich unbedingt vor Antritt der Reise auf der Webseite der Botschaft des Urlaubslandes erkundigen.

Unterkunft: Wie wäre es mit einem „Hundekindergarten“?

Gibt es überhaupt geeignete Winterunterkünfte für Mensch und Hund? „Nicht alle Hotels erlauben Hunde. Aber es gibt immer mehr hundefreundliche Hotels. Manche erlauben den Hund sogar nicht nur im Zimmer, sondern bieten eine Betreuung im „Hundekindergarten“, wenn man selbst auf der Piste ist. Auch Ferienhäuser eignen sich gut“, informiert Pluda.

Was kann man tun, wenn man mit dem Auto zum Urlaubsort anfahren will, der Hund aber längere Autofahren nicht gewöhnt ist oder an Reiseübelkeit leidet? „Man kann zumindest ein paar Dinge vorbeugend tun“, sagt Pluda. „Zum Beispiel sollte man den Hund nicht direkt vor der Fahrt füttern und ihm gegebenenfalls ein Mittel gegen Reisekrankheit geben. Der Tierarzt des Vertrauens wird dem Tierhalter beratend zur Seite stehen.“

Während der Fahrt sollte der Hund entweder in einer Transportbox befördert oder mit einem Hundegurt gesichert sein. Regelmäßige Pausen auf einer längeren Strecke müssen unbedingt eingehalten werden. Dem Hund werden dadurch Möglichkeiten gegeben, sich zu bewegen und zu erleichtern.

Was gehört in das Autoreisegepäck für den Hund?
  • Hundefutter und Leckerlis für den gesamten Skiurlaub
  • Wassernapf
  • reichlich Trinkwasser, falls man im Stau steht
  • Leine und Halsband mit einer Namensplakette und Telefonnummer
  • Gassibeutel
  • Decke und Lieblingsspielzeug
  • Medikamente zB gegen Durchfall (immer mit Tierarzt abklären!)
  • Maulkorb, da im Skigebiet eventuell Maulkorbpflicht herrscht
  • Transportbox oder Hundegurt für die Autofahrt

 

Hunde als Pistenflitzer
(c) Pixabay.com

Auch Hunde bekommen Muskelkater – gönnen sie daher ihrem Liebling daher etwas Ruhe und Erholung nach dem Herumtollen im Schnee.

Hunde sind auf der Piste grundsätzlich verboten. Auch beim Langlaufen auf gespurten Loipen sind sie meistens nicht erlaubt. „Es gibt aber erfreulicherweise immer mehr Skigebiete, die auch extra hundefreundliche Loipen anbieten“, weiß Pluda. „Falls das nicht der Fall ist: Nutzen sie die restliche Zeit abseits der Piste für Aktivitäten mit dem Hund – er wird ihnen dankbar sein. Erkundigen sie sich aber auf jeden Fall über die Leinenpflicht in dem jeweiligen Gebiet.“

Die richtige Pfotenpflege, also das Eincremen mit Vaseline oder Pfotenschutzspray, ist dabei besonders wichtig. Im Neuschnee sinken Hundepfoten besonders tief ein, und zwischen den Zehen bilden sich schnell Eisklumpen. Berücksichtigen sollte man auch, dass das Laufen und Spielen im Neuschnee, wie auch für uns Menschen, besonders anstrengend für Hunde ist und durchaus zu einem Muskelkater führen kann.

Solange der Vierbeiner nicht besonders klein oder alt ist oder ein sehr kurzes Fell hat, wird beim Gassigehen in der Winterlandschaft keine zusätzliche Decke bzw. kein Mäntelchen benötigt. „Bei extremer Kälte müssen Hunde allerdings in Bewegung bleiben – auch sie können auskühlen“, so Pluda.

In diesem Sinn: viel Spaß bei ihrem nächsten „dog inclusive“ Winterurlaub 😉

(Bilder: Pixabay.com)

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