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Gesund grillen – geht das denn überhaupt?

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Ob im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon: Nicht weniger als 80 Prozent der Österreicher werfen im Sommer wenigstens einmal im Monat den Griller an. Doch wie gesund sind die Speisen vom Rost? Das Lieblingsessen vieler Österreicher hat ja den Ruf, krebserregend zu sein. Daher stellt sich die Frage, ob man überhaupt gesund grillen kann? Man kann. Wenn man einige Dinge dabei beachtet.

Denn im Idealfall kann Gegrilltes nämlich richtig gut für die Gesundheit sein. Zumindest besser als die Alternativen aus der Pfanne. Grund dafür: Beim Grillen kann man ganz ohne Fett auskommen und darüber hinaus auch noch auf einer nachwachsenden Energiequelle garen.

Aber beginnen wir mal ganz am Anfang…
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Gesundes Grillen beginnt mit der Auswahl des richtigen Brennstoffes.

Richtiges Grillen – zumeist mit klassischen Holzkohlegriller, alternativ mit Elektro- oder Gas Griller – beginnt schon bei der Auswahl des Brennstoffes. In der Holzkohle sollte ausschließlich unbehandeltes Holz enthalten sein. Stellen Sie den Grill möglichst windgeschützt auf, damit Asche und Glut nicht aufgewirbelt werden. Angezündet wird die Kohle dann idealer Weise mit einem Anzündkamin. Damit bringen Sie die Kohle leicht und vor allem schnell zum Glühen.

Zum Anzünden verwenden Sie am besten auch natürliche Anzünder, beispielsweise aus Holzfasern. Verwenden Sie niemals Brennspiritus, Terpentin oder Benzin, denn dabei können gefährliche Stichflammen entstehen. Wenn dann die Kohle im Grillkamin bis oben durchgeglüht ist und sich eine weiße Ascheschicht gebildet hat, kippen Sie diese in den Griller.

Die Qual der Wahl
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Auf das richtige Grillgut kommt es an.

So, eine perfekte und „gesunde“ Glut hätten wir gemacht. Jetzt heißt es, auch etwas Gesundes auf den Rost legen. Aus der Fleischecke eignen sich am besten mageres Rinds- oder Geflügelfleisch zum gesunden Grillen. Absolut abzuraten ist von gepökeltem Fleisch und Wurstwaren. Nach Möglichkeit kaufen Sie das Grillgut unbehandelt und marinieren es mit möglichst wenig Fett selbst – beispielsweise mit einer Senf-Kräuter-Mischung.

Fertig mariniertes Fleisch ist nicht ideal, weil sich nicht mit Sicherheit sagen lässt, wie frisch es wirklich ist. Wenn Öl zum Einsatz kommt, sollte es Oliven- Erdnuss oder Rapsöl sein. Diese Öle oxidieren auf dem Griller nicht zu schnell – auf gut Deutsch: diese werden nicht ranzig.

Und den Fleischessern sei an dieser Stelle auch gesagt, dass es nicht immer nur Fleisch sein muss: Gemüsespieße, Grillkäse, Sojawürstchen und Falafel schmecken mindestens genauso gut und sind nicht nur als Beilage oder für Vegetarier gesund 😉

Wenn die Glut dann mal weiß ist…
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Wenn es so gut schmeckt wie es aussieht… 🙂

Die richtige Zeit zum Auflegen des Fleisches ist dann, wenn die Glut mit einer weißen Ascheschicht überzogen ist. Durch die große Hitze am Rost schließen sich die Poren gleich beim Auflegen – idealer Weise auf eine Grilltasse – und das Fleisch bleibt saftig.

Vorsicht ist geboten, wenn Fett in die Glut tropft, zB wenn man mit einer Gabel ins Fleisch sticht. Denn dann steigt Rauch auf und kommt mit dem Fleisch in Berührung. So gelangen krebserregende Stoffe auf das Fleisch. Wenden Sie das Fleisch also nur mit einer Grillzange.

Geräuchertes, gepökeltes oder fettes Fleisch sollte nicht gegrillt werden. Das beim Pökeln verwendete Salz kann Nitrosamine bilden. Diese Verbindungen zählen zu den am stärksten krebserregenden Substanzen.

So macht´s der Grillmeister
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Der Meister grillt in der Kugel. Indirekt natürlich 😉

Der Grillmeister grillt natürlich mit indirekter Hitze. Dazu eignen sich vor allem Kugelgriller. Links und rechts an der Seite wird die Kohle aufgeschichtet und eine Tropftasse in die Mitte gelegt. Das Grillgut liegt also nicht direkt auf der Kohle.

Die an der Seite aufsteigende Hitze wird am Deckel reflektiert und gart das in der Mitte liegende Grillgut wie in einem Umluftherd. Das hat den Vorteil, dass das Grillgut nicht zu heiß wird und kein Fett in die Kohle tropfen kann.

Nach dem Grillen ist vor dem Grillen

Nach dem Essen heißt es putzen: der noch warme Grillrost sollte sofort mit einer Bürste gereinigt werden, damit die verkohlten Rückstände nicht die Speisen beim nächsten Grillfest vergiften. Denn auch beim nächsten Mal heißt es: wenn wir grillen, dann aber gesund!

Wir sagen schon mal „Mahlzeit!“ 🙂

Und hier finden Sie noch zahlreiche Kochbücher mit leckeren und gesunden Grillrezepten.

(Bilder: Pixabay.com)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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