Besuchen Sie uns auch im Social Web:

Vor dem Schlafen, nach dem Essen – Zähne putzen nicht vergessen

0

„Vor dem Schlafen, nach dem Essen – Zähne putzen nicht vergessen.“ Haben wir nicht alle diese alten Spruch schon im Kindergarten gelernt? Falls nicht, haben wir das hiermit nachgeholt und können sagen: Das gilt nach wie vor! Denn inzwischen weiß man: Zähne putzen hält nicht nur die Zähne gesund, es beugt auch Krankheiten vor.

Entzündungen im Mund können ganzen Körper belasten

Auslöser von Entzündungen im Mund ist oft eine so genannte Parodontitis. Früher sagte man dazu „Parodontose“ – die älteren von uns kennen das Wort sicher noch aus der Zahnpasta-Werbung. Gemeint ist jedenfalls in beiden Fällen dasselbe: eine große klaffende Wunde, handtellergroß, im Mund, die man aber nicht sieht. Das fängt an mit leichtem Zahnfleischbluten, tut auch noch nicht weh, aber irgendwann spannt das Zahnfleisch und dann hat man eine Entzündung. Dadurch gelangen Bakterien in den ganzen Organismus und können weitere Krankheiten verursachen.

Wie kann man am besten vorbeugen?
(c) Pixabay.com

Elektrisch oder normal? Experten raten zu einer elektrischen Zahnbürste.

Indem man seine Zähne putzt. Das heißt in der Regel zweimal zwei Minuten am Tag. Man darf auch in der Früh mal schneller die Zähne putzen, aber einmal am Tag sollte man sich wirklich Zeit für seine Zähne nehmen und vor allem die Zahnzwischenräume reinigen – denn gerade dort setzten sich die meisten Bakterien ab. Daher sollte man immer zuerst die Zahnzwischenräume reinigen, dann die Außenflächen an der Zunge und zu Schluss die Glattflächen.

Geputzt werden die Zähne am besten mit einer elektrischen Zahnbürste. Man kann auch mit der Handzahnbürste die Zähne sehr gut reinigen – wenn man die Technik gut beherrscht. Eine elektrischen Zahnbürsten verzeihen dagegen viele Fehler und können so mehr Zahnbelag von den Zähnen abtragen.

Und wenn das Zahnfleisch blutet?

Gerät diese Mundflora aus dem Gleichgewicht, kann es unter anderem zu einer Entzündung des Zahnfleisches, der sogenannten Gingivitis, kommen. Diese Entzündung ist verantwortlich für das Zahnfleischbluten. Betroffene leiden unter gerötetem und schmerzendem Zahnfleisch, das schon bei leichtem Druck blutet und Mundgeruch hervorrufen kann.

Wer die Zähne selten oder nicht gründlich putzt, bei dem lagert sich Plaque an, ein Gemisch aus Bakterien, Speichel und Speiseresten. Nicht nur auf den Zähnen, sondern auch in einem dünnen Spalt am Übergang von Zahnfleisch und Zahn. Das Zahnfleisch kann sich entzünden und blutet schon bei geringem Druck, etwa beim Zähneputzen.

Zahnfleischbluten ernst nehmen

Die Entzündung im Mund sollte ernst genommen werden. Denn sie kann in eine Parodontitis übergehen, eine Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates. Der Zahnarzt kann mittels des PSI-Tests (Parodontal Screening Index) feststellen, ob es sich um Parodontitis oder eine Zahnfleischentzündung handelt.

Sollten sie mal roten Zahnpastaschaum im Waschbecken bemerkt, sollen sie auf keinen Fall ein paar Tage Zahnputzpause machen, um das Zahnfleisch nicht noch weiter zu reizen. Sie müssen im Gegenteil sehr gründlich putzen, denn nur so kann die Entzündung bekämpft werden.

Wann zum Arzt?
(c) Pixabay.com

Auch wenn sie keine Beschwerden haben, sollten sie regelmäßig zwei mal im Jahr zum Zahnarzt.

Hält das Zahnfleischbluten trotz regelmäßigen Putzens an oder wird es stärker, sollten sie dringend ihren Zahnarzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn das Zahnfleisch angeschwollen und stark gerötet ist oder sich sogenannte Zahnfleischtaschen gebildet haben. Dies können Anzeichen für eine Parodontitis sein.

Damit es aber gar nicht so weit kommt, hilft vor allem eins: Zähneputzen. Das ist und bleibt das Beste, was man dagegen machen kann. Denn an sauberen Zähnen siedeln sich Bakterien nicht so leicht an. So hat die Zahnfleischentzündung keine Chance.

(Bilder: Pixabay.com)

Beitrag teilen

Hier können Sie einen Kommentar hinterlassen