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Grauhaar-Gen entdeckt

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Woran liegt es, dass unsere Haare ab einem bestimmten Alter ergrauen? Forscher haben nun das Gen entdeckt, das für die Alterung von Haaren verantwortlich ist. Damit könnte man das Grauwerden künftig aufhalten.

Gehören die grauen Haare bald der Vergangenheit an? (c) Pixabay.com

Gehören natürliche graue Haare bald der Vergangenheit an?

In den letzten Jahren war ein erstaunlicher Trend zu beobachten. Junge Frauen färbten sich ihre Haare silbergrau, wenn sie besonders hip sein wollten. Manche sogar mit einem lila Stich, wie er bei älteren Damen manchmal zu sehen ist, wenn die Farbe nicht angenommen hat.

Ein Trend, der sich allerdings nicht bei allen Altersgruppen gleichermaßen durchsetzte. Ein großer Teil derer, die natürlich ergrautes Haupthaar haben, setzt nach wie vor auf bewährte Methoden wie Tönen und Färben, um die grauen Haare zu verdecken.

Das Grauhaar-Gen IRF4
Eine neue wissenschaftliche Entdeckung könnte nun dafür sorgen, dass graue Haare in Zukunft gar nicht erst entstehen. Ein Forscherteam rund um den Biologen Kaustubh Adhikari vom University College London hat das erste Gen entdeckt, das eindeutig mit dem Grauwerden zu tun hat.

Gene, die für Haarausfall und Haarfarbe sorgen, waren schon früher bekannt. „Aber das ist das erste Mal, dass wir ein Gen identifiziert haben, das die Alterung von Haaren beeinflusst“, so Adhikari über das Ergebnis seiner Studie. Hierbei handelt es sich um das Gen IRF4. Dieses Gen trägt zur Produktion und Speicherung von Melaninen bei – das sind jene Pigmente, die Haaren, Augen und Haut ihre Farbe verleihen. Zu wenig Melanin gilt als Hauptursache für graues Haar.

Während frühere DNA-Analysen zu diesem Thema an Menschen aus Europa und Ostasien durchgeführt wurden, stammt das untersuchte Erbgut der aktuellen Studie von 6.630 Menschen aus Südamerika, die einen sehr vielfältigen ethnischen Hintergrund haben.

Mittel gegen das Ergrauen
„Wenn wir den Mechanismus noch besser verstehen, könnten wir neue Wege entwickeln, das Ergrauen aufzuhalten“, heißt es in der Studie, die im Fachmagazin „Nature Communications“ (Anmerkung: Text auf Englisch) veröffentlicht wurde. Allerdings, so betonen die Forscher, liege das Ergrauen nicht allein an den Erbanlagen. Auch andere Faktoren spielten dabei eine Rolle, die aber erst noch erforscht werden müssten.

Das heißt für uns: Die Forscher sind auf dem richtigen Weg. Und bis dahin müssen wir mit unseren ergrauten Haaren leben, sie färben oder abrasieren 🙂

Bilder: S.G.S./ Pixelio.de, Pixabay.com

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