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Nach Oma´s Rezept: Diese Hausmittel helfen bei Husten

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Die Nase läuft, der Kopf tut weh, der Hals kratzt, die Bronchien „scheppern wie ein Kluppensackerl“  und man fühlt sich einfach nur elend – so eine „g’scheite“ Erkältung mit einer ordentlichen Portion Husten kann ganz schön belastend sein. Oft ist die erste Reaktion gleich mal der Gang zum Medikamentenschrank. Lesen Sie hier, wie Sie mit einfachen, natürlichen Hausmitteln Ihren Husten bekämpfen können, ganz ohne Tabletten.

Regel Nr.1: trinken, trinken, trinken

Das ist zwar kein „Hausmittel“ im eigentlichen Sinn, aber eine sehr wichtige, generelle Gesundheitsregel: Viel trinken! Ausreichend viel Flüssigkeit in Form von Tee, natürlichen Fruchtsäften oder normalem Wasser kurbelt den Stoffwechsel an und hilft dem Körper beim Entschlacken.

Aber nun zu den „echten“ Hausmitteln:

Inhalieren gegen Hustenreiz und Schleim

Die – wahrscheinlich – häufigste Empfehlung an hustengeplagte Erkältungsopfer ist: Inhalieren. Heißes Wasser in einen Inhalator mit Mund-und Nasen-Aufsatz füllen und immer wieder ruhig und tief ein- und ausatmen – am besten alle drei Stunden. Wer keinen Inhalator hat, kann auch klassisch einen Kochtopf samt Handtuch verwenden – dann ist allerdings Vorsicht geboten wegen der Verbrühungsgefahr.

Eine Inhalation mit einem Salbei-Aufguss hat neben dem befeuchtenden auch einen beruhigenden Effekt auf die gereizten Schleimhäute. Salbei wirkt wie eine Salbe und lindert so den Hustenreiz, was vor allem bei trockenem Husten hilfreich ist. Bei schleimigem Husten tragen Inhalationen mit heißem Wasser dazu bei, den zähen Schleim zu verflüssigen.

Ätherische Öle wie Menthol sind eher bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen zu empfehlen. Sie können aber auch helfen, bei Husten den festsitzenden Schleim in den Atemwegen zu lösen. Wichtig: Kleine Kinder dürfen nicht mit mentholhaltigen und ähnlich stark riechenden Substanzen inhalieren, weil sie einen Atemstillstand auslösen können. Auch für Asthmatiker können ätherische Öle problematisch sein. Im Zweifelsfall ist es ratsam, den Arzt vorab zu fragen, was man verwenden darf.

 

Hustensaft mit Zwiebeln und Zucker oder Honig

Zu den ältesten Hausmitteln gegen Husten zählt Zwiebelsaft mit Zucker oder Honig. Einfach eine Küchenzwiebel würfelig schneiden und mit normalem Kristallzucker oder Honig und ca. 1/4 Liter Wasser bei schwacher Hitze aufkochen. Das Ganze eine Weile stehen lassen, den Sud durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter sieben und dann teelöffelweise einnehmen. Die ätherischen Öle, schwefelhaltigen Verbindungen und Flavonoide, die in Zwiebeln enthalten sind, wirken antibakteriell, entzündungshemmend und schleimlösend. Das beruhigt die Schleimheute und Bronchien und lindert den Hustenreiz.

Und wenn Sie noch einen Teelöffel frischen Thymian mit den Zwiebeln kochen, steigern Sie zusätzlich die schleimlösende Wirkung 🙂

 

Kartoffelwickel bei Husten

Manche Hustengeplagte schwören auf warme Kartoffelwickel. Dazu kochen Sie erst mal vier – sechs mittelgroße Kartoffel weich. Danach breiten Sie ein Handtuch auf und legen darauf ein Geschirrtuch. In dieses Geschirrtuch wickeln Sie die Kartoffel ein und zerdrücken sie. Aufpassen, dass dabei die Kartoffel nicht auf einer Seite heraus quellen.

Sobald sich der Wickel soweit abgekühlt hat, dass keine Verbrennungsgefahr mehr besteht, legen Sie ihn auf die Brust solange Sie es als angenehm empfinden. Die Anwendung sollte zweimal pro Tag erfolgen. Meist stellt sich schon nach zwei Tagen eine heilende Wirkung ein.

Die feuchte Wärme der Kartoffel wirkt schweißtreibend, schmerzlindernd und unterstützen die Schleimlösung.

 

Der Klassiker: Hustentee

Zu den Klassikern unter den Hausmitteln gehört natürlich der Hustentee. Er kann Heilpflanzen enthalten, die eher den Schleim lösen und das Abhusten erleichtern wie zB Thymian, Anis und Schlüsselblume. Oder aber er wird mit Kräutern versetzt, denen vor allem Hustenreiz lindernde Eigenschaften zugeschrieben werden, wie zB Eibisch, Spitzwegerich oder Efeu.

Außerdem hilft eine große Kanne Hustentee schon allein deshalb, weil sie dazu beiträgt, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Es wirkt der Austrocknung der Schleimhäute entgegen und fördert die Verflüssigung des Schleims in den Atemwegen. Wer auf seine Trinkmenge achten muss, etwa weil er nieren- oder herzkrank ist, sollte vorab unbedingt mit dem Arzt sprechen.

Wichtig: Egal, welches Hausmittel Sie ausprobieren: Wenn zum Husten Fieber kommt oder wenn der Husten nach einer Woche nicht allmählich abklingt, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt aufsuchen.

(Bild: Pixabay.com)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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