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Abfall vermeiden, Regionales forcieren, Ostern nachhaltig feiern

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Gerade und vor allem zu großen Festen wie Ostern zeigt sich – leider – wieder ganz deutlich: Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Originalverpackte Produkte im Wert von sage und schreibe € 250 Mio. landen pro Jahr auf dem Müll. Studien zeigen: Wert und Wertschätzung hängen immer zusammen. Oder anders gesagt: Menschen, die gerne zu „drei zum Preis von zwei“ – Billigprodukten greifen, werfen mehr weg als jene die auf Herkunft und Qualität der Produkte achten.

„Kampf“ gegen die Wegwerfmentalität
(c) Pixabay.com

Mit bewusstem Einkaufen wäre der Müllberg auf jedem Fall zu verkleinern.

Fakt ist: Es landen nach wie vor viel zu viele Lebensmittel im Müll. Dabei wäre es eigentlich ganz einfach, dieser Tatsache entgegen zu wirken, nämlich mit einem „bewussten Einkauf“. Damit spart man nicht nur Müll, sondern auch Zeit, Geld und Kilometer. Regionale Anbieter liefern Qualität mit Herkunft und arbeiten mit Respekt für Tiere und Natur. Sie bieten Produkte mit Geschichte, und zwar ihrer ganz persönlichen Lebensgeschichte. Hier ist die Hemmschwelle, Produkte verderben zu lassen und dann wegzuschmeißen weit höher.

Mindesthaltbarkeit ≠ Wegwerfdatum

Die meisten Menschen verstehen unter dem Mindesthaltbarkeitsdatum ein Wegwerfdatum. Das ist schade. Wie das Wort sagt, ist die Ware mindestens so lange haltbar, wahrscheinlich aber länger gut genießbar. Auch im Gasthaus kann man ganz leicht Lebensmittelabfälle vermeiden, indem man den Rest des Schnitzels für die Jause mit nach Hause nimmt.

Vor allem ein eigenes Unterrichtsfach in den Pflichtschulen könnte hier Abhilfe schaffen. Lebensmittel und alles was dazu gehört müssen fixer Bestandteil des Unterrichts werden. Mit einem Fach „Lebensmittelerzeugung und -kunde“ könnte einiges in diesem Bereich vorangetrieben werden.

Wenn schon entsorgen, dann richtig
(c) Pixabay.com

Biomüll gehört kompostiert, aber bitte OHNE Plastik.

Für die Herstellung eines neuen Qualitätsproduktes – Kompost – spielt die sortenreine Sammlung eine zentrale Rolle. Der am häufigsten vorkommende Störstoff im Bioabfall sind Kunststoffsäcke, in denen der Biomüll im Haushalt vorgesammelt wird. Diese müssen bei der Kompostierung aufwendig per Hand entfernt werden. Am besten, man legt den Bioabfalleimer für die Küche zB mit Küchenrollenpapier aus. Es gibt auch kompostierbare Säcke aus Papier im Handel zu kaufen. Beim Kompostierprozess zerfällt das Papier restlos.

Im Restmüll landen immer noch rund 30% organische Abfälle. Eine saubere Mülltrennung ist jedoch die wichtigste Grundlage für eine qualitätsgesicherte (Bio-)Abfallverwertung und Komposterzeugung. Jeder Bioabfall in der Restmülltonne ist daher eine Vergeudung wertvoller Ressourcen und erschwert die Aufbereitung des Restmülls.

(Bilder: Pixabay.com)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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