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Die Reiselust der Österreicher ist nach wie vor ungebrochen

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Die Reiselust der Österreicher ist trotz Terrorbedrohung und politischer Krisenherde ungebrochen, wie der aktuelle Ruefa Reisekompass zeigt: 93 Prozent der Befragten geben an, heuer auf Urlaub fahren zu wollen. Die Aussage trifft auf alle Bevölkerungsgruppen zu – egal ob Singles, Senioren oder Familien mit Kindern. Kurz zusammengefasst kann man sagen: die Reiselust der Österreicher ist ungebrochen.

(c) Verkehrsbuero Group

Infografik: Reise-kompass 2017.

Höheres Urlaubsbudget als im Vorjahr

Hauptgrund für die gestiegene Reiselust ist, dass 2017 mehr Österreicher ihre persönliche wirtschaftliche Situation als sehr gut bzw. gut einschätzen als im Vorjahr – nämlich 46 Prozent gegenüber 43 Prozent. Parallel dazu hat sich der Anteil der Befragten, die ihre wirtschaftliche Situation schlechter einschätzen, von 15 auf 12 Prozent verringert. Bemerkenswert ist, dass 13 Prozent der Befragten die Steuerreform als Grund für ihr höheres Urlaubsbudget angeben.

Immerhin 30 Prozent der Befragten – im Vorjahr waren es nur 19 Prozent – stehen heuer mehr als €2.000 als Budget für Reisen zur Verfügung (ohne Nebenkosten wie Essen, Souvenirs oder Ausflüge, pro Person). 12 Prozent verfügen über €1.501 bis €2.000, 15 Prozent über €1.001 bis €1.500. 20 Prozent haben €501 bis €1.000 im Urlaubsgeldbörserl, 10 Prozent maximal €500.

Terror beeinflusst Urlaubswahl

Es zeigt sich jedoch deutlich, dass Terror und instabile politische Verhältnisse in einzelnen Regionen das Buchungsverhalten der Österreicher beeinflussen: Mehr als die Hälfte, nämlich 55 Prozent, geben an, zwar auch ins Ausland zu verreisen, aber bestimmte Destinationen vermeiden zu wollen. Konkret sagen 69 Prozent der Befragten, dass Terror wie IS die Auswahl der Urlaubsdestination beeinflusst. 60 Prozent nennen die instabile politische Lage im jeweiligen Land als Grund und 48 Prozent Flüchtlings-bewegungen.

Während die Türkei stark verloren hat, profitieren Länder, die als sicher gelten wie Italien, Spanien und Kroatien. Bei Griechenland zeigt sich, dass die Flüchtlingsthematik, die im Vorjahr dort das Buchungsverhalten beeinflusste, heuer offenbar bewältigt ist.

(c) Jumbo Touristik

Fast jeden Dritten zieht es im Urlaub in die Ferne.

Europa und Fernreisen gewinnen – Österreich bleibt beliebt

Bei der Wahl der Urlaubsdestination geben 85 Prozent der Befragten an, dass es sie nach Europa bzw. ins nähere Ausland zieht – immerhin um sechs Prozent mehr als im Vorjahr. 68 Prozent – gleich viel wie 2016 – haben vor, in Österreich Urlaub zu machen. Und 29 Prozent wollen in die Ferne (2016: 24 Prozent). Was wohl einerseits mit dem gestiegenen Urlaubsbudget zu tun hat, andererseits aber auch damit, dass bestimmte Fernziele als sichere Reiseländer gelten.

Österreich punktet als Urlaubsdestination vor allem mit seinen Bergen und Seen (je 47 Prozent Nennung) sowie Thermenregionen (43 Prozent). Auf Platz vier im Ranking folgen Städte und Kultur mit 33 Prozent vor Weinregionen (18 Prozent). Als günstigste Bundesländer für den Urlaub bewerten die Österreicher mit Abstand das Burgenland (60 Prozent), vor der Steiermark und Niederösterreich (je 18 Prozent). Als teuerstes Tirol und Wien (36 bzw. 34 Prozent). Die freundlichsten Gastgeber gibt es in den Augen der Gäste in der Steiermark (37 Prozent) und in Kärnten (30 Prozent). Am modernsten und innovativsten werden Wien (40 Prozent) und Salzburg (20 Prozent) gesehen.

Der Urlaub in Österreich ist hoch im Kurs, die Nachfrage gleich stark wie 2016, einem der besten Österreich-Jahre. Das liegt auch daran, dass neben dem Sicherheitsfaktor die Angebotspalette sowie Preis-Leistungsverhältnis stimmen.

(c) Verkehrsbuero Group

Städtereisen innerhalb Europas boomen.

Lieblingsziel im Ausland ist Italien – Städtetrips boomen

Bei den Auslandsreisen in Europa ist Italien mit 44 Prozent die beliebteste Destination. 37 Prozent bevorzugen Kroatien, 28 Prozent Deutschland, 17 Prozent Spanien, 16 Prozent die östlichen Nachbarländer Ungarn, Tschechien und die Slowakei. Bei Fernreisen sind die USA ungeschlagen das Topziel (21 Prozent der Nennungen), vor Thailand (11 Prozent), den Malediven und der Dominikanischen Republik (je 9 Prozent) sowie Kuba (8 Prozent), das derzeit enormen Zulauf findet.

Rund die Hälfte der Österreicher (49 Prozent) plant 2017 einen Städteurlaub – um fünf Prozent mehr als 2016. Die Renner dabei sind europäische Metropolen wie Berlin, London und Rom oder transatlantische wie New York (15 Prozent). London etwa profitiert vom niedrigen Pfund, Rom von seinem Ruf als sicheres Urlaubsziel. Bei fast allen Städten in der Ferne gehe die Tendenz 2017 jedenfalls nach oben. Vor allem US-Städte steigen weiter in der Beliebtheitsskala. Aber auch Vancouver, Sydney, Tokio, Peking und Singapur sind attraktiver denn je – und auch Dubai holt wieder auf.

Reisebüro gewinnt an Bedeutung

Auch die Bedeutung des Reisebüros – wie beispielsweise eine der 19 Filialen unseres Partners Raiffeisen-Reisen –  als Anlaufstelle ist für die Österreicher gegenüber 2016 wichtiger geworden: 14 Prozent geben an, dass sie in unsicherer gewordenen Zeiten vermehrt dort buchen. Bei Familien und Senioren sind es sogar 17 Prozent. Am Reisebüro schätzen die Österreicher den Erhalt von wertvollen Informationen zu Visa oder Einreisebestimmungen, Hilfe bei unvorhergesehenen Zwischenfällen und den Schutz während der Reise. Die Reisebüros punkten eindeutig mit ihrer besseren Beratung und damit, dass sie sich um die Kunden kümmern, sollte tatsächlich einmal etwas passieren – beispielsweise bei Streiks von Fluglinien.

Aber wem das jetzt zu viele Zahlen auf einmal waren, kann sich hier bequem zurück lehnen und sich hier in einem kurzen Video eine Zusammenfassung des Reisekompasses 2017 ansehen 🙂

 

 

Für den repräsentativen „Ruefa Reisekompass 2017“ befragt Ruefa einmal jährlich die Österreicher nach ihren Reiseplänen und Urlaubsvorlieben. Durchgeführt wurde die Studie vom Gallup Institut.

(Bilder v.o.n.u: Sommerakademie Griechenland, Verkehrsbüro Group, Jumbo Touristik, Grafik: Verkehrsbüro Group)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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