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Sekundenschlaf – So schützt man sich vor Müdigkeit am Steuer

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Sind sie schon mal vor dem Fernseher eingeschlafen? Macht nichts. Denn das schlimmste ist in diesem Fall, dass sie „ihre“ Sendung verschlafen haben. Anders ist es allerdings, wenn sie am Steuer ihres Autos müde werden, denn der sogenannte Sekundenschlaf ist eine oft unterschätzte Gefahr. Lesen sie hier, wie sie sich vor einer Schlafattacke während dem Auto Fahren schützen können.

Warum ist das Fahren bei Müdigkeit so gefährlich?

Lange Autofahrten ohne entsprechend langen Ruhepausen können tödlich enden! Von Müdigkeit übermannte Autofahrer übersehen viel häufiger Verkehrszeichen als wache und haben eine stark verlängerte Reaktionszeit. Und kommt es dann sogar zum Sekundenschlaf, fährt man eine bestimmte Strecke völlig im Blindflug, ohne reagieren zu können.

Wer also beim Autofahren die ersten Anzeichen einer Ermüdung ignoriert, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Mitfahrer und anderer Verkehrsteilnehmer.

Anzeichen/ Warnsignale für Sekundenschlaf
  • schwer werdende Augenlider
  • brennende oder schmerzende Augen
  • trockene Mundschleimhaut
  • Gähnen, das sich kaum mehr unterdrücken lässt
  • das Bedürfnis, sich die Nasenwurzel zu massieren
  • leichtes Frösteln
  • wiederholtes Aufschrecken aus Unaufmerksamkeit
  • Übersehen von Verkehrszeichen
  • wechselndes Fahrtempo
  • Probleme beim Spurhalten
  • länger anhaltende Phasen einer „Starre“ gefolgt von häufigeren Bewegungen – Drehen, Neigen des Kopfes, Hin- und Herrutschen des Oberkörpers, unruhige Hände, etc.
  • abdriften der Gedanken, auftreten von Tagträumen
  • keine Erinnerung mehr an die Strecke, die sie kurz zuvor zurückgelegt haben

 

Entgegen landläufiger Meinung kann der Sekundenschlaf auch mit offenen Augen ablaufen und in körperlich ausgeruhtem Zustand vorkommen. Die Ursache ist zB in einer bequemen Sitzhaltung zu sehen, bei der Rezeptoren längs der Wirbelsäule  dem Gehirn einen Ruhezustand signalisieren und dadurch das Weckzentrum ausgeschaltet wird. Wenn die Sinneswahrnehmung der Augen zusätzlich durch monotone Bildeindrücke die Aufmerksamkeit unterfordert, wird die Gehirnaktivität soweit zurückgefahren, dass Reaktionszeiten von mehreren Sekunden die Folge sind.

Was tun, wenn man die Warnsignale bemerkt?

Bei ersten Anzeichen von Müdigkeit fahren sie am besten einen Parkplatz an und legen eine kurze Schlafpause von zehn bis zwanzig Minuten ein. Auf keinen Fall sollten sie sich in so einem Fall durch das lauter Drehen des Radios, Öffnen der Fenster, Kauen eines Kaugummis oder durch eine Unterhaltung mit dem Beifahrer wach halten.

Der spontanen Müdigkeit können sie NUR durch eine ausreichende Schlaf-Pause entgegenwirken.

Wie vermeiden sie Sekundenschlaf?
  • Grundsätzlich sollten sie ohnehin immer nach +/- zwei Stunden Fahrzeit eine Pause machen – nicht erst, wenn sie bereits müde sind.
  • Planen sie diese Pausen bereits vor Fahrtantritt und halten sie diese auch ein.
  • Sie sind ein „Morgenmensch“? Dann sollten sie ihre Reise besser am Vormittag antreten.
  • Lässt sich eine Nachtfahrt nicht vermeiden, sollten sie ausgeruht starten. Sorgen sie für ausreichend Schlaf vor der Abreise.
  • Nutzen sie jede Pause für einige körperliche Übungen: Dehnen, Arme über den Kopf strecken, vorbeugen und zu den Zehen wippen, Hände an die Taille legen und einige lockere Rumpfdrehungen machen, ein paar Kniebeugen und/ oder am Stand laufen;
  • Bei langen Strecken sollten sie auch auf die Ernährung achten. Lieber mehrere leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt essen, statt einer großen, schweren zum Mittag.
  • Trinken sie ausreichend! Am besten Mineralwasser oder ungesüßte Tees.
  • Beachten sie, dass sich Ihr Körper normalerweise in der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr in der Tiefschlafphase befindet und nicht sehr leistungsfähig ist. In diesen frühen Morgenstunden ist die Einschlafneigung besonders hoch. Zu diesen Zeiten häufen sich erwiesener Maßen auch die Unfälle.
  • Auch gleich nach dem Essen loszufahren ist nicht zu empfehlen.
  • Ein Aufputschen mit Koffein oder anderen Substanzen ist nicht hilfreich, sondern steigert das Risiko sogar. Die Müdigkeit bleibt erhalten.

 

(Bilder: Pixabay.com)

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