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Wer die Wahl hat, hat die Qual: Skigebiete in Österreich

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Bestens präparierte Pisten, verschneite Touren-Hänge und romantische Winterlandschaften: Im Wintersportparadies Österreich kommt jeder auf seine Rechnung. Egal ob man die sportliche oder die gemütliche Variante wählt – Winterspaß ist garantiert. Nur einen ‚Nachteil‘ gibt es trotzdem daran: Denn wer die Wahl hat, hat auch die Qual… 🙂

(c) Pixabay.com

Bei den Mega-Skiarenen gilt: je größer desto besser.

Groß, größer, am größten

In der vergangenen Saison hat es Saalbach auf den ersten Platz auf dem Stockerl der größten Skigebiete in Österreich geschafft. Durch die Verbindung nach Fieberbrunn wurde die Region zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mit 270 Pistenkilometern. Das war natürlich für andere renommierte Gebiete eine „Kampfansage“. Mit dem Bau neuer Seilbahnen ist künftig St. Anton in Tirol mit Zürs und Lech in Vorarlberg verbunden. Jetzt kann sich auch das Arlberg-Skigebiet als „zusammenhängend“ bezeichnen und kommt so auf 305 Pistenkilometer.

Die Konkurrenz schläft nicht

Und es geht ständig weiter. Denn auch andere große und kleinere Regionen scharren bereits in den Startlöchern. So beabsichtig etwas Kitzbühel, sich mit den Wildkogelbahnen im Pinzgau zu verbinden. Die Gletscherskigebiete Ötztal und Pitztal sollen zusammenwachsen. Zusammenschlüsse – in kleinerem Stil – sind auch im Raum Innsbruck geplant, die Axamer Lizum soll mit Schlick 2000 im Stubaital verbunden werden. In Oberösterreich geht es um die beiden Gebiete Wurzeralm und Hinterstoder – Sie sehen schon, auf dem Gebiet der Skiregionen tut sich was, nur zu welchem Preis?

Die Natur sollte auf dem 1. Platz stehen

Viele Regionen setzen auf den massiven Ausbau des Angebots und hoffen, damit das abnehmende Interesse der Konsumenten wieder anzukurbeln bzw. aufzufangen. Dass dadurch auch Naturschutzzonen angetastet werden, ist für die hoffnungsvollen Investoren kein Thema. Die internationale Alpenschutzkommission CIPRA spricht von einem regelrechten „Erschließungswahn“. Allein in Österreich gibt es über 20 Projekte, die die Vergrößerung von Skigebieten zum Ziel haben – teilweise in Schutzzonen! Um dem unkontrollierten Wachstum Einhalt zu gebieten, fordern Kritiker einen befristeten Erschließungsstopp.

(c) Pixabay.com

Kleine Skigebiete punkten nicht zuletzt mit vergleichsweise günstigen Preisen.

Es kommt nicht auf die Größe an

Der Größenwahn wird auf der einen Seite von der öffentlichen Hand kurioserweise auch noch gefördert. Auf der anderen Seite müssen immer mehr kleine Liftbetreiber zusperren, weil sie gegen die übermächtige Konkurrenz keine Chance haben oder schlicht als „nicht förderwürdig“ gelten. Dabei sind gerade kleine Skigebiete in der Nähe von Ballungszentren ideal dafür geeignet, Kinder oder auch ältere Neueinsteiger mit dem Skifahren vertraut zu machen, ohne dass sie Hunderte Kilometer zurücklegen müssen.

Und die nicht unangenehme Nebenerscheinung: Gegenüber den Mega-Skiarenen haben die kleinen, aber sehr feinen Skigebiete was die Kosten betrifft, die Nase meilenweit vorne 😉

Service

Hier finden Sie alle nützlichen Informationen wie Anzahl der Lifte, Schneehöhen, Wetter, touristische Infrastruktur, u.v.m. zu über 370 heimischen Skigebieten: www.bergfex.at/oesterreich/.

Die 10 günstigsten Skigebiete lt. Konsument finden Sie HIER (Preise: Hochsaison 2016/ 2017).

(Bilder: Pixabay.com)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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