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123456 – gut möglich, dass wir gerade «ihr» Passwort verraten haben

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Wenn es um die Wahl der Passörter geht, sind – leider – sehr viele von uns immer noch ziemlich unkreativ. Zumeist liegt es aber nicht an mangelnder Kreativität, sondern vielmehr am „das kann ich mir leicht merken“-Argument. Damit gehen sie allerdings erhebliche Risiken ein. Damit das nicht so bleibt, haben wir für sie ein paar Tipps für sicherere Passwörter.

Die Sache mit den einfachen Zahlenreihen

123456 – derart schwache Passwörter im Internet gleichen Haustüren, an denen von außen ein Schlüssel steckt. Sie sind geradezu eine Einladung zum Identitäts-, und Datendiebstahl. Das heißt – leider – nicht im Umkehrschluss, dass „bessere“ Passwörter 100-prozentigen Schutz vor Datenmissbrauch bieten – den gibt es nämlich nicht. Aber jeder sollte es Kriminellen so schwer wie möglich machen, an das eigene Passwort zu gelangen.

Insbesondere die weit verbreitete Mehrfachnutzung von den gleichen Passwörtern für unterschiedliche Dienste ist wirklich leichtsinnig. 

Login-Screen mit Administrator und Passwort-Eingabe vor einem Fingerabdruck. (c) Pixabay.com
Wenn wir schon Passwörter verwenden, dann sollten die wenigstens so sicher wie möglich sein. 

Die ‚unrühmlichen‘ Top Ten

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) veröffentlicht jedes Jahr die Top Ten der meistgenutzten Passwörter. Datengrundlage sind rund 500.000 Zugangsdaten aus dem Datenbestand des HPI Identity Leak Checkers, die auf eMail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und dieses Jahr, also 2018, geleakt wurden. Insgesamt wurden 2018 mehr als 60 Millionen Identitäten aus 120 Datenlecks in den Identity Leak Checker eingepflegt.

1. 123456
2. 12345
3. 123456789
4. fi**en
5. 12345678
6. hallo123
7. hallo
8. 1234
9. passwort
10. master

Tipps zur Passwortwahl

Um es Cyberkriminellen so schwer wie möglich zu machen, an ihr Paswort zu kommen, empfehlen wir daher folgende Punkte:

  • verwenden sie möglichst lange Passwörter (> 15 Zeichen)
  • verwenden sie alle Zeichenklassen (Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen)
  • verwenden sie keine Wörter aus dem Wörterbuch
  • verwenden sie jedes Passwort nur ein mal und nicht die gleichen oder ähnliche Passwörter bei unterschiedlichen Diensten
  • um den Überblick nicht zu verlieren, empfiehlt sich die Verwendung von Passwortmanagern wie zB keepass
  • wechseln sie unbedingt ihr Passwort bei Sicherheitsvorfällen und bei Passwörtern, die die obigen Regeln nicht erfüllen
  • aktivieren sie wenn möglich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung

Ein Tipp, um sich „gute“ Passwörter leicht zu merken, ist zB, einen Satz zu bilden und die jeweiligen Anfangsbuchstaben der Worte puls Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden: „In meinen Koffer packe ich viele schöne Sachen, um damit Urlaub zu machen.“ Das Passwort könnte dann lauten: ImKpivsSudUzm123!

In diesem Sinn: viel Spaß beim Wählen ihren neuen, sichereren Passwortes 😉

(Bilder: HPI Hasso-Plattner-Institut, Pixabay.com)

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