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„AlterNEUdenken“ – den demographischen Wandel als Chance sehen

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Dank einer ständig steigenden Lebenserwartung wandelt sich nicht zuletzt auch die Demographie unserer Gesellschaft. Immer mehr Menschen werden immer älter. Für viele ist diese Tatsache schlichtweg eine Katastrophe. Diesen sei „in ihren Raum“ gestellt: Was, wenn der demographische Wandel gar nicht so „böse“ ist, sondern vielmehr der Schlüssel zu einer innovativen und attraktiven Gesellschaft? Eine interessanter Frage, die Carina Roth von WisR, einer Recruiting-Plattform für aktive Pensionisten, zu beantworten versucht.

Im Durchschnitt 83 Jahre
(c) Pixabay.com

Bildlich gesprochen, steckt immer mehr Jugend in der „Schale“ älterer Menschen.

„Otto von Bismarck gilt als Begründer der Pension. Menschen konnten mit 70 Jahren in den Ruhestand gehen, obwohl die Lebenserwartung bei 45 Jahren lag. Diese Lage hat sich drastisch verändert. Das Durchschnittsalter liegt bei 83 Jahren, und mit 60/ 65 Jahren wird in Pension gegangen“, so Roth. Oftmals liegt die Schwierigkeit an der Zeit nach dem Berufsleben an der Isolation der Menschen, an der Fähigkeit, sich zu sozialisieren. In letzter Konsequenz werden viele Menschen dadurch krank und depressiv.

Unsere Gesellschaft begünstigt – leider – diese Entwicklung mit – leider – etablierten Vorurteilen. In unserem Weltbild ist verankert, dass nur Arbeit Identität schafft und ein Gefühl des Wichtigseins erzeugt. So ist die Ansicht, dass Pensionisten „nicht so schnell und aufnahmefähig“ sind, noch in vielen Köpfen. Studien belegen jedoch das Gegenteil. Der Wandel und die Einstellung hängen in starkem Maße von der Persönlichkeit ab.

Downaging findet statt, ein Umdenken ist notwendig

Menschen leben heute nicht nur länger denn je, sondern werden auch körperlich immer jünger. Damit steigt gerade im fortgeschrittenen Alter vieler Männer und Frauen, sich über das Pensionsalter hinaus beruflich zu engagieren und über moderne Wege ihr Wissen und ihre Erfahrung Sinn stiftend einzubringen.

Die Entwicklung zeige auch, dass die Anzahl der Arbeitskräfte nicht weniger werden würde. Diese Lücke wird unter anderem dann mit reaktivierten Pensionisten aufgefüllt. Und Hand auf´s Herz: die Erfahrung, die Ruhe, der Blick auf´s Wesentliche – nicht zuletzt aus Unternehmersicht eigentlich äußerst ineffizient, auf diese Schätze zu verzichten, nur weil die Personen schon alt sind.

Denn wie heißt es so treffend: Die Jungen rennen zwar schneller. Aber die Alten kennen den Weg. 😉

(Bilder: Pixabay.com)

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1 Kommentar

  1. Gustav Sucher on

    Hallo, eine Pension ist eine tolle Erfindung. Da bin ich dem Erfinder sehr Dankbar! Ich kann mir vorstellen, wie es ist, wenn man in Pension geht und plötzlich nicht mehr weiß, was man machen soll. Das Problem habe ich schon öfters gehabt. Danke für den tollen Blog Beitrag!

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