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Altersmedizin – Herausforderung in der HNO-Heilkunde

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Das zentrale Thema des diesjährigen 62. Jahreskongresses der Österreichischen HNO Gesellschaft ist die Altersmedizin. Jedes Sinnesorgan, mit dem sich die HNO beschäftigt, wird durch den Alterungsprozess beeinträchtigt. Da immer mehr Menschen immer älter werden, gewinnt auch besonders die Erforschung dieser Altersfolgen an Bedeutung, um die Lebensqualität auch im fortgeschrittenen Alter erhalten zu können.

Lange bekannt und doch ständig neues
(c) Pixabay.com

Konventionelle Hörgeräte kennt jeder. Mittlerweile gibt es aber auch zahlreiche neue Lösungen.

Altersschwerhörigkeit zählt sicher zu den häufigsten Folgen des natürlichen Alterungsprozesses unseres Gehörs. Obwohl das Problem schon seit längerem bekannt ist, kommen ständig neue Innovationen, die den Hörverlust auf unterschiedlichste Art ausgleichen können. Patienten, denen konventionelle Hörgeräte nicht zufriedenstellend helfen, stehen mittlerweile vielfältige implantierbare Lösungen zur Wiedererlangung des Hörvermögens –  je nach Grad und Art des Hörverlustes – zur Verfügung: Cochlea Implantate, Mittelohrimplantate und Schädelknochenimplantate.

In zahlreichen aktuellen internationalen Multicenterstudien wurde nunmehr auch der Zusammenhang zwischen Hörverlust und dem Risiko einer Demenzerkrankung bewiesen.

Unbekanntere HNO-Krankheitsbilder des Alters

Noch nicht im allgemeinen Bewusstsein der Bevölkerung verankert sind Krankheitsbilder des Alters, die die Stimme, das Riechen und Schmecken, sowie den Schluckvorgang und den Gleichgewichtssinn betreffen. Die Altersstimme kann im im Kaufe der Jahre zu Schwierigkeiten führen – bei Menschen mit Sprechberufen sogar zum Jobverlust. Aber auch nach dem Ende der Erwerbstätigkeit kann sie mit sozialer Vereinsamung und psychischen Problemen einhergehen.

Noch schwerwiegender sind die Folgen von Schluckstörungen im Alter: Diese führen in sehr vielen Fällen zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung. Zahlen aus den USA belegen sogar, dass die Lungenentzündung als Folge einer Schluckstörung die häufigste Todesursache in Pflegeheimen ist.

Auch die altersbedingte Riechstörung wird aktuell in Österreich untersucht, da ihr Zusammenhang mit Geschmacksstörungen und daraus folgenden Ernährungsschwierigkeiten zu gesundheitlichen Problemen beitragen kann. Umso bedauernswerter, dass weder eine moderne ambulante Diagnostik noch eine adäquate Therapie österreichweit über die Krankenkassen möglich ist.

Nicht zuletzt sind diverse Schwindelerkrankungen, die das Gleichgewichtsorgan im Ohr betreffen, im Alter besonders häufig.

Status Quo und Ausblick
(c) Ö HNO Gesellschaft/ Nadine Bargad

Experten aus dem In- und Ausland diskutieren  Herausforderungen in der HNO-Heilkunde.

Der heurige Kongress der Österreichischen HNO Gesellschaft steht unter dem Motto „Altersmedizin – Herausforderung in der HNO-Heilkunde“ und gibt den derzeitigen Forschungsstand und aktuelle Weiterentwicklungen im Fachgebiet wider. Namhafte österreichische und europäische ExpertInnen diskutieren aktuelle Themen aus der HNO und vergleichen unterschiedliche Behandlungsabläufe in verschiedenen Ländern.

Über die Ergebnisse und/ oder neu Methoden und Ansätze in der Diagnostik und/ oder Behandlung diverser HNO-Erkrankungen werden wir sie natürlich laufend in unserer Rubrik „Hörgesundheit“ informieren 🙂

(Bilder: Pixabay.com (2x), Ö HNO Gesellschaft/ Nadine Bargad)




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