04.12. 2020 Besuchen Sie uns auch im Social Web:

Das Corona-Virus hat unser Gesundheitsbewusstsein verändert

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„Die Österreicherinnen und Österreicher betrachten ihr Leben auch in der Corona-Krise als sehr lebenswert. Gleichauf mit der Familie sind Gesundheit und Gesundheitsbewusstsein zum wichtigsten Faktor des Lebens geworden“, so Mag. Christoph Marek, Vorstand der Allianz Österreich im Zuge des neu erschienenen Allianz Gesundheitsbarometers*. Während der Stress – privat wie beruflich – eher zurückgegangen ist, sind die Sorgen deutlich gewachsen. Bereits 68 Prozent sind fallweise von psychischen oder mentalen Problemen betroffen. Den Arztbesuch scheut immer noch jeder Vierte, um Ansteckungsgefahren zu vermeiden. Gleichzeitig sind Ärztinnen und Ärzte neben dem Internet die häufigste Informationsquelle. Bei der Jugend boomen Fitness-Tracker sowie Sport- und Gesundheits-Apps. 63 Prozent der Bevölkerung achten mehr als bisher auf die Einhaltung von Hygienemaßnahmen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentative Allianz Umfrage, die vom Market-Institut durchgeführt wurde.

Nichts ist so wichtig wie Gesundheit und Familie

„Als Gesundheitsversicherer sind wir für unsere Kundinnen und Kunden ein lebensbegleitender Partner, der ihre Risiken abfedert und ihnen in allen wichtigen Lebensbereichen – wie auch der Gesundheit – zur Seite steht. Wir merken, dass das Gesundheitsbewusstsein in den letzten Monaten gestiegen und eine neue Sensibilität für das Thema Gesundheit entstanden ist – das bestätigt auch unsere Umfrage“, berichtet Marek.

Zugenommen hat in dieser Zeit auch der Stellenwert von Familie, Freunden und sozialen Kontakten, der noch vor Karriere, Partnerschaft und Freizeit liegt. 54 Prozent der Befragten gaben an, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, nicht zu rauchen, wenig Alkohol zu trinken und auf ausreichend Schlaf zu achten. 72 Prozent der Menschen fühlen sich insgesamt gesund – ein Wert, der seit Jahren weitgehend konstant geblieben ist.

In erstaunliche Höhen ist während Corona aber das allgemeine Lebenswertgefühl gestiegen, nicht zuletzt durch die teilweise entstandene Entschleunigung: 8,26 auf einer zehnstufigen Skala.

Eine Tasse Tee mit Kamillenblüten.
(c) Pixabay.com
Zurücklehnen und eine feine Tasse Tee trinken – aufgrund der Corona-Krise ist auch eine gewisse Entschleunigung festzustellen.

Veränderter Alltag in Corona-Zeiten – das neue Gesundheitsbewusstsein

Generell hat die Corona-Krise in vieler Hinsicht in das Alltagsleben eingegriffen. Zwei von drei Personen achten mehr als bisher auf Hygiene, insbesondere Frauen sowie Menschen über 50 Jahren. Bei Letzteren ist auch der viel zitierte „Babyelefant“ mit Abstand am besten angekommen.

Ärztinnen und Ärzte gelten vor dem Internet noch immer als wichtigste Informationsquelle bei Gesundheitsfragen, der persönliche Arztbesuch wird aber von 26 Prozent möglichst vermieden – aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus.

Junge greifen zunehmend zu Fitness-Trackern und Sport- bzw. Gesundheits-Apps. Quer durch die Bevölkerung achten 28 Prozent jetzt mehr darauf, sich mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen. „Regionalität und regionaler Einkauf ist im internationalen Vergleich eine besondere Erfolgsgeschichte in Österreich. Eine von der IRIS-Gruppe – dem internationalen Verband der Marktforschungsinstitute – im April 2020 durchgeführte Studie bestätigt dies eindrucksvoll“, so Prof. Dr. Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des Market-Instituts zum veränderten Einkaufsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher.

Große psychische Belastung aufgrund der Corona-Krise

Das Allianz Gesundheitsbarometer zeigt auch die Kehrseite der Medaille. Gerade die 14 bis 29-Jährigen fühlen sich oft einsam und mit ihren Problemen allein gelassen. Besonders Frauen und jüngere Menschen klagen mehr als bisher über Antriebs- und Energielosigkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen. 10 Prozent der Befragten haben wiederkehrende Angststörungen und Panikattacken.

Es ist davon auszugehen, dass die Corona-Krise in den vergangenen Monaten diesen Negativtrend stark befeuert hat.

Sorgen macht vielen Menschen in Corona-Zeiten übrigens nicht nur die eigene Gesundheit, sondern oft noch mehr die Gesundheit von Familie und Freunden, wie die Umfrage zeigt. „Die Angst vor einer Corona-Infektion innerhalb der Familie ist mit 41 Prozent größer als die Angst, sich selbst anzustecken – davor fürchten sich laut Umfrage 29 Prozent“, konstatiert Beutelmeyer.

Zeit- und Leistungsdruck machen uns zu schaffen

11 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher über 14 Jahren, also rund 800.000 Personen, fühlen sich akut Burnout-gefährdet. Den Männern machen dabei oft zu viele Überstunden Probleme, den Frauen eher ein schlechtes Betriebsklima. Annähernd jede/ r Sechste empfindet auch seinen Vorgesetzten als Stressfaktor. Auffällig: Ab 50 Jahren nimmt die Burnout-Gefahr deutlich ab, nachdem sie in den Jahren unmittelbar davor offenbar am höchsten gewesen ist.

Als „Stresskiller“ Nummer Eins gilt für rund die Hälfte aller Befragten das Spazierengehen und Wandern in der Natur. Auch das längere Schlafen als wirksames Mittel gegen Stress wurde im Corona-Jahr von vielen wiederentdeckt.

Ein älterer Mann beim Spazierengehen in einem herbstlichen Park, Stichwort Gesundheitsbewusstsein.
(c) Pixabay.com
Bewegung in der Natur ist immer noch die beste Methode, vom täglichen Stress abzuschalten, durchzuschnaufen und die Batterien wieder aufzuladen – #BewegungISTgesund.

Hintergrundinformationen

*Die Umfrage „Allianz Gesundheitsbarometer“ wurde vom Market-Institut im Auftrag der Allianz Österreich als Online-Befragung durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Österreicherinnen und Österreicher ab 14 Jahren.

Hinweis
Soweit in diesem Beitrag die Zukunft betreffende Aussagen gemacht werden, können diese mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, Veränderungen der Finanzmärkte, zukünftige Gesetzes- oder andere Rechtsänderungen sowie weitere sonstige Umstände können dazu führen, dass die tatsächlichen Ereignisse oder Ergebnisse von den derzeit in die Zukunft gerichteten Aussagen abweichen.

(Bilder: Pixabay.com)

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