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Corona, Grippe, Erkältung: wie sich diese Krankheiten unterscheiden

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Österreich wird auf Grund des Coronavirus auf ein Minimum herunter gefahren und jede/ r ist dazu aufgerufen, seine sozialen Kontakte in nächster Zeit auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Denn nur gemeinsam als Gesellschaft können wir gegen die Corona-Epidemie vorgehen und erfolgreich sein.

Abgesehen von der Unsicherheit darüber, wie sich die nächsten Tage, Wochen und Monate gestalten werden, herrscht auch sehr viel Unsicherheit was die Krankheit an sich betrifft. Viele fragen sich jetzt: Welche Symptome treten auf, wenn ich mich mit dem Coronavirus infiziert habe? Und was sind die Unterschiede zu einer echten Grippe und zu einer harmlosen Erkältung? Wir haben versucht, die wichtigsten Informationen diesbezüglich hier für sie zusammen zu stellen.

Zu Beginn ähnliche Symptome

Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Fieber – die Symptome ähneln gerade zu Beginn einer Coronainfektion. Daher ist es zunächst nicht klar, ob es sich um eine bakterielle oder um eine virale Infektion handelt.

Eine Grippe beginnt in der Regel plötzlich, mit Schüttelfrost, starkem Anstieg des Fiebers sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Man fühlt sich generell sehr angeschlagen und verspürt ein starkes Krankheitsgefühl – ein signifikanter Unterschied zu den zu 80 Prozent leicht verlaufenden Coronavirus-Infektionen.

Grundsätzlich kann es auch bei der Influenza [echte Grippe]milde Krankheitsverläufe geben, allerdings sind diese hier viel seltener als beim neuen Coronavirus. Einige der mit SARS-CoV-2 Infizierten hatten beispielsweise gar kein Krankheitsgefühl.

In diesem Sinn ist es gerade zu Beginn auch wichtig zu schauen, was keine typischen Symptome des neuen Erregers sind, nämlich vor allem Schnupfen und Halsschmerzen.

Eine Frau, die sich auf ihren schmerzenden Hals greift, Stichwort Corona. (c) Pixabay.com
Halsschmerzen sind sehr unangenehm, aber in der Regel KEIN Symptom einer Infektion mit dem Coronavirus.

Erkältung und Grippe vs. Corona

Bei einer einfachen Erkältung kratzt zu Beginn meistens der Hals, die Nase läuft und dann beginnt der Husten. Mehrere Tage lang hat man dann Halsschmerzen, Schnupfen, schleimigen Husten oder auch trockenen Reizhusten, etwas erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen und/ oder man fühlt sich schlapp.

Eine echte Grippe haut einen – wie oben erwähnt – ganz plötzlich um. Man will nur noch im Bett liegen, fühlt sich komplett erschlagen, hat keinen Hunger und man könnte stundenlang schlafen.

Eine normale Erkältung ist nach einigen Tagen überstanden, sprich die Symptome klingen nach rund einer Woche ab. Eine echte Grippe ist dagegen meist etwas langwieriger. Sie knockt eine/ n in der Regel gut eine Woche lang aus, manchmal dauert es sogar mehrere Wochen, bis man wirklich wieder vollständig genesen ist.

KEINE Symptome des Coronavirus

Schnupfen und Halsschmerzen sind DIE typischen Infektionszeichen der oberen Atemwege. Wer also ständig niesen muss und eine laufende Nase hat, hat aller Wahrscheinlichkeit nach „nur“ eine Erkältung oder eine ganz „normale“ Grippe. Da der neue Erreger vor allem die unteren Atemwege befällt, haben die Infizierten überwiegend einen trockenen Husten, Atemnot und/ oder bei schwereren Fällen eine Lungenentzündung, aber eben keine Halsschmerzen.

In China traten bei rund 20 Prozent der Corona-Patienten darüber hinaus Kurzatmigkeit und eben auch Atemnot auf – in der Regel das typische klinische Zeichen für eine schwerere Lungenentzündung. Im Gegensatz dazu ist eine Lungenentzündung mit Atembeschwerden bei einer Influenza eher selten.

Übersicht über die typischen Symptome von Corona, Grippe und Erkältung

SYMPTOMECorona/ Covid 19GrippeErkältung
trockener Hustenhäufighäufigselten
Fieberhäufighäufigselten
Schnupfenseltenmanchmalhäufig
Halsschmerzenmanchmalmanchmalhäufig
Atemnotmanchmalneinnein
Müdigkeitmanchmalhäufigmanchmal
Kopfschmerzenmanchmalhäufigselten
Gliederschmerzenmanchmalhäufighäufig
Niesenneinneinhäufig
Durchfallseltenmanchmalnein

Quellen: WHO, CDC

Was tun, wenn Fieber und Husten auftreten?

Wer in einem Gebiet war, in der von einer „anhaltenden Übertragung“ des neuen Virus ausgegangen werden muss, gilt nach wie vor als Verdachtsfall. Eine aktuelle Liste über diese Gebiete finden sie auf der Seite des Sozialministeriums. Das Gleiche gilt bei einem Kontakt mit einem bestätigten Fall. In diesem Fall soll auf jeden Fall die Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 angerufen werden.

Alle anderen sollten, wenn sie unsicher bezgl. einer möglichen Infektion sind, zuerst TELEFONISCH ihren Hausarzt/ Hausärztin kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Generell empfiehlt sich bei Infektionen: sich schonen, viel trinken, Fieber über 39 Grad senken.

Für alle gesunden Menschen gelten nach wie vor die nach wie vor SEHR wichtigen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten und die sozialen Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Darüber hinaus tragen Sport und Bewegung an der frischen Luft am meisten zur Stärkung des Immunsystems bei – in Kombination mit einer gesunden und ausgeglichenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse.

Obst und Gemüse. (c) Pixabay.com
Auch und vor allem in Zeiten mit erhöhten Infektionsraten gilt, unser Immunsystem u.a. mit viel Obst und Gemüse zu stärken.

Verlauf einer Infektion mit dem Coronavirus

Ansteckung
Die durchschnittliche Zeitdauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung ist 5 bis 6 Tage mit einer Spannweite von 1 bis 14 Tage. Hauptsächlich werden die Coronaviren mittels kleiner, ausgeatmeter Tröpfchen übertragen. Schmierinfektionen durch beispielsweise kontaminierte Oberflächen spielen in der Regel keine Rolle.

Beginn der Erkrankung

Tag 1
Bei fast 90 Prozent der infizierten Personen tritt am 1. Tag der Erkrankung Fieber auf. Je nach Schwere des Verlaufs schwanken die Fieberwerte: 22 Prozent bis 38°, 44 Prozent zwischen 38,1 bis 39°, bei 34 Prozent über 39°.

ab Tag 1, 2, 3
Bei mehr als zwei Drittel der Infizierten tritt innerhalb der ersten drei Tage der Erkrankung vor allem trockener Husten auf. Knapp jeder fünfte Erkrankte klagt über Glieder- und Kopfschmerzen. Ungefähr bei vier Prozent treten Übelkeit und Erbrechen, eine verstopfte Nase und Durchfall auf.
Hier ist anzumerken, dass es sich um Durchschnittswerte handelt und nicht bei allen die gleichen bzw. alle Symptome gleichzeitig auftreten.

Tag 4
Ab dem 4. Tag tritt bei 20 Prozent der Erkrankten Kurzatmigkeit auf.

Tag 4 bis 8
Innerhalb dieses Zeitraums entscheidet sich, ob auf Grund der Schwere der Erkrankung ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist.

Tag 7
Nach durchschnittlich einer Woche klingen bei milden Krankheitsverläufen die Symptome langsam ab. Mehr als 80 Prozent der Infektionen haben einen milden Verlauf.

Tag 7 bis 18
Bis knapp drei Wochen nach dem Ausbruch der Erkrankung ist das Erbgut des Coronavirus in den oberen Atemwegen nachweisbar. Je schwerer die Erkrankung, umso länger die Nachweisdauer.

Service | Hotlines

Wenn sie den Verdacht bzw. die Vermutung haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, wenden sie sich zunächst ein eine der hier angeführten Hotlines. Hier können sie ihre Symptome genauer abklären und weitere notwendige Schritte besprechen!

Coronavirus-Hotline der AGES 0800 555 621
Die AGES beantwortet Fragen rund um das Coronavirus [allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung] 24 Stunden täglich unter der Telefonnummer 0800 555 621.

Telefonische Gesundheitsberatung 1450
Wenn sie typische Symptome wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und/ oder Atembeschwerden haben oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben sie zu Hause und wählen sie bitte die Gesundheitsnummer 1450 zur weiteren Vorgehensweise [diagnostische Abklärung].

Hotline des VKI zu reiserechtlichen Fragen 0800 201 211
Bei rechtlichen Fragen rund um bereits gebuchte Reisen [zum Beipsiel ob eine Reise kostenlos storniert werden kann]beraten die Expertinnen und Experten des Verein für Konsumenteninformation [VKI] kostenlos von Montag bis Sonntag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0800 201 211.

(Bilder: Pixabay.com)

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