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Covid-19-Pandemie: drei Unternehmen – drei Impfstoffe – ein Ziel

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Die Covid-19-Pandemie hält uns nun seit bald einem Jahr in Atem. Fest steht, dass die Impfung für große Teile der Bevölkerung der beste Weg aus der Pandemie ist. Wurde noch im Frühjahr 2020 damit gerechnet, dass die Entwicklung eines oder mehrerer Impfstoffe mindestens 1,5 bis zwei Jahre dauern würde, ist es durch einen noch nie dagewesenen Kraftakt der Hersteller, der Politik und der Behörden geglückt, bereits mit Jahresende 2020 den ersten Impfstoff zur Zulassung zu bringen. Fünf Wochen später sind nun drei Impfstoffe in Österreich verfügbar.

Die Industrie arbeitet jetzt mit Hochdruck daran, trotz enorm komplexer Herstellungsprozesse in kurzer Zeit größtmögliche Impfstoffmengen zu produzieren und auszuliefern. Darüber hinaus erklären sich weitere Unternehmen bereit, die komplexen Herstellungsprozesse zu unterstützen. Wir haben zum Thema “Covid-19-Impfstoffe” ein wenig hinter die Kulissen geschaut.


Großer Forschungserfolg wegen und in der Covid-19-Pandemie

Seit kurzem sind in der EU drei Impfstoffe zugelassen. “Noch vor ein paar Monaten hätten wir uns nicht vorstellen können, dass bereits Ende des Jahres 2020 mit Impfungen begonnen werden kann. Das ist ein riesiger Forschungserfolg, der nur deswegen möglich war, weil es einen Schulterschluss zwischen vielen Firmen gab, und weil Politik und Behörden von Anfang an mit im Boot waren,” freut sich Robin Rumler, Country Manager Pfizer Corporation Austria.

Alle Impfstoffe, die zugelassen wurden und werden, müssen alle vorgeschriebenen Phasen der präklinischen und klinischen Entwicklung durchlaufen und werden in einem gründlichen Verfahren von der Europäischen Arzneimittelbehörde geprüft. “Bei den drei bisher zugelassenen Impfstoffen und jenen, die noch folgen werden, ist daher garantiert, dass sie höchste Qualität, ein gutes Verträglichkeitsprofil und eine hohe Wirksamkeit haben,” ergänzt Rumler.

Robin Rumler, Country Manager Pfizer Corporation Austria.
(c) Pfizer Corporation Austria
Robin Rumler kann nicht zuletzt aufgrund der Prüfung durch die Europäische Arzneimittelbehörde garantieren, dass die Covid-19-Impfstoffe höchsten Qualitäts- und Sicherheitskriterien entsprechen.

Weltweite Versorgung

“Die Industrie hat in dieser Covid-19-Pandemie eine beispiellose Aufgabe zu bewältigen. Es braucht globale Lösungen im Kampf dagegen: Es wurden Milliarden von Impfstoffen bestellt und Millionen Menschen in der EU bereits geimpft. Jeden Tag werden Millionen weitere Impfstoffe produziert,” stellt Sarah Walters, Country President Austria AstraZeneca fest.

“Damit dies überhaupt möglich ist, hat die Industrie Kooperationen im privaten und öffentlichen Bereich geschlossen, und zwar in Dimensionen wie nie zuvor. Sowohl hinsichtlich Forschung als auch Produktion.”

Komplexe Impfstoffherstellung

Die Herstellung von Impfstoffen gehöre allerdings zu den aufwendigsten und komplexesten Produktionsverfahren, die es in der Herstellung von Arzneimitteln gäbe, so Walters. Die Produktion eines Impfstoffes dauere normalerweise 1,5 bis zwei Jahre, bei Covid-19-Impfstoffen konnte man diesen Prozess – dank der geschlossenen Kooperationen – sehr beschleunigen, ohne Abstriche in der Qualität.

“Man kann eine Produktionsanlage nicht innerhalb von Wochen auf die Produktion von [anderen]Impfstoffen umstellen. Selbst etablierte Firmen mit viel Produktionserfahrung brauchen Monate, um so eine Produktionsumstellung vorzubereiten. Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie sind viele Unternehmen aber dennoch bereits dabei, Produktionskapazitäten für Impfstoffe freizuschaufeln. Damit wird es in Kürze mehr Produktionskapazitäten geben, was bei weitem die schnellere Lösung ist als neue Produktionsstätten zu errichten,” freut sich Walters.

Flaschenhals Produktion

“Impfstoffherstellung während einer Pandemie ist eine ganz besondere Herausforderung,” erklärt Pfizer-Corporation Austria-Chef Rumler. “Alle Räder müssen hier ineinandergreifen, damit eine derart komplexe Produktion funktionieren kann. Die Prozesse sind aufwendig und verlangen höchstes Know how – das haben wir. Gemeinsam mit unseren Zulieferern arbeiten wir jeden Tag daran, die Produktion noch effizienter zu machen. Wenn es Probleme gibt, sind wir dran, sie aus der Welt zu schaffen.”

Bei aller Beschleunigung wird auch bei der Herstellung der Impfstoffe selbstverständlich immer auf die Sicherheit geachtet. “Bis zur endgültigen Freigabe eines Impfstoffes werden auch jetzt hunderte sehr strenge Qualitätskontrollen durchgeführt, um sicherzustellen, dass der finale Impfstoff allen Anforderungen entspricht,” ergänzt Walters.

Je mehr verschiedene Impfstoffe desto besser

“Als Verband der Impfstoffhersteller begrüßen wir, dass es heute bereits von drei Herstellern [Pfizer/ BioNtech, Moderna und AstraZeneca] zugelassene Impfstoffe gibt, die alle den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen. In den nächsten Monaten werden weitere dazukommen. Auch bei Covid-19 gilt: Verantwortung tragen – für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Als Impfstoffhersteller tun wir unser Bestes, so viel Impfstoff wie möglich in kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen und sind zuversichtlich, dass sich jede und jeder, die oder der das möchte, heuer impfen lassen kann”, so die Firmenchefs unisono.

Covid-19-Impfstoffe und Ampullen, Stichwort Covid-19-Pandemie.
(c) Pixabay.com
Die Impfung ist die einzige Möglichkeit, um so rasch wie möglich die Covid-19-Pandemie zu besiegen und wieder zu einer Vor-Corona-Normalität zurückzukehren.

Warnung vor gefälschten Covid-19-Arzneimitteln und Impfungen

An dieser Stelle sei aber auch ausdrücklich vor im Internet angebotenen Medikamenten zur Behandlung oder Vorbeugung von Covid-19 gewarnt. “Diese können nur gefälschte und niemals echte, geprüfte Medikamente sein. Denn die Arzneimittel, mit denen eine Covid-19-Erkrankung behandelt wird, werden ausnahmslos in den Krankenhäusern angewendet. Die Impfstoffe zur Vorbeugung einer Covid-19-Erkrankung wiederum sind nicht am freien Markt erhältlich, sondern werden strikt nur im Rahmen der nationalen Impfstrategie über öffentliche Stellen ausgegeben – und zwar an die in der Impfstrategie vorgesehenen Einrichtungen und nie an einzelne Privatpersonen,” erklärt Alexander Herzog, Generalsekretär der Pharmig, der freiwilligen Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Somit können diese Arzneimittel auch über keinen anderen Weg angeboten und verteilt werden. “Andernfalls sind es Fälschungen,” hält Herzog fest.

Es gibt Anzeichen, dass gefälschte Covid-19-Medikamente und Impfstoffe vermehrt im Internet auf Webseiten und auf Social Media Plattformen angeboten werden. Dazu Herzog: “Niemand sollte auf derartige Angebote reinfallen, auch wenn derzeit bei vielen der Wunsch nach einer Impfung sehr groß ist. Wer gefälschte Arzneimittel einnimmt, stellt seine Gesundheit und im Extremfall auch sein Leben aufs Spiel. Das gilt jetzt, in Zeiten der Covid-19-Pandemie und das gilt auch in Zukunft.”

(Bilder: Pixabay.com, Pfizer Corporation Austria, Pixabay.com)

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