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Damit’s nicht drückt oder zwickt: darauf ist beim Schuhkauf zu achten

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„Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh…“ – wer kennt sie nicht, diese ersten Zeilen dieses Kinderliedes. Doch so scheinbar banal und kindlich diese Zeilen zu sein scheinen, so alles andere als trivial ist das Thema. Denn wenn man seine Füße bzw. das passende Schuhwerk vernachlässigt, kann das durchaus gravierende Folgen haben, Stichwort Hallux Valgus. Oder anders formuliere: werden die Füße werden vernachlässigt, leiden sie unter dieser fehlenden Aufmerksamkeit.

Wir haben uns daher einmal dem Thema Schuhe gewidmet und uns angeschaut, worauf beim Schuhkauf zu achten ist. Denn man tut sich und vor allem seinen Füßen nichts gutes, wenn die Schuhe, die man trägt, zwar cool, lässig, farbenfroh oder auch einfach nur «voll im Trend» sind, aber schon nach wenigen Schritten erste Blasen verursachen. Daher: wer sich an die folgenden Tipps hält, hat nicht nur perfekte Schuhe, sondern tut damit gleichzeitig seiner [Fuß-]Gesundheit und seiner Seele etwas Gutes 🙂

Tragekomfort wichtiger als die Optik

Grundsätzlich ist natürlich festzuhalten, dass der ideale Schuh perfekt passt UND auch noch gut ausschaut. Denn am Ende des Tages fühlt man sich in seinen Schuhen nur wohl, wenn sie einem auch gefallen bzw. diese zum persönlichen Stil passen. In diesem Sinn haben auch diverse Umfragen ergeben, dass wir beim Schuhkauf generell mehr auf Faktoren wie Komfort und Gesundheit als auf das Aussehen achten – vor allem mit zunehmendem Alter. Dabei messen Frauen bei der Auswahl des Schuhwerks den modischen Aspekten mehr Bedeutung bei als Männer.

Dagegen achten Männer beim Kauf ihrer Schuhe vor allem auf dessen Funktionalität und auf ein gesundes Fußbett. Faktoren wie Mode und ein exklusives Aussehen spielen beim Schuhkauf außerdem besonders für die jüngere Generation der Unter-30-Jährigen eine wichtige Rolle. Doch spätestens in den eigenen 40ern schaltet sich dann der Faktor Gesundheit nachhaltig mit ein. Man hat dann einfach keine Lust mehr, sich in zu enge Schuhe zu quetschen und damit Schmerzen, Fehlstellungen und Druckstellen zu provozieren – solide, komfortable Schuhe mit anständiger Passform müssen her. Damit die Frauen aber doch noch hübsche, aber bequeme Schuhe haben können, bietet Vamos Damenschuhe in verschiedenen Weiten und Größen an.

Die Schuhe einer Frau mit langer Hose, Stichwort Schuhkauf.
(c) Pixabay.com
Beim Schuhkauf ganz klar im Vordergrund: Tragekomfort sowie ergonomische und gesundheitliche Aspekte. Und natürlich müssen sie auch zum persönlichen Stil passen.

Tipps, die sie beim Schuhkauf beachten sollten

Wie gesagt, mit dem Alter steigt [auch]der Anspruch an den Tragekomfort der Schuhe immer mehr. Manche benötigen eventuell Schuhe, in denen auch Einlagen Platz haben. Schuhe müssen die Füße nicht nur kleiden, sondern diese vor allem auch schonen und entlasten. Dabei müssen sich Schuhe nach den Füßen richten, und nicht umgekehrt. Das heißt: Ein neuer Schuh muss [schon]beim Schuhkauf in Länge und Weite zu 100 Prozent passen!

Probieren sie daher neue Schuhe aufmerksam an und lassen sie sich von einer professionellen Schuhberatung helfen. Sobald ein Schuh beim ersten Anprobieren drückt ist er nicht der richtige für sie. Lassen sie sich beim Schuhe Anprobieren nicht mit einem „das läuft sich ein“ oder „das dehnt sich schon“ abspeisen. Ein Schuh sitzt entweder auf Anhieb perfekt oder er passt eben nicht. Hören sie beim Schuhkauf in diesem Moment auf ihre Füße und nicht auf die Schuhberatung.

Vor allem die Zehen brauchen Freiraum – sie bewegen sich bis zu 0,5 cm während der Abrollbewegung. Das gilt nicht für die Ferse, diese muss fest umschlossen sein. Der Fersenhalt ist beim Schuhkauf einer der wichtigsten Aspekte für den perfekt sitzenden Schuh. Und nicht zuletzt ist es wichtig, nicht nur seine Schuhgröße, sondern auch seine Schuhweite zu kennen.

Wie messen sie ihre Schuhweite?

Zwei Tipps gleich man vorab:

  1. Am besten lässt man eine zweite Person die Schuhweite ablesen, da beide Füße während des Messens gleichmäßig belastet und parallel auf dem Boden stehen sollen.

  2. Messen sie immer beide Füße, denn sehr oft sind die Füße nicht symmetrisch. Im Zweifel ist der größere Wert entscheidend.

Die Schuhweite misst man ganz einfach mit einem Maßband. Man platziert es unter dem unbekleideten Fußballen und führt es an der breitesten Stelle nach oben zusammen – also um den Ballen des großen und des kleinen Zehs. Je nach Fußbreite benötigen sie einen Schuh mit einer Schuhweite von C bis M [Weite C steht für sehr schlanke und M für sehr kräftige Füße]. Tragen sie beispielsweise die Größe 38 und haben einen Ballenumfang von 23,4 Zentimetern gemessen, bieten ihnen Modelle der Weite H maximalen Komfort.

Schuhe umsichtig wählen

Jeden Tag die Lieblingsschuhe zu tragen ist zwar nachvollziehbar, allerdings nicht ideal für die Fußgesundheit. Die Schuhauswahl sollte deshalb umsichtig erfolgen. High Heels sind – aus anatomischer und orthopädischer Sicht – beispielsweise pures Gift für die Füße, weil sie die Fußmuskulatur verkürzen und den Vorderfuß überproportional belasten. Wer dennoch nicht drauf verzichten kann oder will, sollte zumindest ein zweites Paar bequeme Schuhe mit ins Büro nehmen, um die Füße tagsüber immer wieder mal zu entlasten und zu entspannen.

Füße brauchen Platz und eine angepasste Unterstützung. Ist das Modell zu eng oder zu klein sind Blasen, Rötungen und Druckstellen sozusagen vorprogrammiert. Wird dauerhaft ein unpassender Schuh getragen, können sich dadurch sogar Fehlstellungen ergeben oder bereits vorhandene verschärfen. Auch zu große Schuhe sind falsch, denn der Fuß hat darin keinen Halt und rutscht nach vorne. Das staucht wiederum die Zehen. Nur wenn der Schuh zu hundert Prozent passt, ist er richtig.

Ein guter Schuh ermöglicht dem Fuß ein natürliches Abrollverhalten. Ist die Sohle zu hart, gelingt das nicht. Ist diese wiederum zu weich, begünstigt diese eine Überdehnung der Sehnen und Bänder. Zwar fühlt sich eine weiche Sohle im ersten Augenblick äußerst bequem an, doch die Füße ermüden sehr rasch. Die Dämpfung im Schuh ist wichtig, sollte aber in Maßen zum Einsatz kommen.

Die Füße einer auf einem Hocker sitzenden Frau, davor auf dem Boden liegend ihre Stöckelschuhe.
(c) Pixabay.com
High Heels sind zwar elegant und schön, allerdings für die Füße nicht das Beste. Daher ist es wichtig, die Füße immer wieder zu entlasten und zu entspannen, wenn sie Stöckelschuhe tragen.

Jeder Aktivität und jeder Jahreszeit das passende Modell

Die Schuhe sollten natürlich auch den Jahreszeiten und dem persönlichen Temperaturempfinden angepasst werden. Es ist empfehlenswert, zu jeder Aktivität die passenden Schuhe zu tragen – sprich beispielsweise Schuhe mit einer guten Dämpfung zum Laufen, feste stützende Schuhe zum Wandern, offene Sandalen oder Flip Flops für den Strand im Hochsommer oder geschlossene Freizeitschuhe für die Radtour im Herbst.

Darüber hinaus brauchen Füße Luft, um sich wohl zu fühlen. Ein atmungsaktives Obermaterial nimmt Schweiß auf und führt ihn nach außen ab. Perfekt geeignet ist dazu natürliches Leder oder atmungsaktive Mikrofaserstoffe. Ein gesundes Fußklima verringert zudem die Gefahr von Schweißfüßen und sorgt dafür, dass sich die Füße in den Schuhen den ganzen Tag über wohlfühlen.

Anatomische und zeitliche Ungleichheiten

Die Füße sind im Übrigen fast nie gleich groß – weder in der Länge noch in der Breite. Bei Rechtshändern ist meist der rechte Fuß der größere, bei Linkshändern der linke. Daher sollten sie immer beide Schuhe anprobieren und nicht nur einen einzelnen.

INFOBOX
Die Schuhgröße kann sich im Laufe des Lebens verändern. Das heißt, wenn ein Schuh passt, ist es egal, ob er nun größer oder weiter ist als der, den sie bisher getragen haben. Schuhe unterschiedlicher Hersteller fallen ohnehin unterschiedlich groß aus. Es kommt also immer ausschließlich auf ihr eigenes, optimales Tragefühl an. Und wenn sie neue Schuhe anprobieren, diese immer im Stehen und Gehen auf ihre Passform prüfen, nie im Sitzen.

Nicht zuletzt verändern sich im Laufe des Tages die Füße. Vor allem an heißen Sommertagen schwellen sie an und werden sozusagen größer. Am besten kauft man Schuhe daher am Abend oder geht vorher ein wenig herum, damit die Füße vor der Anprobe „auf Betriebstemperatur gebracht“ wurden, sprich etwas „geschwollen“ sind.

Ein gesunder Fuß muss fit gehalten werden

Um Füße fit und gesund zu halten wirkt Barfußlaufen wahre Wunder. Barfuß zu gehen ist quasi die natürlichste Art zu gehen und gesund für die Muskulatur und die Knochen im Fuß. Besonders gesundheitsfördernd ist das Gehen auf unterschiedlichem Untergrund – das aktiviert die Wahrnehmung und mobilisiert Gelenke, Knorpel, Bänder und Sehnen im Fuß.

Verschiedene Sinneseindrücke ergeben sich durch Barfußlaufen über feuchtes Gras, warmen Sand oder weichen Waldboden. Die natürliche Fußmassage an der frischen Luft verschafft darüber hinaus einen klaren Kopf und tut der Seele gut. Loslassen, genießen und abschalten – jeden Tag ein paar Minuten barfuß gehen kann als Ritual ein belebender Bestandteil des Alltages sein, das zu mehr Wohlbefinden beiträgt.

(Bilder: Pixabay.com)

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