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Das optimale Handgepäck – denn es kommt [doch] auf die Größe an

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Stichwort Handgepäck – wer kennt das nicht: man sitzt im Flugzeug, hat alles verstaut, und dann muss man warten. Warten, weil noch jemand sein Handgepäck verstauen muss, das größer ist, als so mancher Reisekoffer. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang: die Regelungen das Handgepäck betreffend werden immer strenger. Was erlaubt ist und ab wann sie (dr)aufzahlen müssen, lesen sie hier.

Handgepäck – zu groß, zu schwer, zu viel

Gerade bei Städtereisen oder einem verlängerten Wochenende benötigt man eigentlich nicht mehr als einen kleinen Trolley oder Rucksack. Was insofern praktisch ist, da man, reist man nur mit Handgepäck, am Flughafen ziemlich viel Zeit spart – Stichwort Wartezeiten am Gepäckband oder – worst case – das Gepäck kommt nicht an.

Allerdings kann bei Flugreisen das Handgepäck zum teuren Problem werden, sofern es nicht den Anforderungen der Airline entspricht. Und die Regelungen werden, insbesondere und vor allem bei den Billig-Airlines, immer strenger. „Vor der Buchung lohnt es sich daher, einen genauen Blick auf die Details zu erlaubter Größe, Gewicht und Anzahl sowie die eventuellen Zusatzkosten zu machen“, empfiehlt ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner.

Welche Teile sind Handgepäck und welche nicht? (c) Pixabay.com
Manchmal kommt schon was zusammen an Gepäck für den Urlaub. Die Frage dabei: Was ist Handgepäck und was nicht?

17 Airlines im Check

Und die Expertin des Mobilitätsclubs weiß, wovon sie redet. Sie hat sich nämlich die Handgepäcksbestimmungen von 17 Airlines angeschaut, die am Flughafen Wien abheben (Economy-Class, Erwachsene). Das Ergebnis: Ein sehr gängiges Maximalmaß für Handgepäck ist 55 x 40 x 23 cm (Höhe x Breite x Tiefe, inklusive Rädern). Wer mit einem Koffer dieser Größe reist, wird bei den meisten Flügen, unter anderem mit Austrian, Turkish Airlines, SWISS, Lufthansa, Eurowings und easyJet keine Probleme beim Boarding haben.

Einige wenige Airlines setzen das Maximalmaß jedoch etwas knapper an: TUI fly, Condor, Level und Vueling erlauben nämlich nur 20 cm „tiefe“ Handgepäckstücke. Air France und KLM legen eine Maximalbreite von 35 cm fest. „Berücksichtigt man auch die strengeren Airlines, sollte ein neu angeschaffter Koffer das Maß 55 x 35 x 20 cm nicht überschreiten, um wirklich überall zugelassen zu sein“, rät die Expertin.

Mitnahme „normalgroßer“ Trolleys bei „Economy“-Tarif zum Teil gar nicht möglich

Eine Ausnahme stellen die Billig-Airlines Ryanair (also auch Lauda) und WizzAir dar. Die Mitnahme eines herkömmlichen Trolleys als Handgepäck ist bei den beiden Airlines im günstigsten Economy-Tarif überhaupt gar nicht vorgesehen. So ist bei Ryanair nur eine kleine Tasche gestattet, die unter den Sitz passt und maximal 40 x 20 x 25 cm groß ist – also eine Hand- oder Laptoptasche.

Ein zusätzliches, größeres Handgepäcksstück ist nur bei Buchung teurerer Tarife wie „Priority“ oder „Flexi“ inkludiert. Ähnliches gilt bei WizzAir: Hier darf das Gepäckstück die Maße 40 x 30 x 20 cm nicht überschreiten. Nur wer „Priority“ gebucht hat, darf einen größeren Trolley in den Innenraum des Flugzeugs mitnehmen.

Häufig zwei Handgepäckstücke erlaubt, Gewichtsgrenze zwischen 6 und 23 kg

Bei 13 der 17 untersuchten Airlines waren immerhin zwei Handgepäckstücke pro Reisendem zulässig, also maximal ein Trolley und zum Beispiel eine Laptoptasche. Nur ein Stück hingegen gestatten easyJet, Ryanair, Wizzair und Transavia Airlines.

„Das maximal zulässige Gewicht für das mitgenommene Handgepäck variiert jedoch stark: Fliegt man mit TUIfly oder Condor, sind bereits sechs Kilogramm das Höchstgewicht. Bei British Airways hingegen sind bis zu 23 Kilogramm erlaubt. In den meisten Fällen sind aber acht Kilogramm die maximale Obergrenze für das Handgepäck“, sagt die ÖAMTC-Expertin.

Reisende in einem Flugzeug. (c) Pixabay.com
Alles verstaut, alle Gurte angelegt, los geht´s 😉

„Falsches“ Handgepäck am Gate teuer – dafür ist meist Kreditkarte nötig

Ist nun aber das Handgepäck zu groß oder zu schwer bzw. hat man zu viele Stücke dabei, kann es am Boarding-Gate sehr teuer werden. Condor beispielsweise veranschlagt 75 Euro, easyJet 60 Euro, Level und Vueling jeweils 50 Euro für das nachträgliche Einchecken von Gepäck, das nicht den Bestimmungen entspricht.

Zusätzlich zu den hohen Zusatz-Kosten ist dabei zu bedenken, dass diese Gebühren häufig nur mit Kreditkarte beglichen werden können.

Fazit: da je nach Fluglinie unterschiedliche Bestimmungen und Regelungen gelten, ist es wichtig, diese jeweils VOR dem Abflug genau zu studieren. So spart man nicht nur Zeit und Nerven, sondern es bleibt auch mehr in der Reisekasse… 😉

(Bilder: Pixabay.com)

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