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Demenz – auch für Heime und Krankenhäuser eine Herausforderung

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Demenz ist eine der größten Herausforderungen, die unsere Gesellschaft und unser Gesundheitssystem in den nächsten Jahren zu bewältigen hat. Derzeit sind in Österreich ca. 130.000 Personen von Demenz betroffen. Diese Zahl wird sich bis 2030 verdoppeln und in wenigen Jahren wird jede Familie direkt oder indirekt von Demenz betroffen sein. Ein großes Problem ortet die MAS Alzheimerhilfe auch in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern.

Demenz fordert Heime und Krankenhäuser
(c) Pixabay.com

Laut Experten leiden 8 von 10 Menschen in Pflegeheimen an einer Demenzerkrankung.

Experten konstatieren, dass 80% der Menschen in Pflegeheimen an Demenz/ Alzheimer leiden. Umso mehr müssen diese Einrichtungen auf das Thema Demenz/ Alzheimer bestmöglich vorbereitet werden. Die MAS Alzheimerhilfe will Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und deren Teams unterstützen und entlasten und bietet eine Aktivierung von Personen mit Demenz, ein Know- How für Pflegeteams und Versorgung mit Trainingsmaterialien an. Bis dato hat die MAS Alzheimerhilfe österreichweit bereits an die 600 MAS DemenztrainerInnen ausgebildet und somit ein großes Demenznetzwerk aufgebaut.

Vorzeigeprojekte in OÖ und Kärnten

Das Alten-und Pflegeheim Ried im Innkreis (Oberösterreich) und das Krankenhaus Laas (Kärnten) sind aktuelle Herzeigebeispiele für eine neue Versorgungsqualität. Die Aus-und Weiterbildung motiviert die Pflegeteams, weil sie Erfolge im Umgang mit Menschen mit Demenz bringt. Sie erkennen die Problemstellung und werden handlungssicher. Das bestätigt auch Monika Treitinger, Leiterin des Betreuungs- und Pflegedienstes des Bezirksalten und Pflegeheims Ried Im Innkreis und selbst Teilnehmerin des Pilotprojektes ‚MAS Aktivtraining‘ der MAS Alzheimerhilfe: „Die Aktivierung und Förderung von Bewohnern in Pflegeheimen verbessert die Lebensqualität der Bewohner, schafft neuen Lebensmut und bewirkt aber auch eine Entlastung der Pflegeteams.“

Alten-/ Pflegeheime und Krankenhäuser müssen auf Demenz noch besser vorbereitet werden
(c) Pixabay.com

Demenzerkrankungen sind für Betroffene selbst, Angehörige und Pflegende eine Herausforderung.

Fakt ist: in der Praxis werden Menschen heute älter. Und je älter Menschen werden, desto häufiger tritt eine Demenzerkrankung auf. Derzeit werden noch 8 von 10 Menschen über lange Jahre zu Hause in der Familie betreut und gepflegt. Rund um die Uhr. Sieben Tage in der Woche. Die aktuellen Familiensituationen bringen zukünftig Änderungen mit sich und werden auf eine verstärkte institutionelle Betreuung hinauslaufen.  „Alle Versorgungslösungen müssen an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden. Dies bedeutet eine große Herausforderung an die Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser“, analysiert Edith Span, Geschäftsführerin der MAS Alzheimerhilfe.

Sie weiß aber gleichzeitig auch um die Schwierigkeit der Rahmenbedingungen. „In der Praxis kommen die Menschen – durch die erschwerten Aufnahmekriterien – erst bei höherer Pflegestufe und somit in einem schlechteren Gesundheitszustand in die Heime. In vielen Fällen erst mit sehr fortgeschrittener Demenz. Gleichzeitig brauchen die Mitarbeiter schnelle, praktikable Lösungen, die die Alten- und Pflegeheime und Krankenhäuser demenzfit machen“, sieht Span das Um und Auf in einer qualifizierten Demenz Aus-und Weiterbildung.

Service

Aus-und Weiterbildung für Alten- und Pflegeheime bzw. Pflegeheimschulungen bietet die MAS Alzheimerhilfe jederzeit an. Die nächsten Demenztrainer-Ausbildungen finden ab September in Linz, Bad Ischl und erstmals in St. Pölten statt. Zudem gibt es laufend die Angebote des Aktivtrainings und der Pflegeheimschulungen.

Nähere Informationen finden sie unter www.alzheimerakademie.at bzw. bei Christine Adler per Mail christine.adler@mas.or.at oder telefonisch unter 06132/ 214 10 –15.

(Bilder: Pixabay.com)

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