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Medizin-digital: Organe aus dem 3D Drucker & Hautanalyse per App

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Es hört sich ein bisschen an wie aus einem Science-Fiction Film: ein Patient braucht ein neues Organ – kein Problem, das wird sofort mit dem 3D Drucker ausgedruckt. Aber was wir uns nur sehr schwer bis gar nicht vorstellen können, ist bereits Wirklichkeit. Oder anders gesagt: die Zukunft der Medizin ist digital.

Künftig kommen Spenderorgane aus dem 3D Drucker

Das junge Team von Cellbricks aus Berlin hat mit seinem Produkt „Organ as a service“ einen 3D-Gewebedrucker entwickelt. Damit können Miniorgane auf der Basis von lebenden Zellen mit sogenannter Biotinte hergestellt werden. Damit wurden bereits eine lebensfähige Prototyp-Minileber und eine Prototyp-Miniplacenta unter realen Bedingungen entwickelt.

Mithilfe von Bioprinting-Technologie und einer Open-Source Software stellt das Team Organe durch Zellteilung aus menschlichen Zellen her. Die gedruckten Organe ermöglichen wesentlich aussagekräftigere Medikamententests als Tierversuche und können einen wichtigen Beitrag zu zukünftigen Labortestungen leisten. Prinzipiell ist auch der 3D-Druck für dringend benötigte Spenderorgane nicht ausgeschlossen.

Aber sehen sie selbst in diesem kurzen Video, in welche Richtung die Zukunft der Medizin geht:

 

Wiener Start-Up analysiert Hautkrankheiten per App
(c) https://scarletredvision.com/

So sieht (u.a.) die Zukunft der Medizin aus 🙂

Aber damit nicht genug in Sachen „medizinische Zukunftsmusik“. Das Wiener Start-UP Scarletred hat eine App entwickelt, mit der Hautveränderungen per Smart-Phone Kamera gemessen werden können. „Mit Scarletred Vision haben wir ein Mess-Tool entwickelt, das den Arzt bei der Diagnose unterstützen kann.“ sagt der Molekularbiologe Harald Schnidar, Gründer von Scarletred.

Mit der Scarletred App können Fotos der betreffenden Hautstelle mit einer Online-Datenbank im Web abgeglichen und so eine schnelle, effektive Diagnose erstellt werden. Damit die unterschiedlichen Fotos miteinander verglichen bzw. gemessen werden können, gibt es einen Referenzsticker – ein kleiner runder medizinischer Aufkleber, den man neben die betreffende Stelle klebt. Dadurch wird ermöglicht, dass die Aufnahmen, die durch die Lichtsituation oder Auflösung der Kamera variieren, auf einen Standard gebracht werden. Die Daten zur Anamnese, Diagnose und Behandlung der Hauterkrankungen werden auch anderen Ärzten anonymisiert zur Verfügung gestellt und liefern so wertvolle Referenzen.

Beide Health Start-Ups sind Gewinner des globalen World Summit Awards (WSA)

Von 20. bis 22. März präsentieren beide ihre Lösungen beim WSA Global Congress im Wiener Rathaus. Insgesamt werden 45 Gewinnerteams aus aller Welt anreisen, um das positive Potential von digitaler Innovation und Technologie zu präsentieren. Der Fokus des Programms liegt auf digitaler Innovation mit gesellschaftlichem Mehrwert.

(Bilder: Pixabay.com, Screenshot: www.scarletredvision.com; Video: Vimeo.com)

tom

tom

Seit "ewigen" Zeiten dem Schreiben zugetan, speziell und vor allem online 😉
tom

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