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E-Bikes: darauf sollten sie beim Kauf von Elektrofahrrädern achten

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Bereits mehr als ein Drittel aller verkauften Fahrräder in Österreich sind Elektrofahrräder oder kurz E-Bikes – Tendenz steigend! Kein Wunder, denn E-Bikes bieten eine ganze Reihe von Vorteilen: Durch die elektrische Tretunterstützung können mit dem Elektrofahrrad weitere Distanzen und stärkere Steigungen bewältigt werden als mit herkömmlichen „Drahteseln“ bzw. mit reiner Muskelkraft. Diese Unterstützung bringt auch Menschen, die ansonsten überhaupt nicht oder nicht mehr mit dem Rad fahren würden, auf den Sattel.

E-Bikes sind aber nicht nur für die Freizeit eine interessante Mobilitätsform: Kurze und mittlere Wege können relativ rasch, ökologisch und mit wenig Anstrengung zurückgelegt werden, wodurch das E-Bike als Alltagsverkehrsmittel, beispielsweise für Erledigungs- oder Dienstfahrten, auch eine attraktive und gesunde Alternative zum Auto darstellt.

Mit den steigenden Verkaufszahlen von E-Bikes häufen sich unter anderem auch beim ARBÖ die Anfragen zu wichtigen Kriterien bei und Tipps für den Kauf von E-Fahrrädern. Wir haben mit den ARBÖ-Expertinnen und Experten gesprochen hat die Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen zusammengefasst.


Kein Kauf ohne persönlichem Test

Das Angebot an E-Bikes ist mittlerweile überaus vielfältig und umfangreich. Am wichtigsten ist es daher, sich vor dem Kauf über die eigenen Anforderungen und die Zahlungsbereitschaft, sprich das vorhandene Budget, Gedanken zu machen. Danach ist es ratsam, in Absprache mit dem Fachhändler bzw. der Fachhändlerin verschiedene E-Bikes durchzuprobieren. Denn E-Bikes gibt es viele, Stichwort Cross-, Trekking-, Hardtrail-, City-, Klapp- oder Fully-E-Bike. Oder anders formuliert: Für jede und jeden ist ein passendes dabei!

Auch mehrere Händler zwecks Preisvergleichs aufzusuchen, ist auf jeden Fall sinnvoll und angebracht. Schließlich möchten sie ja nicht die berühmte „Katze im Sack“ kaufen 😉

Ein E-Bike-Fahrer, der sich den Sonnenuntergang anschaut.
(c) Pixabay.com
E-Bike-Fahrer•innen kommen [zumindest leichter] weiter 🙂

E-Bike, Pedelec, S-Pedelec oder doch schon Moped?

E-Bikes sind per Gesetz klar definiert: Als Elektrofahrrad oder Pedelec gelten alle Fahrräder, die mit einem Elektromotor ausgestattet sind, der maximal 600 Watt leistet und bis zu einem Tempo von 25 Stundenkilometer elektrische Unterstützung bietet.

E-Fahrräder, die über mehr Leistung verfügen oder deren Unterstützung 25 km/ h überschreitet, werden als sogenannte S-Pedelecs bezeichnet. Für diese Fahrzeuge gelten die gleichen Vorschriften wie für Mopeds: Benötigt werden ein Versicherungsschutz und Kennzeichen, gefahren werden darf nur mit Helm und dort, wo die Fahrt mit dem Moped erlaubt ist. Das Fahren auf Radwegen ist damit zum Beispiel nicht erlaubt.

Front-, Mittel- oder Heckmotor?

Motoren werden auf E-Bikes auf der vorderen Gabel, in der Mitte beim Tretlager oder auch hinten an der Nabe verbaut. Der Vorteil von Heckmotoren liegt in der direkten Kraftübertragung auf das Hinterrad. Frontmotoren führen zum Vergleich oft zu einer suboptimalen Verlagerung des Schwerpunkts und sind deshalb in der Regel nicht empfehlenswert. Üblicherweise sind aber E-Bikes mit Mittelmotor die beste Wahl, da sie das Fahrverhalten kaum beeinflussen und am zuverlässigsten sind.

Und der Akku?

Die Kraftpakete wurden früher üblicherweise im Gepäckträger eingebaut. Mittlerweile gibt es aber viele E-Bike Modelle, bei denen der Akku direkt am Rahmen montiert oder sogar im Rahmen integriert wird. Letztere haben den Vorteil, dass sie optisch unauffällig und vor den äußeren Witterungsbedingungen geschützt sind. Egal, wo der Akku montiert ist: Grundsätzlich sollte man ein E-Bike nur mehr mit einem Lithium-Ionen-Akku kaufen, da diese verlässlich arbeiten und eine hohe Leistungsdichte haben.

Die Reichweite der Akkus hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielen die Akku-Kapazität [meist 400Wh oder 500Wh], das Alter, das Gewicht des Fahrrads und auch die Qualität des Akkus und des Motors selbst eine entscheidende Rolle. Da aber auch Faktoren wie Gegenwind, gewählte Unterstützungsstufe oder Steigungen die Reichweite beeinflussen, können die Hersteller hier nur ungefähre Angaben machen. Daher sollte man beim Kauf eines E-Bikes nicht nur die angegebene Reichweite vergleichen, sondern auch das Gesamtgewicht des E-Bikes, den Motor und natürlich die effektive Akku-Kapazität.

Die Lebensdauer von E Bike Akkus ist begrenzt. Expert•innen gehen davon aus, dass die durchschnittliche Lebenserwartung bei etwa fünf Jahren liegt. Bei vielen modernen Lithium-Ionen-Akkus sind rund 1.000 Ladevorgänge möglich, bis sie verschlissen sind und die Ladekapazität merklich nachlässt. Man kann somit davon ausgehen, dass man mit einem E Bike Akku insgesamt rund 60.000 Kilometer weit fahren kann. Wenn der Akku verschlissen ist, sollte ein neuer gekauft werden – der Durchschnittspreis liegt hier bei etwa 500 bis 800 Euro.

Akku eines E-Bikes.
(c) Pixabay.com
Sozusagen das Um und Auf eines E-Bikes: der Akku.

Wie teuer wird der Spaß?

E-Bikes sind nicht gerade günstig. Wie viel man für das E-Bike ausgeben möchte, ist letztlich abhängig von der Nutzungsintensität. Gelegenheitsfahrer, die nur kürzere Wegstrecken zurücklegen, sind zumeist mit einem E-Bike um rund 2.000 Euro gut bedient. E-Bikes, die weniger kosten, bereiten ihren Besitzer•innen erfahrungsgemäß wenig Freude, vor allem dann nicht, wenn sie aus dem nächsten Baumarkt oder dem Discounter stammen. Wer im Alltag aber „abhängig“ vom E-Bike ist, sollte sich für ein teureres Modell entscheiden. Die Preise dafür beginnen bei zirka 2.700 Euro. Wie in vielen anderen Bereichen gibt es nach oben hin nahezu keine Grenzen.

Schnäpchenjäger•innen aufgepasst
Jedes Jahr bringen praktisch alle namhaftenHersteller neue Modelle auf den Markt. Die Fahrradhändler müssen dann in ihren Lagern Platz für die Neuware schaffen und verkaufen die „alten“ Vorjahresmodelle zum reduzierten Sparpreis. In diesem Zeitraum, meist von Ende August bis zum Anfang der Saison im April/ Mai, kann man zum Teil extrem günstige Schnäppchen machen.

Aktuelle Lieferengpässe bei E-Bikes

Die Nachfrage für E-Bikes ist hoch bzw. ist aktuell ein regelrechter Boom zu beobachten. Aufgrund der Covid-19-Pandemie gibt es mittlerweile logistische Engpässe vor allem bei den Teile-Zulieferern aus Asien. Ein Blick auf die Verkaufsplattformen der Online-Fahrradhändler•innen zeigt, dass bei vielen E-Bike-Modellen „ausverkauft“ steht. Wer also das richtige E-Bike für sich gefunden hat, sollte nicht lange zögern: Denn weder bei den Lieferzeiten noch bei den Preisen ist in näherer Zukunft eine Verbesserung in Sicht.

(Bilder: Pixabay.com)

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