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Einsatz in subtropischem Klima – auch Hörgeräte brauchen Pflege

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Für viele, die – warum auch immer – nicht mehr so gut hören, ist ein Hörgerät ein perfektes Hilfsmittel. Wer eines verwendet, hat es sozusagen ständig im Einsatz, und das mehr oder weniger in einem subtropischen Klima. Da Hörgeräte je nach Modell hinter bzw. im Ohr getragen werden, sind sie ständig mit der Haut in Kontakt. Dh, sie sind rund um die Uhr einer Temperatur von ca. 37 Grad und fast 100% Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Und dann kommt mit Staub, Schweiß, Kosmetika, etc. noch ordentlich was dazu. Oder in anderen Worten: Auch Hörgeräte wollen – richtig – gepflegt werden.

So reinigt man Hörgeräte
(c) Pixabay.com

Egal, wie sie ausschauen oder wie groß/ klein sie sind, gereinigt müssen sie alle werden.

Regel Nr. 1: die elektronischen Bauteile der Hörgeräte sollten keinesfalls nass werden. Daher muss beim Reinigen von Hörgeräten unbedingt darauf geachtet werden, das keine Feuchtigkeit über die Geräteöffnungen wie Hörer und Mikrofon eindringen. Am besten reinigen sie „Im-Ohr-Hörgeräte“ und/ oder „Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte“ mit einem staubfreien, weichen Tuch. Empfehlenswert sind speziell dafür vorgesehene Reinigungstücher, die sie mit einem Desinfektionsmittel befeuchten und damit das Hörgerät vorsichtig abreiben. Niemals Spülmittel, Alkohol oder andere Reiniger mit aggressiven Inhaltsstoffen verwenden!

Im-Ohr-Geräte sind äußerst empfindlich und sollten daher sehr behutsam gereinigt werden. Bei Modellen, die hinter dem Ohr getragen werden, wird empfohlen das maßgefertigte Ohrpassstück ebenfalls regelmäßig mit den speziell dafür vorgesehenen Reinigungstüchern zu säubern und zuvor Cerumen (Ohrenschmalz) mit dem Reinigungswerkzeug zu entfernen.

Tägliche Routine

Am besten reinigen sie ihr Hörgerät jeden Tag. Nur so können sie sicher stellen, dass die Mikrofoneingänge nicht durch Schmutzpartikel verstopft werden. In diesem Fall gelangt nämlich weniger Schall in das Hörgerät, die Lautstärke verringert sich und sie bekommen trotz Hörgerät Probleme beim Zuhören und Verstehen. Integrieren sie die Reinigung des Hörgerätes idealer Weise in ihre tägliche Morgen-/ Abendroutine, dann wird es so selbstverständlich wie das Zähneputzen.

Wohin damit während der Nacht?

Der größte Feind der modernen Hörgeräte ist Feuchtigkeit. Die hochintelligente Computertechnik in den winzigen Gehäusen mag´s nämlich ausschließlich trocken. Denn durch den ständigen Hautkontakt beim Tragen der Hörgeräte kann es während des jahrelangen Dauereinsatzes zu Funktionsstörungen kommen. 

Daher sollten sie ihr Hörgerät auch nicht im Badezimmer oder in der Küche aufbewahren. Diese Räume sind wegen ihrer hohen Luftfeuchtigkeit nicht geeignet. Am besten aufgehoben sind Hörgeräte in speziellen Trockenboxen oder Trockenetuis, die den Hörgeräten angesammelte Feuchtigkeit entziehen. Einfach am Abend rein legen und ein Knöpfchen drücken – und am nächsten Morgen können sie ihr gut getrocknetes Hörgerät gleich wieder einsetzen.

Und sonst noch?

Damit sie so lange wie möglich Freude an ihrem Hörgerät haben, ist es ratsam, zusätzlich ein paar einfache Faustregeln zu beachten. ZB ist eine gute Ohrhygiene wichtig und auch, dass das Hörgerät immer mit trockenen, sauberen Fingern berührt wird. Um das Gerät nicht zu verkleben, sollten sie es idealerweise erst nach der Benützung von Haarspray und Kosmetika einsetzen.

Aber auch Stöße, übermäßige Hitze wie durch direkte Sonneneinstrahlung oder Lagerung auf einem Heizkörper können dem Hörgerät – wie jedem anderen elektronischen Gerät auch – schaden.

(Bilder: Pixabay.com)




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