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Gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem & schützt vor Erkältung

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Winterzeit ist Erkältungszeit. Damit aber nicht ein lästiger Schnupfen die Vorweihnachtszeit trübt und bei den vielen Erledigungen beeinträchtigt, sollte man das eigene Immunsystem stärken. Das Dienstleistungsportal  ProntoPro hat sein Team von Ernährungsberatern befragt, wie man mit gesunder Ernährung das eigene Abwehrsystem stärken und gut durch die kalte Jahreszeit kommen kann. Ernährungsberater Daniel Fichtinger liefert die Top fünf Tipps, wie man unter anderem mit der „richtigen“ Ernährung einer Erkältung vorbeugen kann.

Die Sache mit dem Stress und einer gesunden Ernährung

Die Feiertage stehen vor der Tür und der übliche Vorweihnachtsstress hält alle auf Trapp. Zwar freut man sich auf die freie Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, aber bis es soweit ist, muss noch viel erledigt werden. Doch gerade Stress ist nicht gut für das eigene Immunsystem.

Beim Hasten durch die Geschäfte oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln befindet man sich dann zusätzlich noch unvermittelt neben einer Person, die heftig niest oder hustet… und schon hat man sich Erkältungsviren eingefangen. Die richtige Ernährung kann dazu beitragen, dass wir unser Immunsystem stärken und damit besser durch die vorweihnachtliche Zeit kommen. Aber mit welchen Nahrungsmitteln kann man nun sein Immunsystem stärken?

Ein Mädchen dick eingemummt mit Haube und Schal im Freien. Doch gegen eine Erkältung schützt auch eine richtige Ernährung. (c) Pixabay.com
Hin und wieder erwischt jede/ jeden von uns eine Erkältung, ganz egal, wie warm wir uns auch anziehen. Aber mit der richtigen Ernährung können wir unser Immunsystem stärken und die eine oder ander Erkältung dann doch erfolgreich abwehren.

Tipp 1: Eine Handvoll Nüsse und Proteine

Die richtige Mischung aus hochwertigen Fetten und Proteinen helfen unserem Immunsystem. Der tägliche Proteinbedarf lässt sich gut durch Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte abdecken. Sehr bekannt geworden sind in der Vergangenheit die Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, die ebenfalls einen positiven Einfluss bei Entzündungen im Körper haben.

Auch wenn es kompliziert klingt, es gibt eine einfache Faustregel: „Mit einer Handvoll Nüssen am Tag ist man bestens mit den essentiellen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren im richtigen Verhältnis versorgt“, informiert Daniel Fichtinger. Zu den Ölen mit einem hohen Omega 3 Fettsäuren-Anteil zählen das Leinöl, Hanföl und Walnussöl. Bei Fisch sind vor allem Lachs, Forelle oder Hering reich an Omega 3 Fettsäuren.

Tipp 2: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse

Schon früher wurde in der kalten Zeit eine gute Rind- oder Hühnersuppe mit viele Wurzelgemüse gekocht. Das schmeckt nicht nur gut, Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie oder Lauch stärken auch den Körper und liefern wertvolle komplexe Kohlenhydrate.

Das lässt sich außerdem sehr gut ergänzen mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Diese liefern auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.

Tipp 3: Gewürze wie Zimt, Nelke oder Chilli

Gewürze verleihen nicht nur jedem Gericht eine besondere Note, sie wirken sich auch positiv auf unser Immunsystem aus. Gewürze wie Ingwer, Zimt, Nelke, Koriander, Kümmel, Sternanis, Wacholder und Chili haben eine wärmende Wirkung und tun uns in der kalten Jahreszeit ganz besonders gut.

Tipp 4: Vitamin C – Brokkoli, Grünkohl, Zitrusfrüchte und Beeren

Auch wenn es nicht jedermanns Geschmack trifft, Brokkoli, Grünkohl und Beeren sind sehr nährstoffreiche Lebensmittel und machen damit den Körper widerstandsfähig.

Grundsätzlich gilt die allbekannte Weisheit, dass Obst und Gemüse bei einer ausgewogenen Ernährung einen wichtigen Platz haben und einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des Immunsystems leisten. Sämtliche Arten von Zitrusfrüchten stellen zudem eine gute Vitamin C-Versorgung sicher.

Tipp 5: Von nichts zu viel und von allem etwas

Eine gute und gesunde Ernährung ist immer eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. „Man sollte sich das ganze Jahr über ausgewogen ernähren, denn wer mit bestimmten Nährstoffen unterversorgt ist, ist auch infektionsanfälliger“, so Fichtinger.

Daher ist es ideal, wenn man schon vor Beginn der kalten Jahreszeit mit dem Auffüllen der Speicher beginnt, um dann gewappnet zu sein. Eine nährstoffreiche Ernährung beugt hier vor. Dazu zählen Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Obst und Gemüse, fermentierte Milchprodukte, Gewürze, Kräuter und auch ab und zu eine Portion Fleisch oder Fisch. So kann man sicherstellen, dass der Körper mit ausreichend Vitamin C, allen B-Vitaminen, Magnesium, Zink, Selen und Eisen versorgt ist.

Die Hände einer alten Frau, die ein Glas mit Tee auf ihren Beinen hält. (c) Pixabay.com
Und nicht vergessen: Immer genug trinken – am besten entweder Wasser oder ungesüßte Tees. Die versorgen den Körper optimal.

Und was, wenn die Erkältung trotzdem zugeschlagen hat?

Aber unterm Strich kann man noch so gesund leben, die eine oder andere Erkältung trifft hin und wieder jede/ n von uns. Dann helfen die alten Hausmittelchen sehr gut: Hühnersuppe – und hier vor allem die Inhaltsstoffe der Knochen – wirkt immer noch wahre Wunder. Ebenso der entzündungshemmende Ingwer oder Honig bei Halsweh und Husten.

Generell empfehlen die Experten, auf sich zu achten, aber alles mit Maß und Ziel in Angriff zu nehmen. „Wenn der Stoffwechsel normal funktioniert, regelt der Körper vieles von selbst. Ernährung ist wichtig, aber dennoch nur ein Teilbereich. Gesundheit oder Krankheit wird auch von Faktoren wie Sport und Bewegung sowie der gesamten Stimmungslage beeinflusst„, fasst Daniel Fichtinger zusammen.

Es geht um das Hineinhören in sich selbst: „Prinzipiell gilt, dass alle Lebensmittel, die einem beim Verzehr ein gutes Gefühl geben, auch das Immunsystem stärken. Wer beispielsweise beim Genuss eines Apfels ein schlechtes Gefühl hat, sollte diesen aus seiner Ernährung rausnehmen.“

(Bilder: Pixabay.com)

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