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Erste Hilfe am Strand – was tun bei kleinen Wunden und Blessuren?

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Sommer, Sonne, Strand – Urlaubsherz, was willst du mehr? Der Sommerurlaub verspricht [bei vielen von uns] entspannte Stunden am Strand. Doch so schön der Strandurlaub auch ist, gerade und vor allem mit Enkel-/ Kindern geht er meist nicht ganz ohne kleine Wunden und Blessuren ab. Damit die schönste Zeit des Jahres dadurch nicht getrübt wird, sollte man immer ein paar Dinge für die Erste Hilfe dabei haben.

Kopfbedeckung und Sonnenschutz

Die Kombination aus Sonne, Strand und Meer tut sowohl dem Körper als auch der Seele gut. Doch Schürfwunden, Schnitte, Seeigel-Stiche oder kleine Verletzungen sind – auch am Strand – keine Seltenheit. Bei Enkel-/ Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Damit kleinere Blessuren aber nicht zu einer mittelgroßen Katastrophen werden, kann man zum Glück auch ein wenig vorbeugen.

Das beginnt schon beim richtigen Sonnenschutz. Vor allem Kinder und ältere Personen sollten auf jedem Fall immer eine Kopfbedeckung dabei haben. Denn auch wenn die Hitze auf Grund der kühlen Brise vom Meer vielleicht nicht so „dramatisch“ erscheint, sollte die Gefahr eines Sonnenstichs oder gar eines Hitzschlages auf keinen Fall unterschätzt werden.

Wenn sich ersten Anzeichen eine Überhitzung ankündigen, heißt es, sofort ab in den Schatten. Ist hohes Fieber im Spiel, sollte insbesondere bei Kindern und älteren Personen der Arzt verständigt werden. Feuchte, kühle Tücher auf Stirn, Nacken, Schläfen und Handgelenke kühlen angenehm. Wichtig ist auch, viel zu trinken, da der Körper durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verloren hat.

Natürlich gehört neben einer Kopfbedeckung auch das Eincremen mit Sonnencreme – am besten mit hohem Lichtschutzfaktor – zum richtigen Sonnenschutz dazu. Wenn sie bemerken, dass die Haut bereits gerötet ist oder gar brennt, sollten sie unbedingt sofort einen schattigen Platz aufsuchen, Stichwort Sonnenbrand.

Am Strand unerlässlich: Sonnenbrille, Sonnenhut und Sonnencreme. (c) Pixabay.com
Am Strand ist ausreichender Sonnenschutz unerlässlich. Dazu gehören eine Kopfbedeckung, Sonnencreme, eine Sonnenbrille und Maß und Ziel – soll heißen, man sollte nicht den ganzen Tag in der Sonne schmoren, sondern auch mal einen Schattenplatz aufsuchen.

Kleine Verletzungen am Strand schnell und sicher versorgen

Was auch in keiner Strandtasche fehlen sollte, sind Pflaster. Denn gerade am Strand kann man sich schnell mal die Knie oder Ellbogen an spitzen Steinen aufschürfen oder durch Muschelsplitter und Scherben Schnittwunden zufügen. Lassen sie im Fall des Falles die Wunde ruhig ein wenig bluten. Das reinigt und spült kleine Fremdkörper hinaus. Je nach dem, wie stark die Wunde verschmutzt ist, sollte diese zusätzlich mit sauberem Trinkwasser gereinigt werden.

Blutet eine Wunde jedoch stark, muss die Blutung rasch mit Hilfe eines Druckverbands gestoppt werden. Gleichzeitig sollte die Rettung gerufen werden – die internationale Notrufnummer lautet 112, ist kostenlos und gilt europaweit in allen Handynetzen.

Seeigel – schmerzhaft aber zumeist harmlos

Zum Schutz vor Seeigelstichen oder vor den bereits weiter oben erwähnten Muschelsplittern sind auch am Strand Bade- oder Wasserschuhe ratsam.

Seeigel kommen prinzipiell in allen Weltmeeren vor und leben besonders gerne in felsigen Nischen und kleinen Höhlen. Steigt man auf einen der Stachel, kann das zu sehr schmerzhaften, punktförmigen Verletzungen führen. Oft bleibt der Stachel oder Teile davon in der Haut stecken, und die Haut darum herum entzündet sich.

Den Stachel sollten sie nicht selbst versuchen herauszuziehen, das muss ein Arzt/ Ärztin machen. In der Regel sind Seeigel-Stiche zwar ziemlich schmerzhaft – aber zum Glück harmlos. Denn die meisten Seeigelstacheln sind nicht giftig.

Ein Seeigel in der Hand eines Mannes. (c) Pixabay.com
Eigentlich sind sie ja ganz süß zum Anschauen, diese kleinen Seeigel. Aber wenn man sich einen ihrer Stachel eintritt, kann das ganz schön schmerzhaft sein.

Vorsicht bei Quallen

Auch wenn man noch so achtsam ist, kann es zum Kontakt mit Quallen kommen. Die meisten Quallen sind völlig harmlos.

Aber Feuerquallen zum Beispiel können schon sehr wehtun, denn bei dem Kontakt mit den Tentakeln brennt die Haut sehr heftig und kann sich auch entzünden – vergleichbar mit der Reaktionen auf Ameisenbisse oder auf Brennnesseln, wenn auch mitunter deutlich schmerzhafter.

Die Haut sollte in so einem Fall nicht abgerieben oder abgespült, sondern mit Rasierschaum besprühen werden. Wenn dieser getrocknet ist, lassen sich die anhaftenden Tentakel vorsichtig mit einer Plastikkarte oder Ähnlichem abschaben. Achten sie dabei, die Nesselzellen der Tentakel nicht zu zerdrücken. Ebenfalls hilfreich als erste Maßnahme ist es, Weinessig auf die betroffene Hautstelle zu gießen. Süßwasser und Alkohol können noch vorhandene Nesselzellen zum Platzen bringen und sind zu meiden.

Danach lindert ein Juckreiz stillendes Gel den Schmerz und das Brennen. Bei starken Schmerzen und großen Verbrennungen sollten sie aber auf jeden Fall zum Arzt/ Ärztin gehen oder den Notarzt verständigen.

Werden tote Quallen an den Strand geschwemmt, kann ihr Nesselgift noch aktiv sein. Daher: auch von diesen Hände und Füße weg!

(Bilder: Pixabay.com)

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