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Um froh zu sein bedarf es wenig – und wer froh ist, ist ein König

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Froh und glücklich zu sein – wollen wir das nicht alle? Umfragen zufolge sind sogar die meisten mit ihrem Leben zufrieden, ältere Menschen ab 60 sogar häufiger als jüngere. Stellt sich die Frage, was „glücklich sein“ eigentlich bedeutet bzw. welche Faktoren zu einer gelungenen Lebensbilanz beitragen?

Das Alter ist alles andere als eine Zeit der Schwäche oder des Leids #AlterNEUdenken

Die Umfragen sagen das eine, das immer noch gängige Bild vom Alter in den Medien sagt das andere. Dem zufolge ist das Alter viel mehr eine Zeit der Schwäche oder des Leids als eine von Glück und Zufriedenheit. Doch die Wirklichkeit zeichnet ein anderes, vielfältiges Bild vom Alter. Nämlich ein Bild, das geprägt ist von Lebensqualität, Vitalität und eben Zufriedenheit.

Doch wie zufrieden ältere Menschen mit ihrem Leben sind, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie man „Alter“ definiert. Denn mittlerweile würde sich kein/ e 60-jährige/ r als „alt“ bezeichnen. Denn heutige Senioren sind körperlich und geistig jünger und fitter als jede Generation vor ihnen, Stichwort medizinischer Fortschritt und gestiegenes Gesundheitsbewusstsein.

Vielmehr fängt das Alter erst mit 70 oder 80 Jahren an. Und erst in diesen letzten Lebensjahren sinkt die Zufriedenheit mit sich und seinem Leben leicht ab. Aber sogar im hohen Alter sind nach wie vor sehr viele glücklich mit ihrem Leben.

Der Kopf einer lächelnden Frau, die Blumen zu ihrem Gesicht hält. (c) Pixabay.com
Glück und Zufriedenheit hängt sehr stark mit der persönlichen Einstellung dem Leben gegenüber zusammen.

Zufrieden mit sich und der Welt – ein Leben lang

Insofern stellt sich die Frage, ob sich die Zufriedenheit mit sich und der Welt mit steigendem Alter ändert? Nun, obwohl dieser Aspekt in nur wenigen Studien erforscht wurde und wird, ist festzustellen: die Lebenszufriedenheit bleibt im Laufe des Lebens ziemlich konstant. Sprich, wer schon mit 20 ein glücklicher Mensch war, wird das wahrscheinlich auch mit 70 noch sein. Da können selbst schwere Krisen oder Schicksalsschläge nur wenig daran ändern. Zwar fällt die Zufriedenheit zB nach dem Verlust des Partners deutlich ab, doch erreichen die meisten Betroffenen nach einiger Zeit wieder ihr vorheriges Niveau.

Für das persönliche Glücksgefühl sind aber auch noch andere Faktoren ausschlaggebend, wie zufrieden oder unzufrieden jemand seinen Lebensabend erlebt. Dabei kommt es neben körperlicher und geistiger Gesundheit sehr stark darauf an, die eigenen Lebensumstände anzunehmen und sein Leben selbstbestimmt zu führen.

#Selbstbestimmtheit und #Gelassenheit als Glücksfaktoren

Selbstbestimmtheit, sprich die Fähigkeit, eigenständig sein Leben führen und für einen selbst relevante Entscheidungen treffen zu können, ist ein weiterer wichtiger Faktor zum persönlichen Glück. Oft ist sie zudem sogar das letzte, was bleibt. Doch gerade die Selbstbestimmtheit ist mit steigendem Alter zunehmend bedroht, Stichwort Krankheiten oder Pflegebedürftigkeit. Schon die Furcht vor dem Verlust allein kann zu Unzufriedenheit führen.

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist eine gewisse Gelassenheit dem Leben und seinen Herausforderungen gegenüber. Hier haben Ältere einen ganz klaren Vorteil. Denn während Jüngere oft von einer gewissen produktiven Unzufriedenheit angetrieben werden, haben Ältere schon gelernt, was geht und was nicht. Diese Erfahrung führt dazu, Ansprüche und Möglichkeiten besser in Übereinstimmung zu bringen mit dem Ergebnis, mehr Zufriedenheit und innere Ruhe zu erlangen.

Ausschnitt Kopf der Mona Lisa. (c) Pixabay.com
Das wohl berühmteste – zufriedene – Lächeln der Welt: Mona Lisa.

Rückblickend sollte das Positive überwiegen

Mindestens genauso wichtig wie ein optimistischer Blick in die Zukunft ist aber auch ein positiver Rückblick auf das bisherige Leben. Sicher hat jede/ r von uns immer wieder mal Gedanken wie „hätte ich dies oder das doch anders gemacht…“ – nur unterm Strich sollte das Positive überwiegen. Denn abgesehen davon: verpassten Gelegenheiten nachtrauern ändert ohnehin nichts daran, also am besten erst gar nicht damit beginnen.

Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, unangenehme Erlebnisse oder vermeintlich falsche Entscheidungen zu verdrängen. Wen Erfahrungen aus der Vergangenheit belasten, sollte diese am besten aktiv angehen. In schweren Fällen ist es auch ratsam, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wie gelassen jemand sein Leben und die eigenen Umstände akzeptiert, ist vor allem eine Frage der eigenen Persönlichkeit. Die eine kann es besser, der andere vielleicht weniger gut. Jenen unter uns, die diese Eigenschaften nicht besitzen, sei aber gesagt: man kann gutes Altern zum Teil lernen. Denn ein gutes Leben im Alter passiert nicht einfach von allein. Das ist eine Leistung, die jedem von uns etwas abverlangt.

In diesem Sinn: gutes Altern beginnt – wie so oft – im Kopf 🙂

(Bilder: Pixabay.com)

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