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Glücklich und gesund alt werden hängt (auch) von der Einstellung ab

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Gesund und glücklich alt werden ist – zu einem guten Teil – reine Kopfsache. Wer nämlich dem Alter grundsätzlich positiv entgegensieht und sich auf das „Abenteuer Altern“ mit allem was dazu gehört einlässt, lebt in der Regel länger. Und er/ sie bleibt obendrein auch noch länger gesund als jene Menschen, die ihre Zukunft nur in Grautönen sehen. Das hat eine Befragung von 150.000 Menschen in 101 Ländern der Rechercheorganisation Orb Media ergeben.

Respekt der Gesellschaft gegenüber dem Alter auch wichtig
(c) Pixabay.com

Unser Geist hat mehr Einfluss auf unsere Gesundheit als wir bisher dachten.

Aber nicht nur die persönliche Einstellung zum Alter ist entscheidend. Die Studie hat auch gezeigt, wie wichtig die allgemeine Vor- und Einstellung einer Gesellschaft gegenüber alten Menschen ist: So zeigte sich, dass in Ländern, in denen Ältere allgemein wenig respektiert werden, diese oft geistig und körperlich gebrechlicher sind.

Dieses Faktum ist u.a. auch vor dem Aspekt der sich rapide ändernden Altersstruktur in fast allen Ländern nicht uninteressant. Denn im Jahr 2050 wird jeder 5. Mensch auf dieser Welt über 65 Jahre sein, sollten sich die Bevölkerungszahlen weiter so entwickeln wie bisher. In Summe werden dann annähernd 500 Millionen Menschen über 80 Jahre sein.

Auf der Suche nach der „ewigen Jugend“

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen erklärt sich, dass weltweit zahlreiche Forscher versuchen herauszufinden, wie sich Alterungsprozesse im Körper aufhalten bzw. verlangsamen lassen. Unumstritten sind mittlerweile drei Faktoren, die in jedem Fall jeden von uns langsamer und gesünder altern lassen: nicht rauchen, mäßiger Alkoholkonsum und dafür viel Bewegung. Wer zB sein Leben lang Ausdauersport auf Wettkampfniveau betreibt, kann so sein biologisches Alter um bis zu 20 Jahre senken. Und die nötige Energie für den Sport holen sie sich am besten mit viel Obst und Gemüse.

Der 4. Faktor: positive Einstellung
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Das Leben mit offenen Armen empfangen und jeden Tag genießen – so läßt sich´s Altern.

Die Studie von Orb Media hat gezeigt – und so auch diverse andere Studien bestätigt –, dass den drei „Klassikern“ (nicht rauchen, wenig Alkohol, viel Bewegung) ein vierter hinzuzufügen ist: eine positive Einstellung und Respekt gegenüber dem Alter: Menschen mit einem positiven Bild vom Alter leben länger und altern besser und gesünder. Sie sind weniger depressiv oder ängstlich, erholen sich leichter von körperlichen Einschränkungen und erkranken weniger wahrscheinlich an Demenz.

Eine Studie, in der jahrzehntelang das Leben von Amerikanern begleitet wurde, zeigt dies deutlich: Menschen mit einem positiven Bild vom Alter lebten durchschnittlich siebeneinhalb Jahre länger als andere, die negativ auf das Alter blickten. Eine Erklärung dafür: Wer dem Alter negativ gegenübersteht, hat einen höheren Stresspegel. Und Stress ist Auslöser eine ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen.

Endlich Zeit für alles, was Spaß macht
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Wie sang schon Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…“ – und recht hatte er!

Die Einstellung, dass es nach der Pensionierung „vorbei“ sei, hat sich – leider – sehr stark in vielen Köpfen manifestiert. Dabei verwechseln viele das Älterwerden mit dem Sterben. Dabei ist aber gerade die Zeit nach dem Berufsleben eine mit unendlich vielen Möglichkeiten. Pensionisten sind heutzutage viel freier in der Frei-Zeitgestalltung, können reisen und die Welt entdecken, als Großeltern aufblühen oder einmal etwas ganz Neues ausprobieren.

Daher ist es doppelt und dreifach wichtig, das Älterwerden mit positiven und anderen Bildern als Gebrechlichkeit oder Bettlägrigkeit zu verbinden. Und zu guter letzt hat sich in Forschungen gezeigt, dass eine positive Einstellung zum Alter auch zu mehr materiellen Wohlstand führt. Menschen mit einer positiven Einstellung über das Alter sorgen offenbar auch finanziell dafür vor.

(Bilder: Pixabay.com)

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