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Grippesaison startet: Mythen und Fakten rund um die Grippeimpfung

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Mit der kälteren Jahreszeit beginnt jedes Jahr auch die neue Grippesaison. Die ersten typischen Symptome: hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen und Appetitlosigkeit. Die Grippeschutzimpfung sei die effektivste Prävention, erklären die einen. Andere halten wiederum wenig(er) davon. Beim Thema Grippeschutzimpfung kursieren unzählige Halbwahrheiten und Fehlinformationen, die die Impfbereitschaft reduzieren. Dabei fordert die Grippe in Österreich jedes Jahr rund 1.000 Todesfälle und kostet somit mehr Menschen das Leben als der Straßenverkehr.

Die wichtigsten Mythen zur Grippeimpfung im Faktencheck

Grippeimpfungen sind überflüssig, da die Grippe mit Antibiotika behandelt werden kann.
Influenza, oder auch „echte“ Grippe genannt, ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Antibiotika helfen allerdings nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Influenza und anderen viralen Infektionen.


Influenza ist nur für ältere Menschen gefährlich.
Zu den Risikogruppen, die sich jedenfalls gegen Influenza impfen lassen sollen, zählen Menschen ab 60 Jahren, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Schwangere, Menschen mit besonderer beruflicher Gefährdung wie Pflegepersonal oder Betreuer von Menschen mit erhöhtem Risiko.

Für gesunde Menschen mit starkem Immunsystem ist die Wahrscheinlichkeit, an Grippe zu erkranken, eher gering. Trotzdem stellt die echte Grippe eine sehr starke Belastung für den Organismus dar. Deshalb ist die Impfung generell jedem zu empfehlen. Gerade wenn alte und chronisch kranke Personen in einem Haushalt leben, sollen alle Familienmitglieder geimpft sein, damit die Erkrankung nicht übertragen werden kann. Besonders Kinder sind oftmals für die Verbreitung der Infektion verantwortlich. Daher ist die Influenzaimpfung von Kindern auch wirksam, um die Ausbreitung der Erkrankung zu verlangsamen oder sogar zu blockieren.

Tipp: Für Kinder gibt es den Impfstoff in Form eines Nasensprays, so ist das Verabreichen besonders einfach.


Man kann trotz Grippeimpfung erkranken.
Der verabreichte Influenza-Impfstoff wirkt nur gegen die vorherrschenden Virustypen. Denn die Influenzaviren verändern immer wieder ihre Form. Jedes Jahr identifizieren Experten der Weltgesundheitsorganisation die momentan verbreitete Art der Grippeviren, gegen die dann gezielt Impfstoffe hergestellt werden. Dies kann bis zu neun Monate dauern. Daher ist es möglich, dass sich gerade kursierende Grippeviren von jenen unterscheiden, gegen die der aktuelle Impfstoff  wirkt. Die Impfung schützt demnach nicht jedes Jahr gleich gut vor einer Infektion. Nach der Impfung dauert es zudem etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper ausreichend Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Der Grippeimpfstoff schützt auch nicht vor grippalen Infekten und Erkältungen.


Impfungen verursachen Krankheiten, gegen die sie schützen sollen.
Die in Österreich verwendeten Grippeimpfstoffe sind inaktiviert und lösen daher keine Influenza aus. Die Influenzaimpfung ist meistens gut verträglich. Nach einer Impfung können jedoch generell Fieber, Übelkeit, Müdigkeit sowie Schwellungen oder Rötungen an der Injektionsstelle auftreten.


Argumente für das Impfen sind Propaganda der Pharmaindustrie.
Der österreichische Impfplan wird jährlich vom Bundesministerium für Gesundheit in enger Zusammenarbeit mit den Experten des Nationalen Impfgremiums überarbeitet. Er basiert auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen.

(Bilder: Pixabay.com)

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