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So haben sie den ‘Grünen Pass’ immer schnell griffbereit zur Hand

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Die “Bedienung” des Grünen Passes ist gar nicht so einfach wie man vermuten könnte – zumindest wenn man ihn digital auf dem Handy dabei haben möchte. Bei häufiger Verwendung kann es schon einmal lästig werden, das digitale Dokument stets neu zu laden – vorausgesetzt man kommt überhaupt so weit und bringt den Nachweis auf sein Smartphone. Österreichs größtes Mobilfunk-Vergleichsportal tarife.at hat sich daher einmal genau angesehen, wie der Impf-, Test- und/ oder Genesungsnachweis am Handy immer schnell griffbereit ist.


Das Herzstück des grünen Passes: ein digital signierter QR-Code

“Nachdem die Handy-Signatur aktiviert wurde, kann man damit auf dem ELGA-Portal seinen Grünen Pass einsehen. Sobald diese erste Hürde überwunden ist, stellt sich allerdings die Frage, wie man das Pdf-Dokument [Anmerkung: rein technisch gesehen ist der ‘grüne Pass’ “nur” ein Pdf mit einem fälschungssicheren digital signierten QR-Code links oben auf dem Dokument, der bestätigt, ob man getestet, geimpft oder genesen ist] so auf seinem Handy ablegt, dass man es bei Bedarf immer schnell zur Hand hat“, so DI Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von tarife.at. Im Folgenden finden sie daher hier ein paar praktische Tipps, dank derer sie den Impf-, Test- und/ oder Genesungs-Nachweis im Alltag schnellstmöglich vorweisen können.

Bei dieser Gelegenheit sei auch erwähnt, dass es durchaus seine Berechtigung hat, dass es sich beim “Grünen Pass” lediglich um ein A4-Blatt handelt. Denn neben dem eben erwähnten QR-Code – in dem übrigens auch ihr Name und ihr Geburtsdatum angezeigt wird – ermöglicht es, dass ein solches Zertifikat auch technisch weniger versierten Personen in die Hand gegeben werden kann, ohne dass sie sich dafür mit App-Installationen und/ oder Sicherheitsfragen am Smartphone herumschlagen müssen. Und das Ganze ohne der Gefahr, dass ihr Zertifikat von anderen missbräuchlich verwendet wird, muss man es im Fall des Falles ja zusammen mit einem Ausweis vorweisen.

Ein Smartphone mit einem QR-Code als Corona-Impfnachweis auf dem Screen, Stichwort Grüner Pass.
(c) Pixabay.com
Den Grünen Pass auf sein Handy zu bekommen klingt auf´s Erste einfacher als es ist (Symbolbild).

Grüner Pass: die offiziellen Apps sind da

Das Gesundheitsministerium hat vor wenigen Tagen die offizielle App für den grünen Pass veröffentlicht. Nach dem Download der App muss das Zertifikat einmal eingescannt werden [entweder von einem Bildschirm oder von einem Ausdruck]und steht dann in einem für mobile Geräte geeigneten Format zur Verfügung. Diese Ansicht kann dann bei etwaigen Überprüfungen statt dem bisher angebotenen Pdf vorgezeigt werden.

Für iPhone Benutzer•innen geht es HIER direkt zum Download im App-Store.

Für Android Benutzer•innen geht es HIER direkt zum Download im Google Play Store.

Huawei Benutzer•innen können die App HIER direkt in der Huawei AppGallerie downloaden.

Wer sich keine zusätzliche App auf seinem Smartphone installieren möchte, hat folgende Möglichkeiten, die Zertifikate auf sein Handy zu bekommen:

Im Fotoalbum auf dem Handy speichern

Eine einfache Methode, den grünen Pass schnell griffbereit auf seinem Handy zu haben, ist, ein Bildschirmfoto von dem Dokument zu erstellen – einen sog. Screenshot.

  • Am Android-Handy halten sie dafür den Leiser- und den Einschalt-Knopf gleichzeitig gedrückt.

  • Auf iOS-Handys, sprich iPhones, halten sie die Lauter- und die linke Seiten-Taste oder den Home-Button und die Seiten-Taste gleichzeitig gedrückt.

Damit wäre der grüne Pass im Fotoalbum bzw. in der Fotogalerie auf ihrem Handy hinterlegt. Wenn sie dieses Foto nun auch noch als Favorit kennzeichnen – je nach Betriebssystem ist das eine Markierung mit einem Herz oder mit einem Stern – ist es auch jederzeit schnell auffindbar. Eine weitere praktische Möglichkeit ist, wenn sie dafür einen eigenen Foto-Ordner anlegen, den sie zum Beispiel mit “Grüner Pass” benennen und das Foto dort ablegen. So ersparen sie sich im Fall des Falles das langwierige Suchen 🙂

In Wallet-Apps speichern

Sogenannte Wallet-Apps dienen hauptsächlich der Verwaltung von Tickets, Kredit- und/ oder Kundenkarten. Insbesondere unter Apple-Nutzer•innen erfreut sich die integrierte Wallet – zu Deutsch “Geldbörse” – dank ihrer einfachen Bedienung großer Beliebtheit. Aber auch für Android-Handys stehen Wallet-Apps im Google Play Store bereit, wie beispielsweise PassWallet, Pass2U, WalletPasses oder Stocard.

Da der Grüne Pass jedoch lediglich als Pdf zum Download angeboten wird, muss er zuerst in ein Wallet-fähiges Format umgewandelt werden. Dafür steht zum Beispiel unter coronapass.fabianpimminger.com ein kostenloses Programm zur Verfügung. Nach Angaben des Entwicklers wird das hochgeladene Pdf-Zertifikat unmittelbar nach der erfolgten Umwandlung sofort wieder gelöscht.

In die Cloud laden

Alternativ zum Fotoalbum direkt auf ihrem Handy können sie den Screenshot bzw. das Pdf auch in ihre persönliche Cloud hochladen, sofern sie eine verwenden. Dann wäre das Dokument auch dann noch griffbereit, wenn sie das Handy verlieren oder aus sonst einem Grund gerade nicht zur Hand haben. Manche Clouds bieten auch eine Offline-Funktion an – anderenfalls würden beim erneuten Herunterladen Datenvolumen verbraucht, wodurch vor allem im Ausland Kosten anfallen könnten.

Auf dem Handybildschirm hinterlegen

Eine weitere einfache Möglichkeit, via Handy schnell auf das Dokument zugreifen zu können, ist, dieses direkt auf dem Handybildschirm zu hinterlegen:

  • Apple iOS
    Für den direkten Zugriff auf das Pdf-Zertifikat können Apple-User•innen einen Kurzbefehl erstellen. Dazu steht die integrierte App “Kurzbefehle” zur Verfügung, über die man das Dokument unter “Dateien” auswählt und den Kurzbefehl auf den Bildschirm hinzugefügt.

  • Samsung
    Samsung-Handys bieten die Möglichkeit, Dokumente direkt als eigenes Symbol am Handybildschirm zu hinterlegen. Dazu lädt man das Dokument herunter, wählt es in den eigenen Dateien aus und wählt anschließend unter “mehr” [den drei Punkten]“zum Startbildschirm hinzuzufügen”. Diese Methode ist besonders praktisch und funktioniert auch ohne Internet bzw. WLAN, was vor allem im Ausland von Vorteil ist, Stichwort Downloadkosten.

  • Shortcut
    Mittels Shortcut Apps, wie beispielsweise Shortcut Maker oder Shortcut Manager, können auch Handy-Nutzer•innen anderer Hersteller Dokumente einfach auf den Bildschirm pinnen und direkt und sicher darauf zugreifen.

Dokument in sicheren Ordner verschieben

Eine weitere Möglichkeit wäre, das Dokument herunterzuladen und es in den “eigenen Dateien” verschlüsselt – unter “mehr” [den drei Punkten]– in einen sicheren Ordner zu verschieben.

Als eMail ablegen

Eine zusätzliche Möglichkeit ist, sich das Dokument selbst per eMail zu schicken. Dafür empfiehlt sich ein gut gewählter Betreff wie – naheliegender Weise – “Grüner Pass” oder “Impfpass”. Alternativ könnten die das eMail auch abspeichern oder unter den Favoriten hinterlegen. Auch wenn diese Methode eine kurze Suche voraussetzt, ist sie jedenfalls zeitsparender als ein sonst notwendiger wiederholter Einstiege in ELGA.

Die Hand eines Mannes mit einem Smartphone, Stichwort auf der Suche nach dem Grünen Pass.
(c) Pixabay.com
Den Grünen Pass am Handy zu speichern ist das Eine, ihn danach aber auch wieder zu finden, das Andere.

Ausdrucken

Praktisch bleibt natürlich auch die gute alte Methode des Ausdruckens. Die Papierversion stellt vor allem auf Reisen eine sinnvolle Ergänzung zur elektronischen Verfügbarkeit des Dokuments dar.

Vorsicht vor “Grüner Pass-Apps”

Über soziale Netzwerke werden aktuell vermehrt spezielle “Grüner Pass-Apps” beworben. Tatsächlich greifen diese oftmals persönliche Daten ab und erzeugen ungültige QR-Codes. Die österreichische Bundesregierung warnt daher explizit vor diesen Programmen. Denn nicht nur, dass diese Apps nur den Zweck des Datendiebstahls haben, macht man sich mit deren Verwendung auch strafbar und muss mit saftigen Geldstrafen bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Über tarife.at

Das 100-prozentige Tochterunternehmen von Geizhals hat sich auf den österreichischen Mobilfunk- und Telekommunikationsmarkt spezialisiert. Über 20 Millionen Vergleiche und monatlich rund 350.000 Besucher•innen machen tarife.at zu Österreichs größtem Vergleichsportal in diesem Bereich. Das durch Vermittlungsprovisionen und Werbeeinnahmen finanzierte Unternehmen wächst seit der Gründung 2012 kontinuierlich. Im Juni 2019 wurde Gründer und Geschäftsführer DI Maximilian Schirmer dafür vom Wirtschaftsmagazin Forbes unter die “30 under 30” im DACH-Raum gekürt.

(Bilder: tarife.at, Pixabay.com (2x))

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