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Was hat der Säbelzahntiger mit gutem Schlaf im Urlaub zu tun?

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Viele von uns haben es – wahrscheinlich – schon selbst erlebt: große Vorfreude auf den Urlaub, vorher noch unzählige Dinge erledigen – schließlich kann man ja im Urlaub so richtig entspannen und ausschlafen. Doch dann kommt alles anders, als man sich das so schön ausgemalt hat: statt erholsame Nächte folgt eine schlaflose Nacht nach der anderen. Damit das nicht [mehr]passiert, haben wir hier für sie ein paar Tipps, damit sie auch und vor allem im Urlaub gut schlafen.

Es könnte alles so schön sein im Urlaub

Urlaub ist die „schönste Zeit des Jahres“, die man gut plant und auf die man sich oft schon Wochen und Monate zuvor freut. Denn egal, wohin die Reise geht: Urlaub ist ein Raus aus dem Stress und der Monotonie des Alltags und ein Rein in Erholung und Entspannung.

Aber leider machen uns so Faktoren wie eine neue und ungewohnte Umgebung, Zeitumstellung und/ oder ein anderes Klima viel zu oft einen Strich durch die Rechnung. Die Folge ist dann vielfach genau das Gegenteil von dem, worauf man sich [auch] so gefreut hat: statt Erholung pur und ausschlafen ohne dass ein Wecker läutet erwartet viele Reisende nämlich die eine oder andere schlaflose Nacht.

Ein Doppelbett in einem Hotelzimmer, bereit für ihren nächsten Urlaub. (c) Pixabay.com
Vor allem in den ersten Tagen bzw. Nächten wälzen sich viele Urlauberinnen und Urlauber unruhig in den fremden Betten hin und her, können nicht ein- und auch nicht durchschlafen.

Woran kann das liegen?

Auf der einen Seite kann es an „äußeren Faktoren“ liegen: das Zimmer ist laut, weil es an der Straßenseite liegt; die Zimmernachbarn machen die Nacht zum Tag; die Klimaanlage ist alt oder kaputt; es muffelt und die Hygiene lässt zu wünschen übrig; die Matratze ist zu hart oder zu weich; das Zimmer ist zu klein und einfach ungemütlich; u.v.m.

Doch auf der anderen Seite sind da auch noch unsere Gene, die uns wach halten. Denn egal, wie anstrengend die Anreise war und wie todmüde man ins Bett fällt: Dass wir an fremden Orten weniger tief schlafen und hellhöriger sind, haben wir unserer Evolution zu verdanken. Was vor tausenden von Jahren, als wir noch in ungeschützten Behausungen geschlafen haben, durchaus sinnvoll war, steckt nämlich immer noch in uns.

Denn hätte es die Natur nicht so eingerichtet, dass wir bei ungewohnten Geräuschen, Bewegungen oder Schritten aufgewacht wären, würde es uns heute vielleicht gar nicht geben. Denn dann wären wir bei solchen Gefahren wie einem herannahenden Säbelzahntiger oder feindlichen Stämmen nicht munter geworden…

Dieses Phänomen wird auch in diversen Studien beschrieben. Diese zeigen, dass die linke Hirnhälfte in der ersten Nacht an einem fremden Ort quasi „Wache“ hält. Sie ist nämlich v.a. während der Tiefschlafphase etwas aktiver als die rechte. 

Der Hinterkopf einer schlafenden Frau. (c) Pixabay.com
Zum Glück brauchen wie keine Angst mehr haben vor Säbelzahltiger & Co. Allerdings ist uns „aus dieser Zeit“ geblieben, dass wir in fremder Umgebung nicht so gut schlafen wie in gewohnter.

So kommen sie besser zur Ruhe

Die Frage der Fragen ist nun natürlich, wie wir trotz dieser möglichen äußeren und genetischen Umstände in fremden Betten die nötige Ruhe und den oft zitierten gesunden Schlaf finden.

Da wären einmal diverse pflanzliche Präparate mit Baldrian, Hopfen und Passionsblume zu nennen. Hier kann ihnen ihr Arzt oder Apotheker gerne weiter helfen. Sollten sie unter heftigen Schlafstörungen leiden, sollte sein ein Schlafmittel – nur nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt – ein­packen. Allerdings sollte es auf jeden Fall „nur“ ein kurz wirksames Präparat sein, damit es nicht zu einem Hangover kommt.

Wichtig ist natürlich auch, ein möglichst optimales Raum- und somit Schlafklima zu schaffen. Hier kommt vor allem bei Reisen in den Süden die Klimaanlage ins Spiel. Allerdings sollten sie diese nicht voll aufdrehen und die ganze Nacht durchlaufen lassen. Denn sonst ist eine Erkältung vorprogrammiert – was einen wiederum spätestens in der folgenden Nacht schlechter schlafen lässt. Daher sollten sie den Schlafraum mit der Klimaanlage nicht mehr als fünf bis sieben Grad unter der Umgebungstemperatur herunter kühlen.

Wenig hilfreich für einen guten und erholsamen Schlaf sind natürlich auch Reisen in Länder mit anderen Zeitzonen. Das kann die Schlafqualität in den ersten Nächten des Urlaubs ziemlich verschlechtern. In der Regel braucht unsere innere Uhr ein bis zwei Tage, um sich an eine Stunde Zeitverschiebung zu gewöhnen. Bei größeren Zeitverschiebungen braucht unser Körper entsprechend ein paar Tage länger, um sich komplett umzustellen. Am schnellsten gelingt die Umstellung, wenn man sich rigoros an der lokalen Zeit orientiert.

Wie man sich bettet, so liegt man – und manche schlafen besser auf einer weichen Matratze besser, manche auf einer harten. Entsprechend kann die Matratze im Hotelzimmer nicht immer die ideale sein. Ist die Matratze zu hart, kann es helfen, zusätzliche Decken auf die Matratze zu legen. Eine zu weiche Matratze erhält zusätzliche Stabilität, wenn sie zB die Tagesdecke unter die Matratze legen. Beides ist natürlich nicht optimal, aber manchmal sind es genau diese Kleinigkeiten, die zu einem besseren Schlaf verhelfen.

Wenn sie wissen, dass sie zB nur mit einem Nackenkissen gut und bequem schlafen können, dann sollte es unbedingt auf die Reisepackliste. Gleiches gilt für sonstige persönliche „Schlafrituale“, die sie auf keinen Fall zu Hause lassen sollten – sei es die Tasse Tee oder ein Glas warme Milch mit Honig vor dem zu Bett Gehen, Ohrenstöpsel, beruhigende Meditationsmusik über Kopfhörer, oder das Niederschreiben der Ereignisse des Tages in einem Tagebuch – wenn es ihnen hilft bzw. zu ihrem Ritual gehört, ist natürlich auch nichts gegen ein Gläschen Wein einzuwenden 😉

(Bilder: Pixabay.com)

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