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Wenn es juckt, brennt oder schmerzt – Hilfe bei Insektenstichen

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Bienen, Bremsen, Gelsen, Hummeln, Hornissen, Wespen, Zecken & Co. – subjektiv gesehen und plakativ formuliert erscheinen manchen dieser Tierchen nützlich, andere wenig bis gar nicht. Aber ungeachtet dieser – unwissenschaftlichen – Beurteilung ihres Daseins haben sie eine für uns Menschen unangenehme Gemeinsamkeit: sie können uns stechen, was in extremen Fällen allergische Schockreaktionen auslösen kann. Lesen sie hier, wie sie sich im Fall eines Stiches am besten verhalten.

Nicht schon wieder
(c) Pixabay.com

Schaut ja durchaus bedrohlich aus, so eine Wespe. Aus der Nähe.

Wir alle kennen das: die Sonne scheint, ein lauschiges Schattenplätzchen lockt, und wir möchten beides mit zB Kaffee und einem Stück Kuchen genießen. Aber noch ehe wir es uns gemütlich gemacht haben, sitzt schon eine Wespe auf unserem Marillenkuchen, um diesen zu inspizieren. Erste Reaktion: wir versuchen die Wespe zu verscheuchen. Mit dem Ergebnis, das wir zum einen ohnehin dabei scheitern, weil sich die Plagegeister nicht vertreiben lassen. Und zum anderen fühlen sich die Wespen dadurch bedroht und machen erst recht genau das, was wir eigentlich nicht wollten: stechen. Wer schon einmal von einer Wespe gestochen wurde, weiß, wie schmerzhaft diese Bekanntschaft ist.

Achtung bei Insektenstichallergie

Nun ist es ja so, dass – je nachdem, von welchem Tier wir gestochen wurden – ein Insektenstich schmerzt, juckt oder brennt. Und zwar gehörig. Das ist zwar unangenehm, aber zumeist nicht weiter schlimm. Außer, sie reagieren allergisch auf Insektenstiche. Denn dann kann ein Stich mitunter lebensgefährlich werden. Hier gilt zu wissen, dass Wespenstichen grundsätzlich das größte allergene Potenzial haben. Aber auch ein Bienen-, Hornissen- oder Hummelstich kann eine allergische Reaktion hervorrufen, was zum Glück jedoch seltener vorkommt.

Bemerken sie, dass nach einem Stich die betroffene Stelle sehr stark anschwillt, sollten sie unbedingt rasch einen Arzt aufsuchen. Bildet sich darüber hinaus zusätzlich ein Ausschlag oder leiden sie an Juckreiz, Atemnot, Schwindel, Herzklopfen oder Schwellungen in Gesicht und Mund, müssen sie sofort einen Notarzt rufen. In diesem Fall kann ein anaphylaktischer Schock vorliegen, der lebensbedrohlich sein kann.

Gegen das Gift immunisieren
(c) Pixabay.com

Gefährlich können Insektenstiche v.a. im Augen und Mundbereich werden.

Wenn sie sich nicht sicher sind, ob sie allergisch auf v.a. Wespenstiche reagieren, können sie das von ihrem Arzt abklären lassen. Im Fall des Falles kann er/ sie auch gleich mit einer entsprechenden Therapie beginnen. Die gute Nachricht dabei: Eine Hyposensibilisierung gegen Wespengift verläuft zu fast 100 Prozent erfolgreich.

Außerdem kann ihnen der Arzt bei einer Insektengiftallergie ein Notfallset verschreiben. Diese Sets enthalten abschwellend wirkende Medikamente gegen allergische Reaktionen wie Antihistaminika und Kortison, sowie eine Adrenalin-Spritze, die den Kreislauf stabilisieren kann, falls ein Schock droht.

Gefahr besteht nach einem Insektenstich auch, wenn das Insekt an oder in den Mund gestochen bzw. sie am Auge erwischt hat. Die Schwellungen in diesem Bereich können so stark werden, dass Erstickungsgefahr droht!

Und was hilft nach Stichen?
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Mit dem Finger ein wenig Speichel auf den Insektenstich lindert ebenfalls den Juckreiz.

Ein bewährtes Hausmittel gegen Insektenstiche ist das Kühlen, da es die Entzündungsreaktion lindert. Sie können dafür zB Kaltkompressen aus der Apotheke benutzen. Genauso gut helfen aber auch Eiswürfel oder eingefrorene Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe. Dabei ist es wichtig, dass die eiskalten Gegenstände keinen direkten Kontakt mit der Haut haben, weil es sonst zu Erfrierungen kommen kann. Wickeln sie sie also zunächst in ein Geschirrtuch, bevor sie sie etwa zehn Minuten lang auf die Einstichstelle legen.

Auch eine aufgeschnittene Zwiebel kühlt und befeuchtet. Allerdings können deren Inhaltsstoffe die betroffene Hautstelle reizen. Ein weiteres beliebtes Hausmittel gegen Insektenstiche sind kalte Umschläge mit Essigwasser (ein Teil Essig auf zwei Teile Wasser). Sie wirken entzündungshemmend und lindern den Juckreiz.

Cremes und Gele mit sogenannten Antihistaminika können den Juckreiz lindern. Niedrig dosierte Kortisonpräparate wirken intensiver und dämmen zusätzlich die Entzündung ein. Lassen sie sich dazu bei Arzt oder Apotheker beraten.

(Bilder: Pixabay.com)

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