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Individualisiertes Hören – Hör-Implantate mit dem Handy einstellen

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Das Motto des kommenden HNO-Kongresses, „Innovationen in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde“, liegt dem familiengeführten Unternehmen MED-EL aus Innsbruck sehr nahe: „Ohne Innovationsdrang gäbe es unser Unternehmen nicht“, sagt DI Ewald Thurner, Area Manager von MED-EL Österreich. „MED-EL hat das weltweit erste mikroelektronische mehrkanalige Cochlea-Implantat (CI) erfunden, das 1977 erstmals implantiert wurde. Seither haben wir zahlreiche Weltneuheiten zur Marktreife geführt. Heute steht die Individualisierung unserer Geräte und Dienste im Vordergrund: Jeder Nutzer stellt seine Tools so ein, wie er es möchte. Per Fernbedienung oder einem Wisch am Handy. So einfach war das Leben mit CI noch nie.“

MED-EL stellt seine aktuellen Innovationen im Rahmen des HNO-Kongresses [11. bis 15. September in Salzburg] vor: Am Donnerstag, 12. September dreht sich bei einem Firmensymposium alles um das Thema „Innovationen und Neuigkeiten vom Leader bei Hör-Implantaten“.

Hör-Implantat SONNET 2

Der neue bluetoothfähige Audioprozessor SONNET 2 mit ASM-3.0-Technologie passt sich automatisch an die jeweilige Situation an. Dies erfolgt nahtlos, sodass sie den Vorgang der automatischen Anpassung gar nicht bemerken. Das Gerät filtert zudem auch unerwünschte Töne noch besser als bisher aus der Umgebung. So wird etwa das Windgeräusch beim Radfahren minimiert. Auch Gespräche in größeren Gruppen sind nun besser verständlich.

Sonnet 2 Hör-Implantat mit Fernbedienung von MED-EL. (c) MED-EL
Der SONNET 2 Audioprozessor und AudioLink ermöglicht individualisiertes Hören inkl. Bluetooth-Verbindung und Steuerung mittels Smartphone und App.

Der SONNET 2 ist außerdem vollkommen kompatibel mit AudioLink, einem universellen Verbindungsgerät, das ihnen ermöglicht, Telefon, Tablet, Fernseher und viele weitere Geräte mit ihrem Audioprozessor zu verbinden. Der AudioLink kann nicht nur mit allen Bluetooth-fähigen Geräten verbunden werden, sondern auch mit allen Geräten, die über einen normalen Kopfhöreranschluss verfügen – vom MP3-Player bis zum alten Plattenspieler auf dem Dachboden.

Und das spritzwasserfeste Design hält Regentropfen und Feuchtigkeit problemlos stand. Regenwetter ist also kein Grund, auf eine Runde Jogging zu verzichten. Mit der wasserdichten WaterWear Schutzhülle können sie sogar schwimmen gehen oder andere Wassersportarten betreiben. Einfach die Schutzhülle über den Audioprozessor ziehen und stundenlang uneingeschränkt das kühle Nass genießen.

Audiokey-App

Mit der neuen App lassen sich wichtige Einstellungen direkt und laufend via Smartphone ändern, beispielsweise die Lautstärke, das Mikrofon oder das Programm.

Mit AudioKey haben sie zudem Einblick in ihre Nutzungsstatistiken. Sie sehen zum Beispiel, wie lange sie ihren SONNET 2 jeden Tag tragen. Sollten sie ihren Audioprozessor verlieren, zeigt ihnen die Funktion „Audioprozessor suchen“ an, wo er zuletzt mit der App verbunden war.

Mithilfe der „Betreuerfunktion“ können auch Eltern und Betreuer auf die Einstellungen ihrer Schützlinge zugreifen.

OTOPLAN

Die erste bildgeführte Software für die otologische Chirurgie generiert 3D-Bilder aus CT- oder MRT-Scans, um die charakteristische Anatomie der einzelnen Cochlea abzubilden. So lässt sich die ideale Elektrodenlänge rasch ermitteln und die gesamte CI-Operation virtuell planen.

Das vom Schweizer Unternehmen CAScination und MED-EL entwickelte Programm wird bereits routinemäßig in vielen Krankenhäusern Europas verwendet, darunter auch im Wiener AKH.

Jemand, der ein Tablet hält mit einem Screen einer bildgeführten Software zur Berechnung der idealen Elektrodenlänge für ein Cochlea-Implantat. (c) MED-EL
Die bildgeführte Software OTOPLAN ermöglicht es rasch und unkompliziert, die ideale Elektrodenlänge für ein Cochlea-Implantat zu berechnen.

Hintergrund

MED-EL Medical Electronics, führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte. Dieses wurde erstmals 1977 implantiert und bildet nach wie vor die Basis für das moderne CI von heute.

Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Heute beschäftigt MED-EL weltweit mehr als 2.000 Personen in 33 Niederlassungen. Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust. Menschen in 123 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL.

Zu den Hörlösungen von MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur Elektrisch Akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und operationsfreie Knochenleitungsgeräte.

(Bilder: MED-EL)

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