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Hot Flowers – coole Balkonpflanzen für die heißen Tage des Jahres

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An 46 Tagen wurden in Andau im Burgenland 2017 Temperaturen über 30°C gemessen. In Wien gab es im gleichen Jahr 28 Tropennächte mit über 20°C. Einzelfälle? Mitnichten, denn 2017 war es in über 50 Gemeinden länger als 30 Tage extrem heiß mit über 30°C im Schatten. Temperaturen, die nicht nur für uns Menschen eine extreme Belastung darstellen. Auch viele Balkonblumen kämpfen mit diesen Wetterextremen und können sogar trotz guter Pflege nicht überleben. Wie sie trotzdem einen blühenden Balkon haben, lesen sie hier.

Am Anfang steht die Erde
(c) Pixabay.com

Damit ihr Balkon auch so prächtig „blüht“, muss die Basis stimmen: die Blumenerde.

Die richtige Blumenerde enthält idealer Weise Ton, da dieser Wasser gut speichert. Zusätzlich sind noch Kompost, Rindenhumus und Holz- oder Kokosfasern enthalten. Vom Kauf von sehr billigen Erden ist abzuraten, da diese kaum Ton enthalten und damit weniger Wasser speichern. Im Fachhandel werden auch Erden mit integriertem Wasserspeicher angeboten. Diese Blumenerden enthalten ein Granulat, das Wasser speichert und es wieder an die Wurzeln abgibt. Dieses Granulat ist auch in Beuteln erhältlich und kann auch selbst unter die Blumenerde gemischt werden.

Ohne Wasser geht gar nichts

Die wichtigste Maßnahme, damit die Balkonblumen auch die heißen Tage gut überstehen, ist die Bewässerung. Man gießt die Pflanzen einmal am Tag, wenn die Erde trocken ist. Dafür steckt man am besten die Finger in die Erde und fühlt, ob die Erde noch feucht ist. Gegossen wird entweder zeitig am Morgen oder am späteren Abend. Unter Tags ist es zu heiß, das Wasser verdunstet zu rasch und Wasser auf den Blättern kann zu Verbrennungen führen. Damit man nicht so häufig gießen muss, empfiehlt sich der Kauf von möglichst breiten und tiefen Balkonkisterln. Es gibt auch Kästen mit eingebautem Wassertank. Mehr Blumenerde im Kisterl bedeutet auch mehr gespeichertes Wasser. Allen Balkonblumen, die besonders heiße Temperaturen vertragen, ist gemein, dass sie Staunässe nicht gut vertragen. Daher ist qualitativ hochwertige Blumenerde unerlässlich.

Kraftnahrung für die Pflanzen
(c) Pixabay.com

Platz braucht es nicht viel, um ein paar Blumen einzupflanzen… 🙂

Gut ernährte = gedüngte Pflanzen sind vital und können mit Stress wie Hitze und Trockenheit besser umgehen als schlecht ernährte. Damit die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind, ist es wichtig ausreichend zu düngen. Dabei muss man drauf achten, ob die Blumenerde bereits Depotdünger enthält. Blumenerden mit Dünger sind in der Anschaffung teurer als ungedüngte Erden. Je nach Menge und Art des enthaltenen Dauerdüngers ist die Nachdüngung erst nach mehreren Wochen oder gar Monaten erforderlich. Wenn man sich für eine ungedüngte Blumenerde entscheidet bzw. zur Nachdüngung empfiehlt sich Flüssigdünger. Beim Kauf von Dünger ist auf das Verhältnis von Stickstoff (N) zu Phosphor (P) und Kali (K) zu achten. Qualitativ hochwertiger Dünger hat ein Verhältnis von 8-8-6 (N-P-K). Die Düngung erfolgt einmal pro Woche.

Urlaub von Balkonien

Balkonien ist ein schöner Urlaubsort. Wenn man aber lieber dann doch etwas weiter weg auf Urlaub fährt, kann man einige Maßnahmen treffen, damit auch die Pflanzen die Urlaubszeit gut überstehen. Toll ist es, wenn man jemanden hat, der in der Abwesenheit die Blumen gießt. Wenn man nicht auf Familie, Freunde oder Nachbarn zurückgreifen kann, gibt es doch ein paar Möglichkeiten um die Pflanzen zu versorgen:

Zuerst schneidet man alle verdorrten Blätter und Blüten weg. Viele Balkonblumen kann man generell ordentlich zurück schneiden. Die Pflanze bildet in der Urlaubszeit neue Blattmasse und setzt auch neue Blüten an. Kontrollieren sie die Pflanzen auf Schädlinge und setzen sie bei Bedarf entsprechende Maßnahmen.

(c) Pixabay.com

Schön, wenn dann – nach dem Urlaub immer noch – alles sprießt und gedeiht… 🙂

Die Bewässerung kann man entweder selbst bauen oder auch kaufen. Eine sehr einfache Methode um Pflanzen zu versorgen ist, in dem man Plastikflaschen mit Wasser füllt, einige kleine Löcher in den Deckel bohrt und diese verkehr herum in die Erde steckt. Das Wasser wird langsam an die Erde abgegeben. Ähnlich funktionieren Wasserspeicher, die das Wasser über einen Tonkegel abgeben. Die Wassermenge ist jedoch deutlich geringer. Ebenfalls über Tonkegel funktioniert eine Tröpfchenbewässerung, deren Kegel über Schläuche mit einem Wassertank verbunden sind. Diese erhält man im Fachhandel.

Eine andere Methode für Bastler ist die Baumwolldochtmethode. Dazu wird ein Docht aus Baumwolle am Boden eines Kübels fixiert, der höher steht als die Pflanzen. Das andere Ende des Dochts wird in der Blumenerde nahe der Pflanze vergraben. Dadurch saugt die Erde laufend Wasser nach.

Und welche Pflanzen sollten es sein?

Welche Pflanzen Hitze gut vertragen, erfragen sie am besten beim Gärtner ihres Vertrauens. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie die Pflanzen auch gleich mitnehmen können im Fall des Falles 😉

Wer aber jetzt schon ein paar Namen hören möchte, aufgepasst: Eisbegonien, Zauberschnee, Wandelröschen, Portulakröschen, Mehliger Salbei, Husarenknopf, Fächerblume, Mecardonia, Klettergloxinie, stehende Pelargonie, und Hängepelargonie  u.v.m. 🙂

(Bilder: Pixabay.com)

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