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Das Immunsystem mit bewusster und gesunder Ernährung stärken

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Das Corona-Virus hat einmal mehr gezeigt, wie sensibel das Immunsystem vor allem der älteren Bevölkerung ist. Insbesondere wenn chronische Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes oder Atemwegsprobleme das Immunsystem zusätzlich schwächen. 95 Prozent aller an Covid-19 verstorbenen Menschen waren bislang 65 Jahre oder älter [8].

Umso mehr gilt es, sicherzustellen, dass diese Bevölkerungsgruppe ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Wenn auch nur vereinzelt Defizite bei Vitaminen oder Mineralstoffen entstehen, kann es sein, dass Immunzellen im Körper ihre Arbeit nicht mehr einwandfrei bewerkstelligen können. Verdauungs- und Absorptionsstörungen bzw. chronische Medikamenteneinnahme oder Multimedikation verschlimmern das Problem [1]. Mängel sind vorprogrammiert und die Anfälligkeit für insbesondere Infektionskrankheiten steigt.

Ausgangsbeschränkungen schlecht für die Vitamin D-Versorgung

Trotz des Aufhebens der Ausgangsbeschränkungen bleibt die Risikogruppe der älteren Personen – oft freiwillig oder auf Anraten naher Angehöriger – möglichst viel in den eigenen vier Wänden. So soll das Risiko der Ansteckung weiterhin minimiert werden.

Wer allerdings keinen Garten oder Balkon hat, ist damit deutlich weniger der Sonne ausgesetzt. Dies kann wiederum zu einem Vitamin D-Defizit führen, da gerade Vitamin-D3 vom Körper selbst nur mit Hilfe von UV-Strahlung gebildet werden kann. Der Österreichische Ernährungsbericht zeigt zudem, dass über die Nahrung besonders über 65-Jährige viel zu wenig Vitamin D aufnehmen [2]. Nur 3-5 Prozent von ihnen erreichen die empfohlenen Mengen.

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass Vitamin D eine tragende Rolle im Immunsystem spielt und damit neben anderen Nährstoffen unerlässlich für starke Abwehrkräfte ist.

Gemüse, Stichwort gesunde Ernährung.
(c) Pixabay.com
Zu einer bewussten und vor allem gesunden Ernährung gehört viel Gemüse.

Akute Atemwegserkrankungen und Vitamin D-Mangel

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ging der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Versorgung und dem Risiko für bestimmte Krankheiten gibt. Erste Hinweise aus epidemiologischen Studien zeigen einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Auftreten von akuten Atemwegsinfekten.

Insbesondere Personen mit erwiesenem Vitamin-D-Mangel könnten daher von einer zusätzlichen Einnahme von Vitamin-D-Präparaten profitieren. Die Häufigkeit von akuten Atemwegsinfekten lässt sich damit möglicherweise verringern [3].

Vitamin B6-Mangel im höheren Alter ein Problem

Negative Folgen für das Immunsystem hat zudem bei Seniorinnen und Senioren eine suboptimale Versorgung mit Vitamin B6. Es wird sogar vermutet, dass im Alter erst mit einer deutlich über den Empfehlungen liegenden Zufuhr von diesem B-Vitamin normale immunologische Funktionen gewährleistet sind [4].

Vitamin B6 kommt in geringen Dosen in fast allen Lebensmitteln vor. Gute tierische Quellen sind Milchprodukte, Fleisch [besonders Leber und Geflügel], und Fisch; gute pflanzliche Quellen sind Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Nüsse, Hefe, Avocado und Bananen.

Vitamin C und Lykopin schützen vor freien Radikalen

Schon länger weiß man über die Bedeutung von Vitamin C und ß-Carotin als Antioxidantien. Dass noch ein weiteres Carotinoid – das Lykopin – eine ähnliche Schutzwirkung bietet, ist weniger bekannt. Mehr noch, Lykopin dürfte hinsichtlich seiner antioxidativen Kapazität ß-Carotin sogar übertreffen [5, 6]. Lykopin ist ein Carotenoid, das den Tomaten ihre rote Farbe verleiht und unter anderem auch in Wassermelonen, roten Grapefruits und der Papayafrucht vorkommt.

Da freie Radikale im Stoffwechsel für eine Vielzahl an Erkrankungen mitverantwortlich sind, stellen antioxidative Vitamine und Schutzstoffe einen wichtigen Teil des immunstärkenden Speiseplans dar.

Optimierungsbedarf bei Seniorinnen und Senioren gegeben

Laut Statistik Austria lebten 2019 47 Prozent aller Menschen über 65 Jahren in Singlehaushalten [9]. Das sind rund 530.000 Menschen in ganz Österreich. Das Risiko für Mangelernährung bei dieser Personengruppe ist erhöht. Die Ursachen sind vielfältig: fehlendes Interesse am Einkaufen und Kochen, mangelnde Kochkenntnisse, Kau- und Schluckstörungen, kein Hunger/ Appetit, Vergesslichkeit oder generelle Unlust am Essen.

Aktuell wird am Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien diese vernachlässigte Zielgruppe näher untersucht. Erste noch nicht publizierte Zwischenergebnisse aus einer Senioreneinrichtung in Salzburg zeigen zwar höchste Zufriedenheit unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, jedoch Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Nährstoffzufuhr [10].

Auch die Europäische Gesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel [ESPEN] empfiehlt in ihren aktuellen Guidelines zur Seniorenernährung, dass ältere Menschen mit dem Risiko für Mangelernährung und/ oder chronischen Krankheiten Supplemente erhalten sollten, wenn über die normale Ernährung keine ausreichende Bedarfsdeckung möglich ist [7].

In solchen Fällen kann eine Nahrungsergänzung mit einem Multinährstoffpräparat wie beispielsweise Leaton® Nährstofflücken schließen, damit Gesundheit und Lebensqualität möglichst lange erhalten bleiben. Die in Leaton® enthaltenen Vitamine und Vitalstoffe sorgen für Energie und Vitalität, indem sie eine Vielzahl von wichtigen Funktionen wie das Immunsystem bzw. die Abwehrkräfte im Körper unterstützen. Die enthaltenen Vitamine A, B6, C, und D unterstützen das Immunsystem. Vitamin B2, Niacin und Pantothensäure tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.

Grüner Spargel.
(c) Pixabay.com
Setzen sie beim Gemüse [auch] auf regionale und saisonale Sorte. Aktuell ist beispielsweise gerade Spargelzeit 😉

Praktische Tipps für eine gesunde Ernährung

Doch eine bewusste, gesunde Ernährung ist nicht nur in Coronavirus-Zeiten wichtig. Jede und jeder sollte das ganze Jahr über darauf achten und so auch gleich das eigene Immunsystem stärken. Wir haben hier für sie noch ein paar praktische Tipps zusammen gefasst, die ihnen dabei helfen können:

  • Bringen sie Pep in ihr Leben
    Bereiten sie selbst Zitronenlimonade zu. Pressen sie dazu täglich zwei Zitronen aus, gießen sie den Saft mit einem Liter Wasser auf und trinken sie die Limonade über den Tag verteilt.

    Wenn sie möchten, können sie in die Zitronenlimonade auch noch ein paar Scheiben frischen Ingwer schneiden. Doch Vorsicht: Entfernen sie diese nach ca. einer halben Stunde wieder, sonst wird die Limonade sehr scharf.

     
  • Ernähren sie sich frisch und vitaminreich
    Verwenden sie bei der Zubereitung ihrer Mahlzeiten täglich reichlich Gemüse und Salat. So versorgen sie sich mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen. Sie können auch problemlos Tiefkühlgemüse verwenden, denn durch den schnellen Gefriervorgang bleibt in diesen Produkten der hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalt erhalten.

  • Machen sie sich die Klassiker aus der Dose zu eigen
    Sie haben einen großen Vorrat an Konserven eingekauft? Verfeinern sie die Speisen, indem sie sie mit einer ordentlichen Portion frischem Salat oder Gemüse ergänzen. Lebensmittel, die in Form von Konserven haltbar gemacht wurden, weisen nämlich einen stark reduzierten Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen auf.

    Bei Dosenobst gilt es, einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen – denn oft wird eine große Menge Zucker hinzugefügt, die es bei den ohnehin süßen Früchten gar nicht braucht. Auch hier empfiehlt sich daher die Tiefkühlvariante.

  • Vermeiden sie Lebensmittelabfälle
    Nicht nur der Umwelt und der Geldbörse, sondern auch der eigenen Gesundheit zuliebe können sie aus nicht gänzlich verbrauchten Vorräten schnell und einfach etwas Leckeres zaubern: der übrige Chinakohlsalat oder die Karotten aus dem Kühlschrank werden etwa durch kurzes Dünsten zur perfekten Gemüsebeilage.

Quellen

[1] D-A-CH. Deutsche Gesellschaft für Ernährung [DGE], Österreichische Gesellschaft für Ernährung [ÖGE], Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung [SGE], Schweizerische Vereinigung für Ernährung (SVE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Verlag Umschau Braus, Frankfurt am Main, 1. Auflage, 4., korrigierter Nachdruck 2012.

[2] Elmadfa I et al. Österreichischer Ernährungsbericht 2012. 1. Auflage, Wien, 2012: S. 9. [abgerufen am 04.05.2020]

[3] DGE: Trotz Kontaktverbot können Sie jetzt etwas für Ihren Vitamin-D-Haushalt tun. [abgerufen 04.05.2020]

[4] Kasper H. Ernährungsmedizin und Diätetik. 12. Auflage, 2014: S. 40.

[5] Abbildung aus Böhm V. Ernährung und Freie Radikale. Blickpunkt der Mann 2004; 2 (3): 19-20. [abgerufen 04.05.2020]

[6] Müller L et al. Lycopene and Its Antioxidant Role in the Prevention of Cardiovascular Diseases—A Critical Review. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, Vol 56, 2016;11. [abgerufen am 04.05.2020]

[7] Volkert D et al. ESPEN guideline on clinical nutrition and hydration in geriatrics. Clinical Nutrition Journal 2018 Vol 38 (1): 10-47. [abgerufen 04.05.2020]

[8] Gesundheitsministerium: Todesfälle nach Geschlecht [abgerufen 04.05.2020]

[9] Statistik Austria [2019] Repräsentanten von Ein- und Mehrpersonenhaushalten 2011-2080 nach Alter und Geschlecht. [abgerufen 04.05.2020]

[10] Telefonische Auskunft vom Department für Ernährungswissenschaften Universität Wien [04.05.2020]

(Bilder: Pixabay.com)

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