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Interview mit Dr. Günter Geyer, Präsident Verein ‚PflegerIn mit Herz‘

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Einige von ihnen werden Dr. Günter Geyer aus den Medien kennen, lenkte und lenkt er doch seit vielen Jahren die Geschäfte der Wiener Städtischen Versicherungs AG. Weniger bekannt: Er ist auch Präsident des Vereins PflegerIn mit Herz. Als solcher möchte er all jene Menschen vor den Vorhang holen, die im Pflegebereich tätig sind. Was für ihn älter werden bedeutet, was er für am wichtigsten hält, um gesund alt zu werden, und was er von Spinat hält, lesen sie hier.

Wie war Ihr Bild vom Altsein, als Sie 25 waren? Wie hat es sich bis heute geändert?
(c) Wiener Städtische Versicherungsverein/ Ludwig Schedl

Dr. Geyer glaubt, dass es künftig eine duale Finanzierung der Pflege geben wird.

Hauptsache gesund sein und gesund alt werden. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Was bedeutet für Sie „älter werden“?

Älter werden bedeutet für mich, die Freude über das bisher Erlebte mit anderen zu teilen – mit der Familie und mit Freunden. Gleichzeitig lebt man in der Hoffnung, dass auch die Zukunft viele positive Erlebnisse mit sich bringt, an die man sich später gerne erinnert.

Sind ältere Menschen in Österreich gut vertreten?

Ja, das sind sie. Dank der großartigen Arbeit und dem großen Engagement und Einsatz des Pensionistenverbandes und des Seniorenbundes. Beide Organisationen sind eine wichtige Informationsplattform für die ältere Generation unseres Landes.

Wie müssten die Strukturen in Österreich aussehen, damit v.a. ältere Menschen 2050 immer noch gut leben?

Laut Prognosen sollen im Jahr 2050 zusätzlich 300.000 Menschen pflegebedürftig sein, das heißt von derzeit 450.000 Pflegebedürftigen soll sich die Zahl auf bis zu 750.000 Pflegebedürftige erhöhen. Die Kosten für die Pflege in Österreich sollen bis zum Jahr 2050 auf 9 Milliarden Euro steigen, 2015 lagen diese bei 2 Milliarden Euro. Ich bin überzeugt davon, dass es künftig eine duale Finanzierung der Pflege aus staatlichen und privaten Mitteln geben wird. Vor allem durch den Wegfall des Pflegeregresses hat die private Vorsorge an Bedeutung und Dringlichkeit zugenommen.

Was können die „Alten“ von den „Jungen“ lernen?

Digitalisierung.

Wie wichtig ist lebenslanges Lernen?

Es gibt nichts Wichtigeres als lebenslanges Lernen. Das hält gesund und fit.

Haben Sie einen „persönlichen“ Tipp für gesundes Altern bzw. was kann der einzelne tun, um gesund alt zu werden?

Das Leben, mit allem was dazugehört, in Maßen genießen. Nur Spinat ist auch nicht gesund.

Die Initiative „PflegerIn mit Herz“ wurde 2012 ins Leben gerufen. Hätten Sie einen Wunsch für die Initiative frei, wie würde der lauten?
(c) Verein PflegerIn mit Herz

Sie haben noch bis Ende Oktober Zeit, Ihre/n PflegerIn des Jahres zu nominieren.

Ich würde gerne noch mehr Menschen, die im Pflegebereich tätig sind, vor den Vorhang holen und ‚Danke‘ sagen. Knapp eine halbe Million Menschen in Österreich sind pflegebedürftig und auf die Hilfe und Unterstützung eines anderen – ob pflegende Angehörige oder Menschen, die beruflich im Pflegesektor tätig sind – angewiesen.

Diese herausragende Tätigkeit am Menschen kann gar nicht genug geschätzt werden, sie verdient eine besondere Würdigung. Allen Pflegerinnen und Pflegern in Österreich, die tagtäglich Großartiges leisten, gebührt höchster Dank und Anerkennung.

 

[Service: HIER können sie noch bis 30. Oktober ihre/n „PflegerIn mit Herz 2018“ nominieren.]


Wordrap

Lieblingsspeise
Wiener Gulasch

Lieblingsgetränk
Tee, gefolgt von Kaffee.

Das beste/ aktuelle Buch, das Sie lesen?
Ich lese sehr gerne englische und amerikanische Kriminalromane.

Morgen- oder Abendmensch?
Früher Abend-, heute Morgenmensch.

Welche Jahreszeit haben Sie am liebsten?
Frühjahr.

Worüber freuen Sie sich am meisten?
Wenn es Familie und Freunden gut geht.

Ihr schönster/ letzter Urlaub?
Gemeinsame Reisen mit meiner Frau durch Zentral- und Osteuropa.


Herr Dr. Geyer, vielen Dank für das Interview.

(Bilder: Wiener Städtische Versicherungsverein/ Ludwig Schedl)

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