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Keine Lust auf Sex? So kommt wieder Schwung in ihr Liebesleben

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Obwohl es „die schönste Nebensache der Welt“ ist, ist das Thema „Sex im Alter“ für viele [immer noch] ein Tabuthema. Doch all jenen sei gleich zu Beginn ins Stammbuch geschrieben: Lust und Erotik sind keinesfalls Privilegien der Jugend. Ganz im Gegenteil: es gibt unzählige Aspekte, die „reife“ Sexualität besser und erfüllender machen. Damit ihr Liebesleben nicht einzuschlafen droht – oder eventuell wieder aufgeweckt wird –, haben wir hier für sie ein paar dieser Aspekte aufgegriffen und zeigen, wie lustvoll das Liebesleben auch und vor allem in reiferen Jahren sein kann. Denn wie heißt es so treffend: „Für guten Sex ist man nie zu alt!“ 😉

Ist das Tabuthema Nr. 1 gar nicht so tabu?

Man könnte meinen, Udo Jürgens hätte mit seinem Lied „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ alles andere gemeint, nur nicht die Sexualität. Denn über Sex im Alter wird immer noch – falls überhaupt – nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Zumindest ist das irgendwie so etwas wie eine „allgemein gültige Meinung“. Doch ist es wirklich so, dass in den Betten der Seniorinnen und Senioren Funkstille herrscht?

Mitnichten. Denn eine Reihe von Studien belegen, dass in deutschsprachigen Ländern die über 60-Jährigen im Schnitt fast 80 Mal pro Jahr Sex haben. Und mehr als die Hälfte von ihnen wünschte sich, noch öfter miteinander intim zu werden. Zahlen, an die mutmaßlicher Weise nicht alle „Jungen“ heran kommen 😉

Der Bauch einer Frau in schwarzer Unterhose, die sich mit rotem Lippenstift ein Herz aufgemalt hat, Stichwort Sex.
(c) Pixabay.com
Wie heißt es so treffend: guter Sex ist [k]eine Frage des Alters 😉

Anti-Aging, oder die positiven Seiten des Sex

Untersuchungen haben außerdem ergeben, dass die schönste Nebensache der Welt auch noch diverse positive Nebeneffekte hat: So soll Sex generell gegen Kopfschmerzen helfen, die Abwehrkräfte stärken und Männer soll er vor Prostata-Beschwerden schützen. Außerdem haben Forscher*innen herausgefunden, dass Sex auch gut für das Gehirn ist, da er – vergleichbar mit einem Kreuzworträtsel oder Sudoku – die Gehirnfunktionen anregt.

Und letztlich bedeutet die körperliche Liebe nicht nur innige Zweisamkeit und Lebensfreude, sondern ist quasi unser körpereigenes Anti-Aging-Mittel. Oder anders gesagt: Sex hält jung – was viele der älteren Generation längst erkannt haben. Sie holen oft im Alter nach, was in ihrer Jugend noch verboten und verpönt gewesen ist. Außerdem sind sie mit den Jahren experimentierfreudiger und leben bewusster bzw. nehmen ihren Körper und ihre Bedürfnisse bewusster wahr.

Dabei gilt ganz klar: Genuss geht vor Höchstleistungen. Ältere Menschen haben gelernt, dass es beim Sex um Einfühlung und Genussbereitschaft geht. Das ist quasi die Trumpfkarte, die Ältere im Bett ziehen. Dadurch wird ein Mehr an Falten und Dellen locker ausgeglichen. Und ein weiterer Vorteil: Verhütung spielt ab einem gewissen Alter keine Rolle mehr. Reife Paar können daher den Sex freier und unbeschwerter genießen als in jungen Jahren.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten

Natürlich ist eine Voraussetzung dafür, dass Menschen auch im hohen Alter noch ihr Liebesleben genießen können, dass sie gesundheitlich dazu imstande sind und nicht von körperlichen Gebrechen daran gehindert werden. Dazu kommt, dass sich der Körper nicht nur äußerlich, sondern auch hormonell verändert. Das kann gerade bei älteren Frauen zu sexueller Lustlosigkeit führen. Bei Männern dagegen treten mit zunehmendem Alter Potenzstörungen auf – beispielsweise in Folge einer Prostata-Operation oder Medikamenteneinnahme.

In solchen Fällen sollten sich Männer nicht scheuen, einen Urologen um Rat zu fragen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Therapien und auch Medikamente, die erfolgreich bei Erektionsstörungen helfen – und letztlich wieder zu einem erfüllten Sexualleben verhelfen.

Illustration: Viagra Tabletten in Kondomverpackungen.
(c) Pixabay.com
Liebe Männer: Ja, es ist so. Mit 20 ist das mit dem Sex „leichter“ als mit 60. Aber für alle, die nicht mehr so leicht können, gibt es diverse Therapien und Medikamente, die helfen.

Let it flow – die Lust auf Sex kann man nicht erzwingen

Gerade von Paaren, die schon lange gemeinsam durch´s Leben gehen, hört man oft, dass mit der Zeit die „Bettsportaktivitäten“ immer weniger geworden sind. Die Gründe dafür lauten zumeist: Gewohnheit, zu wenig Zeit, Alltagstrott und -stress. Oder anders gesagt: Manchmal braucht eine Beziehung eine kleine Auffrischung, damit es mit dem Sex und der Lust aufeinander wieder klappt. Denn eines ist klar: Guter Sex gehört zu einer funktionierenden Beziehung dazu.

Natürlich gibt es Phasen im Leben, in denen man einfach keine Lust auf Sex hat. Allerdings sollten sie in so einem Fall unbedingt offen mit ihrem Partner/ ihrer Partnerin sprechen, damit es zu keinen Irritationen kommt. Vertrauen sie sich ihrem Partner/ ihrer Partnerin an und erklären sie ihm/ ihr, warum sie aktuell keine Lust auf Sex haben. Vielleicht liegt es ja einfach nur daran, dass sie mal etwas Neues ausprobieren möchten? Denn ein Geheimnis eines glücklichen Liebeslebens ist es, einfach zu sagen, was man will bzw. was man vielleicht vermisst.

So kommt wieder Schwung in die Betten

Wenn sie wieder frischen Wind in ihr Sexleben bringen möchten, sollten sie einmal Neues ausprobieren. Wichtig ist, dass sie einmal komplett wegkommen von ihrem bisherigen Liebesspiel. Tücher, Federn oder vielleicht Handschellen? Bauen sie neue Elemente in ihr Liebesspiel ein. Lasses sie sich beispielsweise die Augen verbinden. Dadurch, dass sie nichts sehen, werden sie alles viel intensiver spüren.

Aber auch mit ein paar Sextoys könnten sie ihr Liebesleben perfekt in Schwung bringen. Blättern sie einmal gemeinsam mit ihrem Partner/ ihrer Partnerin – online – in einem Katalog für Liebesspielzeug. Lassen sie sich inspirieren, was ihnen beiden gefallen könnte und probieren sie es dann einfach mal aus. Die Palette reicht dabei von klassischen Vibratoren, Dildos und Doppeldildos – ein Dildo, der zwei Enden hat, den sie alleine oder zusammen mit einem Partner genießen können –, über Utensilien zur analen Stimulation bis hin zu Strapons [eine Kombination aus einem Gurt und einem Umschnalldildo, wobei der Gurt um die Hüfte oder Taille getragen wird und der Dildo am Umschnallgurt fixiert wird]u.v.m.

Die Beine einer Frau in Netzstrümpfen und High-Heels mit Handschellen auf einem der Stöckel.
(c) Pixabay.com
Wahrscheinlich DER „Klassiker“ unter den Sexspielzeugen: die Handschellen

Viele Wege führen zu «besserem» Sex

Oder wie wäre es mit einer heißen Nacht in einem Hotel? Spezielle Hotels haben sich darauf spezialisiert, Liebespaaren eine besonders angenehme Zeit zu bereiten. Sogenannte „Erotikhotels“ haben nichts anrüchiges an sich, sondern bieten mit Themenzimmern und romantischem Dinner sowie Frühstück ans Bett eine besondere Möglichkeit, wieder tollen Sex mit dem Partner/ der Partnerin zu genießen. Manchmal reicht schon eine räumliche Abwechslung, wenn sie ihren Sex etwas auf die Sprünge helfen wollen.

Wie heißt es so treffend: vielen Wege führen nach Rom. Es gibt viele Mittel und Wege, wie sie ihr Sexleben wieder etwas auffrischen und aufpeppeln können. Lassen sie ruhig einmal ihre Fantasie spielen. Verlassen sie eingefahrene Pfade und setzen sie sich vor allem nicht unter Druck. Die Lust auf Sex kann man nicht erzwingen. Und schon bald werden sie sehen, dass sie [immer]noch sehr viel Spaß «dabei» haben 😉

(Bilder: Pixabay.com)

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