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Lebenshilfe verleiht den Österreichischen Inklusionspreis 2019

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„Wir brauchen Initiativen wie den Inklusionspreis, weil sie Menschen mit Engagement vor den Vorhang holen, zeigen was möglich ist und damit auch anderen Anregung geben, aktiv zu werden. Ich freue mich sehr, dass unsere gemeinsame Kooperation mit der Lebenshilfe so viel positive Resonanz findet und nun zu einer Tradition geworden ist. Ich danke allen Einreichenden für ihr Engagement und ihre Ideen und gratuliere den Preisträger*innen sehr herzlich.“

Mit diesen Worten fasst Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Lotterien, den Inklusionspreis der Lebenshilfe zusammen und drückt ihre Anerkennung gegenüber den Projekt-Gewinnern aus.

Mit guten Beispielen voran – inklusiver als vorher!

Mit diesen Projekten holt die Lebenshilfe praktische Beispiele für die gelungene Umsetzung von Inklusion in Österreich vor den Vorhang. Sie zeigen vor wie Barrieren in Kopf und Alltag für Menschen mit Behinderungen in Österreich abgebaut werden. Sie ermöglichen dadurch Menschen mit intellektuellen Behinderungen ein chancengleiches Leben und wirken zugleich motivierend – auf Einzelpersonen, Organisationen und Unternehmen.

Die Sieger des Inklusionspreises 2019. (c) Österreichische Lotterien/ Achim Bieniek
So sehen Sieger aus – die Preisträger*innen des Österreichischen Inklusionspreises 2019.

Eine erlebnisreiche Gala

Am 19. November wurden die Preisträger*innen gemeinsam in Kooperation mit den Österreichischen Lotterien ausgezeichnet. Das dynamische Moderations-Duo Ani Gülgün-Mayr (ORF) und Klaus Brunner (Selbstvertreter der Lebenshilfe) führten durch den Abend.

„All diese Gewinnerprojekte, aber auch die 80 Einreichungen sind wichtige Schritte. Hoffentlich machen sich viele andere dadurch auf den Weg in Richtung einer inklusiveren Gesellschaft„, so Lebenshilfe-Präsident Germain Weber.

Behindertenanwalt Hansjörg Hofer, der in der diesjährigen Jury saß, bringt es auf den Punkt: „Der Inklusionspreis ist wichtig, weil durch ihn die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam gemacht wird. Die größten Barrieren sind nicht die baulichen und technischen Hürden, sondern die Vorurteile und Stereotypen in den Köpfen vieler Menschen. Volle Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft würde diese Barrieren verschwinden lassen.“

Wie Vorurteile und Barrieren erlebt und verwandelt werden können, führte Poetry-Slammer Emil Kaschka gemeinsam mit der Dance Company „ich bin ok“ auf. Außerdem durften sich die Gäste dieses Jahr über ein wunderschön gestaltetes Mal-Set aus der Lebenshilfe ARTelier Loackerhuus aus Götzis (Vorarlberg) freuen.

Inklusionspreis 2019: Die Gewinner – einmal quer durch Österreich

Neben der Auszeichnung bekamen alle Bundesland-Gewinner zusätzlich ein Kunststück aus der Werkstatt 2 der Lebenshilfe.

Der 5.000 Euro Förderpreis der Österreichischen Lotterien ging diesmal an den Bundeslandsieger aus Niederösterreich: „Der kleine magische Laden“ von Nicole Steinacher. Ein Platz zum Verweilen, zum Einkaufen, aber auch ein Unternehmen, das Menschen mit Behinderungen bei vollem Gehalt einstellt.

Wien: Das Bundesland Wien erfreut sich aufgrund der zahlreichen Einreichungen über zwei Preisträger*innen:

Eine Radiosendung, bei der es um Barrierefreiheit, selbstbestimmtes Leben und Inklusion geht: „Barrierefrei aufgerollt – kurz, kompakt und leicht“ von BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben.

„Ich will und ich kann arbeiten! Und ich verdiene eine Chance!“ von Ö3/ ORF. Eine Sendung, die auf Ö3 am 2. Mai ganztägig ausgestrahlt wurde. Dabei wurden Lehrstellen für Jugendliche mit Behinderungen gesucht und auch gefunden.

Kärnten: Ein Vorzeigebetrieb für barrierefreien Urlaub der Spitzenklasse: „Zusammen Urlaub machen“ im Familien Strandhotel der Inklusion Orchidee****

Oberösterreich: Ein barrierefreier Zugang zum Gesundheitssystem mit optimaler Betreuung ohne Wartezeiten dank der „Ambulanz für Inklusive Medizin (AIM)“ des Konventhospitals der Barmherzigen Brüder, Linz Institut für Sinnes- und Sprachneurologie.

Salzburg: Was zwei Autor*innen durch Zusammenarbeit auf Augenhöhe erreichen können: ein leicht verständliches Sachbuch auf Basis wissenschaftlicher Regeln. „Buch in Leichter Sprache über die Geschichte der Mensch-Zuerst-Bewegung und die Politik der Zweiten Republik Österreich“ von Manuela Glaser-Amlacher.

Steiermark: Echte Arbeitsplätze in echten Firmen für Menschen mit Behinderungen: „inArbeit – Gehalt statt Taschengeld“ von Jugend am Werk Steiermark GmbH.

Tirol: Gemeinsam klettern und Erfahrungen austauschen. „INKlettern“ vom Österreichischem Alpenverein / Alpenvereinsjugend macht es möglich.

Vorarlberg: Eine Schule, wo jedes Kind seinen Platz hat und gemeinsames Lernen durch personalisierten Unterricht und altersgemischte Klassen gelebt wird: „Vielfalt macht Schule“ der Volksschule Ludesch.

Service

Hier finden sie weitere interessante Informationen über die jeweiligen ausgezeichneten Projekte, noch mehr Bilder von der Preisverleihung sowie Videos von den Sieger-Projekten.

Wir gratulieren allen Gewinner*innen sehr herzlich!

(Bilder: Österreichische Lotterien/ Achim Bieniek)

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