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Mehr Bewegung in der Pflege – gut und wichtig für beide Seiten

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Schon mal gehört? Wer rastet, der rostet – ganz egal, ob jung oder alt, mit oder ohne Gebrechen. Wer sich zu wenig/ gar nicht bewegt, tut sich und seinem Körper nichts gutes. Oder anders formuliert: regelmäßige Bewegung erhöht die Chancen auf ein langes Leben bei guter Gesundheit.

Niemand muss zum Leistungssportler werden

Es ist absolut unbestritten: regelmäßige Bewegung stärkt die Gesundheit und die Selbstständigkeit älterer – auch pflegebedürftiger – Menschen. Sie hilft, die Bewegungsfähigkeit, die Mobilität und die geistigen Fähigkeiten zu erhalten und zu verbessern. Darüber hinaus sinkt bei regelmäßiger Bewegung das Sturzrisiko und kann weiteren Gesundheitsproblemen vorbeugen. Bewegungsförderung ist somit ein zentraler Aspekt von gesundheitlicher Prävention.

Und das beste daran: niemand muss deswegen zum Leistungssportler werden, oder sich ins Fitnesscenter quälen. Denn es zählt jede Art von Bewegung: Spazieren gehen, Treppen steigen, Sitz- oder Bettgymnastik, mal statt dem Auto auf´s Fahrrad steigen – einzige Voraussetzung: man muss es nur machen, Stichwort „innerer Schweinehund„.

Auch Pflegebedürftige profitieren von (mehr) Bewegung

Eine Frau mit Rollator vor einem Seniorenheim. (c) Pixabay.com
Wenn irgendwie möglich, sollte sich jede/ r von uns so viel wie möglich bewegen, beispielsweise, um kleinere Besorgungen selbst zu erledigen – #Selbstbestimmtheit.

Regelmäßige Bewegung trägt aber auch erheblich zur Gesundheit und Selbstständigkeit pflegebedürftiger Menschen bei. Gerade pflegebedürftige Menschen bewegen sich in der Regel wenig. Sie fühlen sich zB kraftlos, unsicher beim Gehen, haben Schmerzen oder Lähmungen. Nur, je weniger sie sich bewegen, umso rascher verlieren sie wichtige Fähigkeiten, die im Alltag gebraucht werden. Die Konsequenzen: der Hilfebedarf steigt, und das Risiko für fortschreitende Pflegebedürftigkeit und gesundheitliche Probleme nehmen zu.

Laut einer Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) könnte fast jeder fünfte Pflegeheimbewohner seinen Alltag selbständiger gestalten, wenn beispielsweise gezielt bewegungsfördernde Maßnahmen eingeleitet würden. Basierend auf den Ergebnissen dieser Studie hat das ZQP die Übersicht „Bewegungsförderung in der stationären Pflege“ entwickelt mit wissenschaftlich fundierten Informationen zu 20 bewegungsfördernden Maßnahmen.

Nutzen von Bewegung für Pflegende

Nicht nur pflegebedürftige Menschen profitieren von regelmäßiger Bewegung, auch Pflegende selbst. Diese sind zum Teil körperlich sehr einseitig belastet und noch dazu psychisch sehr gefordert. Faktoren, die grundsätzlich der Gesundheit nicht sehr förderlich sind. So haben pflegende Angehörige beispielsweise öfter Rückenschmerzen als Menschen, die nicht pflegen. Und professionell Pflegende haben häufiger als andere Erwerbstätige Nacken- und Schulterschmerzen sowie Schlafstörungen. Der Krankheitsstand ist höher als in anderen Berufsgruppen. Viele fühlen sich schlichtweg ausgebrannt – was nicht zuletzt durch den generellen Personalmangel in der Pflege noch zusätzlich verschärft wird.

Durch gezielte und vor allem regelmäßige Bewegung werden körperliche und psychische Beanspruchungen aber meist besser bewältigt. Bereits kleine Steigerungen der körperlichen Aktivität tun der Gesundheit gut. Dazu gehört auch Treppensteigen oder Spazieren gehen – siehe weiter oben. Regelmäßiger Sport hilft, Stress abzubauen, Leistungsfähigkeit und vor allem das persönliche Wohlbefinden zu verbessern.

(Bilder: Pixabay.com)

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