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Mit dem Rauchen aufhören und ihre Gesundheit wird ‚danke‘ sagen

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1,8 Millionen ÖsterreicherInnen, in etwas gleich viele SchweizerInnen und fast 20 Millionen Deutsche haben eines gemeinsam: sie rauchen und setzen damit bewusst und wissend ihre Gesundheit auf´s Spiel. Obwohl seit Jahren nicht zuletzt auf den Zigarettenpackungen vor den möglichen Risiken des Rauchens gewarnt wird, greifen immer noch derart viele Menschen Tag täglich zum Glimmstängel. Lesen sie hier, was ihre Gesundheit dazu ’sagen‘ würde, wenn sie mit dem Rauchen aufhören.

Ihr Körper profitiert von einem Rauchstopp – egal wie alt man ist

„Rauchen ist ein bedeutendes Gesundheitsrisiko und die führende Ursache vorzeitiger Sterblichkeit„, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI). Tabakkonsum begünstigt u. a. Krebsarten wie Lungen-, Kehlkopf-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Nieren-, Brust- oder Darmkrebs; Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall; Arteriosklerose (Arterienverkalkung), chronische Bronchitis oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD (Raucherlunge); rauchen lässt die Haut vorzeitig altern; die Zähne verfärben sich bräunlich und vorzeitiger Zahnausfall wird begünstigt; und regelmäßiges Rauchen ist ein Risikofaktor für erektile Dysfunktion (Störung der Erektionsfähigkeit des Mannes).

Und das sind nur quasi die „wichtigsten“ Risiken auf Grund von regelmäßigem Tabakkonsum! Wenn man nun noch bedenkt, dass in jeder Zigarette um die 3.000 unterschiedliche Inhaltsstoffe enthalten sind, allerdings bei nur etwa einem Drittel die Auswirkungen auf den menschlichen Körper erforscht sind, kann man sich ausmalen, dass die Liste der Risiken sicher nicht kleiner wird.

Ein liegender Totenkopf mit einer Zigarette zwischen den Zähnen. (c) Pixabay.com
Rauchen ist die führende Ursache vorzeitiger Sterblichkeit. Oder anders gesagt: RaucherInnen sterben früher.

Jede/ r dritte möchte aufhören

Jedes Jahr versucht rund ein Drittel der RaucherInnen ernsthaft, dem Laster zu entsagen. Gründe dafür gibt es viele. „Mit dem Alter, vor allem aber wenn Raucherinnen und Raucher die ersten gesundheitlichen Einschränkungen bemerken, nimmt die Unzufriedenheit mit dem eigenen Rauchen zu“, weiß Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. „Neben der Gesundheit spielen Motive wie Kinder und Familie eine ausschlaggebende Rolle, um sich das Rauchen endlich abzugewöhnen.“ Auch der finanzielle Aspekt gewinnt mit zunehmenden Zigarettenpreisen an Bedeutung.

Um das Rauchen aufzugeben, gibt es – wie oben beschrieben – sehr viele gute Gründe. Nun können manche Raucher leicht(er) aufhören, doch den meisten fällt der Rauchstopp sehr schwer. Raucher brauchen einen festen Willen, um den Ausstieg aus ihrer Sucht zu schaffen. Fachleute meinen, kalter Entzug sei die beste Methode zum Rauchstopp, sprich „einfach“ zu sagen: „Das war die letzte.“

Nur, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden und die Finger von Zigaretten zu lassen, ist viel leichter gesagt als getan. „Rauchen zählt nicht bloß zu einer schlechten Gewohnheit, sondern ist für die meisten eine Sucht. Viele Menschen, die ihre Nikotinabhängigkeit bewältigen möchten, haben schon mehrere erfolglose Aufhörversuche hinter sich“, so Podroschko. Damit der Rauchstopp dauerhaft gelingt, helfen neben dem festen Willen, dem Glimmstängel endgültig Lebewohl zu sagen, die HausärztInnen sowie die Apothekerinnen mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Raucherberatung.

Eine offene Zigarettenpackung, die mit einem dicken roten Kreuz durchgestrichen ist. (c) Pixabay.com
Mit dem Rauchen einfach so aufhören können, ist alles andere als leicht. Wenn sie aufhören möchten, gehen sie zu ihrem Arzt/ ihrer Ärztin oder lassen sie sich in ihrer Apotheke beraten. Gemeinsam werden sie eine Weg finden.

Ein Rauchstopp hat u.a. folgende Wirkungen

  • bereits nach 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck auf normale Werte
  • nach acht Stunden sinkt der Kohlenmonoxidspiegel im Blut, und die Sauerstoffwerte im Blut normalisieren sich
  • nach zwei Tagen ist der Körper frei von Nikotin, Geschmacks- und Geruchssinn verbessern sich
  • nach drei Tagen können sie besser atmen
  • nach zwei bis zwölf Wochen verbessert sich der Kreislauf
  • nach einem bis neun Monaten gehen Hustenanfälle und Kurzatmigkeit zurück, die normale Lungenfunktion wird wieder erreicht
  • nach einem Jahr ist das Risiko eines Herzinfarkts nur noch halb so groß wie bei RaucherInnen
  • nach zehn Jahren ist das Lungenkrebsrisiko nur noch halb so groß wie wie bei RaucherInnen

Weitere Vorteile

  • Besserer Sex: Rauchen beeinträchtigt den Blutkreislauf und die Sensitivität der Nerven. Nichtrauchende Männer haben eine bessere Erektionsfähigkeit als Raucher. Nichtrauchende Frauen können leichter einen Orgasmus empfinden.
  • Bessere Fruchtbarkeit: Rauchende Männer leiden häufiger unter Impotenz als Nichtraucher. Bei Frauen senkt ein Rauchstopp vor und während der Schwangerschaft das Risiko für Komplikationen.
  • Schönere Haut: Rauchen beschleunigt die Alterung der Haut und die Entstehung von Falten.
  • Mehr Fitness: NichtraucherInnen sind körperlich fitter und leistungsfähiger als RaucherInnen.
  • Längeres Leben in Gesundheit: Rund die Hälfte aller regelmäßigen RaucherInnen stirbt frühzeitig an tabakabhängigen Krankheiten wie Lungenkrebs oder einer koronaren Herzkrankheit. Oft leiden RaucherInnen lange Jahre an einer chronischen Erkrankung wie COPD.

#besserLÄNGERleben

Um mit dem Rauchen aufzuhören, ist es nie zu spät: Aufhören lohnt sich in jedem Alter – egal, wie viel und wie lange man geraucht hat. Die gesundheitlichen Vorteile eines Rauchstopps sind in jedem Alter immens. Oder anders gesagt: Wenn sie mit dem Rauchen aufhören, verlängern sie dadurch ihre Lebenserwartung um durchschnittlich 10 Jahre.

Nicht zuletzt wird sich ihre Lebensqualität deutlich verbessern, weil die quälenden Symptome von Folgeerkrankungen des Rauchens (Herz-Kreislauferkrankungen, COPD, Krebs, etc.) vermieden werden.

Fragen sie ihre/ n Arzt/ Ärztin

Wenn sie mit dem Rauchen aufhören möchten, ist es am besten, mit ihrem Hausarzt/ ihrer Hausärztin darüber zu sprechen. Er/ sie kann sie bei ihrem Vorhaben bestens unterstützen und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt das weiterer Vorgehen mit ihnen gemeinsam festlegen.

(Bilder: Pixabay.com)

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