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Irrtümer um Reisepass & Co – richtige Dokumente bei Auslandsreisen

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Personalausweis, Führerschein, Reisepass oder sogar der Meldezettel? Mit dem Sommer hat auch die Hauptreisezeit begonnen – und mit ihr tauchen unter anderem auch beim Mobilitätsclub ÖAMTC jedes Jahr Fragen um die benötigten Reisedokumente beim Urlaub im Ausland auf.

„Gerade jetzt, in reisetechnisch schwierigen Zeiten aufgrund der Covid19-Pandemie, ist es besonders wichtig, die richtigen Dokumente im Urlaub dabei zu haben. Auch vor dem Hintergrund, dass sich vor allem die Einreisebeschränkungen sowie -bestimmungen kurzfristig wieder ändern und die Grenzkontrollen verstärkt werden können“, sagt ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner.

Noch dazu gilt gerade dieses Jahr als das „Megapassjahr“: Jeder sechste österreichische Reisepass verliert nämlich heuer seine Gültigkeit – das heißt, es sich etwa eine Million Reisepässe betroffen. „Wer noch keinen neuen Pass beantragt hat, sollte schnell sein, wenn er oder sie heuer noch verreisen möchte“, weiß die Expertin des Mobilitätsclubs. „Denn ein gültiger Reisepass ist die wichtigste Voraussetzung für eine problemlose Reise.“

Verwirrung über die nötigen Reise-/ Dokumente

Vor wenigen Tagen haben diverse Berichte in heimischen Medien Verwirrung darüber gestiftet, ob bei der Rückreise aus Kroatien über Slowenien nach Österreich [auch]ein Meldezettel beim Grenzübertritt Kroatien-Slowenien erforderlich ist. Auch beim Mobilitätsclub haben sich daraufhin einige verunsicherte Mitglieder gemeldet. Die ÖAMTC-Expertin stellt klar: „Österreicherinnen und Österreicher brauchen nach wie vor keinen Meldezettel bei der Einreise nach Slowenien, es genügt der Reisepass.“

Sie warnt jedoch gleichzeitig all jene Reisenden, die keinen österreichischen Pass besitzen: „Personen, die in Österreich leben und arbeiten, jedoch keine österreichischen Staatsbürger sind, wird empfohlen, eine Kopie des österreichischen Meldezettels für den Transit durch Slowenien mitzunehmen.“

Leere offene Koffer mit zwei Reisepässen, daneben Reisegepäck.
(c) Pixabay.com
Egal, was sie alles für ihre Reise einpacken: die Reisepässe dürfen auf keinen Fall fehlen.

Wo es oft Unklarheiten gibt – fünf hartnäckige Pass-Irrtümer im Check

Beim Thema Reisepass halten sich interessanter Weise über die Jahre hinweg die einen und anderen Mythen. Wir haben uns daher die fünf hartnäckigsten Irrtümer einmal näher angeschaut, was denn dran ist bzw. was nicht:

„Für Reisen innerhalb der Europäischen Union braucht man keine Personaldokumente mehr.“
Das stimmt nicht!

Reisende müssen sich in der Europäischen Union und auch innerhalb des Schengenraumes immer und überall mit ihrem Reisepass bzw. mit einem gültigem Personalausweis ausweisen können.

„Der Führerschein reicht als Reisedokument.“
Das stimmt nicht!

Ein nationaler Führerschein ist kein gültiges Reisedokument. Nur Dokumente wie Reisepass oder Personalausweis werden akzeptiert, da diese die Staatsangehörigkeit und die Identität belegen.

„Mit einem abgelaufenen Reisepass kann man innerhalb der Europäischen Union überall ein- und ausreisen.“
Das stimmt nicht!

Österreich hat mit einigen Ländern in Europa ein bilaterales Abkommen, das das Reisen mit einem bis zu fünf Jahren abgelaufenem Reisepass erlaubt. Dazu gehören zum Beispiel Deutschland, Griechenland, Italien, Kroatien, Slowenien und Ungarn. Aber nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Grenzkontrollen sollten jedoch immer gültige Reisedokumente benutzt werden. Auch bei Flugreisen kann aufgrund der Beförderungsbestimmungen einiger Airlines Passagieren mit einem abgelaufenem Reisepass die Beförderung verweigert werden.

„Kroatien gehört zur Europäischen Union, deshalb werden Reisedokumente bei Grenzübertritt nicht kontrolliert.“
Das stimmt nicht!

Kroatien gehört zwar zur Europäischen Union, aber nicht zum Schengenraum. Deshalb gibt es an der Grenze sehr wohl Grenzkontrollen.

„In die Nachbarländer Österreichs muss kein Reisedokument mitgenommen werden.“
Das stimmt nicht!

Zwar gehören unsere Nachbarländer durchwegs dem Schengenraum an, dennoch kann auch dort immer und überall ein Reisepass oder Personalausweis verlangt werden.

Ein Laptop, ein Objektiv, eine Brille, ein Reisepass und ein Notizbuch.
(c) Pixabay.com
Allen Mythen zum Trotz: der Reisepass muss immer mit, egal wohin die Reise geht.

Service – nichts vergessen mit der perfekten Reise-Checkliste

Listen haben den großen Vorteil, dass man sie schon Wochen wenn nicht Monate zuvor anlegen und immer wieder ergänzen kann. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Apps, mit denen sie Listen erstellen, abhaken und mit ihren Mitreisenden teilen können. Außerdem haben die App-Listen den Vorteil, dass sie, einmal angelegt, immer wieder verwendet werden können.

Egal, ob Wanderurlaub mit der Familie, Radreise oder Badewochenende mit Selbstversorgung – damit sie sozusagen nicht bei Null beginnen müssen bei der Erstellung ihrer Liste, finden sie beispielsweise HIER eine Reise-Checkliste des Mobilitätsclubs. Sie berücksichtigt, wer mitreist, wohin es geht und welche Art von Urlaub man macht. Länderspezifische Besonderheiten werden genauso angezeigt wie wichtige To Do’s vor der Reise.

In diesem Sinn: Schönen, erholsamen und vor allem auch stressfreien Urlaub! 🙂

(Bilder: Pixabay.com)

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