Besuchen Sie uns auch im Social Web:

Selbertun.at – digitale Infoplattform für ganzheitliche Krebsnachsorge

0

Ist der erste Schock nach der Diagnose „Krebs“ erst mal überwunden, beschäftigt Krebspatienten die Frage „Was kann ich selber tun?“ – besonders in der Zeit nach einem Krankenhausaufenthalt. Viele Betroffene wenden sich dubiosen Heilpraktikern sowie zweifelhaften, kostspieligen und oft sogar gefährlichen Behandlungen zu. Um das zu verhindern, spricht die neue Onlineplattform selbertun.at bewusst diese Patienten an und bietet Orientierung und Unterstützung. selbertun.at – ein Projekt der Krebsakademie des Ordensklinikums Linz – ist das erste digitale Vermittlungs- und Informationsangebot für die seriöse ganzheitliche Krebsnachsorge.

Erste Anlaufstelle für seriöse ganzheitliche Nachsorge bei Krebs

„Unser Ziel ist es, den Krebspatienten ein hochwertiges und leistbares Nachsorgeangebot zu bieten, das die medizinische Versorgung im niedergelassenen Bereich sowie die onkologische Rehabilitation perfekt ergänzt“, betont Sigrid Miksch, M.Sc., Leiterin des Zuweiserbeziehungsmanagements und der Krebsakademie am Ordensklinikum Linz. „Erfahrungsgemäß suchen viele Betroffene einen Gegenpol zu den häufig „passiv“ empfundenen onkologischen Therapien. Aus diesem Grund positioniert sich selbertun.at auch als erste Anlaufstelle für die seriöse ganzheitliche Nachsorge bei Krebs“, so Miksch.

Portrait Sigrid Miksch, M.Sc., Leiterin des Zuweiserbeziehungsmanagements und der Krebsakademie am Ordensklinikum Linz. (c) Ordensklinikum.at
Sigrid Miksch, M.Sc., weiß aus ihrer Erfahrung von der Arbeit mit Krebspatienten, dass diese oft auch nach alternativen Nachbehandlungsmethoden suchen. Auf selbertun.at finden sie seriöse ganzheitliche Angebote dazu.

Über 50 zertifizierte Experten auf einer Plattform vereint

Krebspatienten finden auf der Webseite selbertun.at ein einzigartiges Netzwerk mit über 50 Experten aus den Bereichen Ernährung, Psychologie, Pflege, Bewegung, Komplementärmedizin, Kreativ- und Körpertherapien sowie Rehabilitation, Beratung und Selbsthilfe. Alle wurden an der Krebsakademie des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern ausgebildet, zertifiziert und verfügen über ein dementsprechendes Know-how im Umgang mit Krebspatienten. Zudem haben sich alle verpflichtet, jährlich facheinschlägige Fortbildungsmaßnahmen zu absolvieren.

„Wir vereinen auf selbertun.at zahlreiche wissenschaftlich fundierte Nachsorgeangebote, die tatsächlich Wirkung zeigen“, so Miksch. Da bis zu 70% der Krebspatienten in Europa auch Angebote der Komplementärmedizin nutzen, wird dieser Bereich ebenso berücksichtigt – jedoch dank der ausgebildeten Experten stets in enger Abstimmung mit den behandelnden Onkologen. „Nur jeder zehnte Krebspatient, der bislang komplementärmedizinische Leistungen in Anspruch genommen hat, informierte auch seinen Onkologen darüber. Dies kann in Einzelfällen zu gefährlichen Interaktionen führen, die wir mit unserem Angebot gezielt verhindern möchten“, erklärt Miksch.

Oberösterreichische Innovation mit Signalwirkung

selbertun.at richtet sich zum Start vorwiegend an Krebspatienten aus Oberösterreich. Das Projekt soll jedoch eine Strahlkraft entwickeln, die weit über die Landesgrenzen reicht.

„In Oberösterreich sind wir stolz auf eine erstklassige onkologische Versorgung. Es ist bei uns selbstverständlich, dass jede Patientin und jeder Patient eine optimale, leitliniengerechte und evidenzbasierte Therapie im öffentlichen Gesundheitssystem erhält. Viele Patientinnen und Patienten suchen aber darüber hinaus nach weiteren Möglichkeiten um die Genesung zu unterstützen. Leider geraten sie dabei nicht immer an seriöse Anbieter. 

Ich finde es wichtig, dass selbertun.at den Anspruch hat, Patientinnen und Patienten in dieser Situation seriös zu informieren und in der eigenen Gesundheitskompetenz zu stärken. Nur so können sie unterscheiden, welche Angebote und Aktivitäten, die sie selbst setzen können, die Genesung unterstützen bzw. das Wohlbefinden begleitend zu Therapien verbessern. Demgegenüber ist es auch wichtig darüber aufzuklären, wovon man sich keinen medizinischen Nutzen versprechen kann,“ so Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Für das Ordensklinikum Linz, Oberösterreichs onkologisches Leitspital, ist selbertun.at ein weiterer Meilenstein, um die Patientenversorgung weiter zu optimieren und gleichzeitig auch die führenden Nachsorgeexperten im Land noch besser miteinander zu vernetzen.

Der Leiter der Tumorzentren am Ordensklinikum Linz, Doz. Dr. Ansgar Weltermann zeigt sich von der Plattform begeistert: „Wir wissen, dass eine gute Tumornachsorge nicht mit Beendigung der medizinischen Behandlung endet. Selbertun.at fördert die Selbstständigkeit des Patienten in dieser Phase und unterstützt so die optimale Bewältigung der Tumorerkrankung – und damit die Genesung. Das Angebot auf selbertun.at ist dabei so vielfältig wie die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten in dieser Phase.“

Portrait Doz. Dr. Ansgar Weltermann, Leiter der Tumorzentren am Ordensklinikum Linz. (c) Ordensklinikum.at
Doz. Dr. Ansgar Weltermann ist davon überzeugt, dass Patienten auf der Webseite auf eine besonders gut zugängliche Art ein gut zu ihnen passendes Angebot finden.

Niederschwelliger Zugang, offen für alle Patienten und Angehörigen

„Ich hatte von Anfang an den Drang, selbst etwas für meine Gesundheit zu tun“, erzählt Nadja Kapeller (36). Die Linzerin hat während und nach ihrer Therapie gegen Brustkrebs diverse Angebote in Anspruch genommen, zuletzt nutzte sie die ambulante onkologische Rehabilitation am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern. „Gerade in so einer schwierigen Situation würde ich ein Expertennetzwerk wie selbertun.at auf jeden Fall nutzen, weil es die Suche nach seriösen Angeboten ungemein erleichtert.“ Für Kapeller waren Bewegung, Ernährung, Meditation und Psychotherapie die „großen Stützen“ in dieser Zeit. „Etwas selber machen zu können, hat mich sehr bestärkt.

Das neue Angebot steht übrigens allen Krebspatienten offen – unabhängig davon, wo diese behandelt werden oder wurden. Zudem unterstützt selbertun.at auch Angehörige sowie junge Erwachsene mit Krebs mit speziellen Informationsangeboten.

Bei der Gestaltung der Website wurde auf eine hohe Benutzerfreundlichkeit geachtet. selbertun.at ist für alle Endgeräte optimiert und kann intuitiv bedient werden. Visuell und inhaltlich orientiert sich das Onlineangebot stark an Lifestyle-Magazinen – anstelle eines „klinisch-sterilen“ Auftritts dominieren Emotionen, farbenfrohe Bilder und verständliche Texte. Letzteres betrifft vor allem den Magazinteil von selbertun.at, auf dem die Experten leicht konsumierbare, fundierte Tipps zur Krebsnachsorge liefern.

Selbertun.at unterstützt Patientinnen und Patienten bei der Krebsnachsorge. (c) Ordensklinikum.at
Selbertun.at unterstützt Patientinnen und Patienten bei der Suche nach passenden Angeboten für eine seriöse und ganzheitliche Krebsnachsorge.

Fakten über selbertun.at

  • selbertun.at ist ein Projekt der Krebsakademie des Ordensklinikums Linz, einem Weiterbildungsangebot für Ärzte, Therapeuten und andere Zielgruppen, die Krebspatienten begleiten. Das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern ist Oberösterreichs onkologisches Leitspital.

  • Mit dem Start von selbertun.at sind erstmals an der Krebsakademie ausgebildete und zertifizierte Experten für die ganzheitliche Krebsnachsorge auf einer Webseite vereint. Das Angebot stellt eine Ergänzung zur medizinischen Versorgung im niedergelassenen Bereich sowie der onkologischen Rehabilitation dar.

  • Zum Launch sind über 50 Experten auf selbertun.at eingetragen. Das Angebot richtet sich primär an Patienten in Oberösterreich und wird in den kommenden Monaten laufend ausgebaut.

  • Die Angebote auf selbertun.at decken die Themenfelder Ernährung, Psychologie, Pflege, Bewegung, Komplementärmedizin, Kreativ- und Körpertherapien sowie Rehabilitation, Beratung und Selbsthilfe ab und müssen für den Patienten leistbar sein.

  • Um den hohen Qualitätsanspruch zu halten, verpflichten sich alle auf selbertun.at gelisteten Experten zu regelmäßigen facheinschlägigen Fortbildungsmaßnahmen.

(Bilder: Ordensklinikum.at)

Beitrag teilen

Kommentar hinterlassen