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Tipps für mehr Sicherheit & Lebensqualität in den eigenen 4 Wänden

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Sicherheit und Lebensqualität zu Hause sind wichtige Faktoren. Doch selbst mit der richtigen Betreuung und mit bedürfnisgerechten Wohnangeboten bietet der Alltag zu Haus manchmal die eine oder „Falle“. Die oftmals zitierte Teppichfalte oder das im Weg liegende Stromkabel sind nur zwei Beispiele für Risikoquellen, die durch bewusstes Handeln beseitigt werden können, BEVOR etwas passiert. Denn gerade bei Menschen in fortgeschrittenem Alter oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist Prävention entscheidend.

Zur Sicherheit die wichtigsten Dinge immer zu Hause haben

Es scheint nicht immer die Sonne. Gerade an Tagen mit extremen Witterungsbedingungen wie beispielsweise Glatteis oder Sturm ist es angenehmer – und auch sicherer –, einfach mal zu Hause zu bleiben. Das geht aber nur, wenn sie einen Vorrat von den wichtigsten Lebensmittel, Medikamenten und auch Heizmaterial zu Hause haben. Mittlerweile bieten Supermärkte aber auch Hauszustellungen an – damit können sie bei Schlechtwetter bequem zu Hause auf ihre Einkäufe warten.

Wenn sie selbst einkaufen gehen, erledigen sie das am besten nicht zu den Stoßzeiten, sondern in den frühen Nachmittagsstunden. Und wenn sie eine Einkaufstasche mit Rollen, einen so genannten Trolley, verwenden, ersparen sie sich sozusagen auch das schwere Schleppen. Denn diesen können sie bequem hinter sich her ziehen.

Ein Korb mit Äpfel und Bananen. (c) Pixabay.com
So ein Korb voll mit Obst ist gesund, aber auch durchaus nicht leicht zu tragen.

Ernährung umstellen und dem Alter anpassen

Wir Menschen sind ja am Ende des Tages doch auch „Gewohnheitstiere“. Das zeigt sich auch in unserer Ernährung. Oft essen wir noch immer so, als würden wir schwere körperliche Arbeit verrichten. Gesünder wäre es aber, statt Fleisch öfter Fisch, weniger Fett und Wurst und dafür mehr Beilagen, Gemüse, Obst und Milchprodukte auf unseren Speiseplan zu setzen. Das würde auch dem Blutdruck und Cholesterinspiegel gut tun.

Die Zufuhr von Eiweiß ist vor allem in höherem Lebensalter besonders wichtig. Eiweiß findet sich in Milch und Milchprodukten und natürlich in Eiern. Außerdem enthalten Hülsenfrüchte, vor allem verschiedene Arten von Bohnen und Sprossen, aber auch Fisch große Mengen an Eiweiß.

Auch so ein wichtiger[!] Punkt, der oft viel zu wenig beachtet wird: Trinken, und zwar zwei Liter Leitungswasser pro Tag. Machen sie einen großen Bogen um Limonaden. Diese enthalten viel Zucker und damit unnötige Kalorien.

Bevor sie aber „von jetzt auf gleich“ ihre Essgewohnheiten ändern, besprechen sie mit ihrer Hausärztin/ Hausarzt, wie ihre individuelle Ernährung am besten ausschauen kann. Wenn sie zum Beispiel erhöhte Blutfettwerte haben, müssen sie mit der Zufuhr fetthaltiger Lebensmittel vorsichtig sein. Eine Blutuntersuchung kann hier Klarheit schaffen.

Ein guter Tipp, der noch dazu Abwechslung in den oft monotonen Alltag bringt, ist das Suchen von Gleichgesinnten. Denn in Gesellschaft können sie Anregungen, Ideen und Kochrezepte austauschen oder sogar gemeinsam einkaufen gehen.

#BewegungISTgesund

Wer rastet, der rostet und wird anfälliger für Unfälle. Sich schmerz- und beschwerdefrei bewegen zu können, trägt immens zur Lebensqualität bei. Sie müssen nicht Leistungssport betreiben, aber tägliche Bewegung hält fit und trainiert Gleichgewichtssinn, Geschicklichkeit und Gelenkigkeit. Eine trainierte Rückenmuskulatur beugt darüber hinaus auch Kreuzschmerzen vor.

Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr verliert man jedes Jahr zirka ein Prozent seiner Muskelmasse – wenn man nichts dagegen tut. Das heißt aber nicht, dass sie unbedingt ins Fitnesscenter gehen müssen, um ihre Muskulatur zu beschäftigen und zu kräftigen. Informationen zu Sportvereinen oder Volkshochschulen mit Turnangeboten für alle Altersgruppen finden sie ganz leicht im Internet bzw. auf den Informationsseiten ihrer Gemeinden. Denn in einer Gruppe macht Bewegung gleich noch mehr Spaß und man motiviert sich gegenseitig.

Aber genauso wichtig ist es, Bewegung in den Alltag einzubauen. Gehen sie regelmäßig spazieren oder benützen sie die Stiegen anstatt des Lifts, sofern es ihre Knie zulassen. So halten sie ihren Kreislauf in Schwung und ihre Muskeln auf Trab.

Sie können es auch mit Nordic Walking versuchen. Die Verwendung der Stöcke entlastet nämlich ihre Gelenke und trainiert zugleich die Muskeln an Armen und Beinen. Mit einem Hometrainer oder einem Fahrrad kräftigen sie ihre Muskeln, ohne die Gelenke stark zu beanspruchen. Ihre Kraft und Ausdauer können sie zum Beispiel durch Schwimmen verbessern. Besprechen sie mit ihrer Ärztin/ Arzt, welche Bewegungsform für sie in Frage kommt und für sie ideal ist.

Zwei Frauen beim Spazierengehen – Bewegung für mehr Sicherheit zuhause. (c) Pixabay.com
#BewegungISTgesund – und wenn es nur ein kurzer Spaziergang zwischendurch ist.

Die Sache mit dem Medikamenten

In jedem Haushalt befinden sich Medikamente für Notfälle, aber auch zur regelmäßigen Einnahme. Ihre Medikamente können lebensnotwendig sein – gehen sie daher sorgfältig damit um. Es empfiehlt sich, Arzneimittel in einem versperrbaren Schrank aufzubewahren. Räumen sie diesen auch regelmäßig auf und entsorgen sie offene Packungen, die sie nicht mehr benötigen, und/ oder abgelaufene Medikamente in ihrer Apotheke.

Medikamente mögen in der Regel keine hohen Temperaturen. Meist reicht es, diese bei Zimmertemperatur zu lagern. Manche gehören aber in den Kühlschrank.

Wenn sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, bewährt sich ein so genannter Medikamentenspender. Diesen gibt es mit entsprechenden Unterteilungen für einen Tag, aber auch für eine Woche. Damit haben sie immer die Kontrolle, ob sie auch alle Tabletten eingenommen haben.

Für den Not-Fall des Falles

Generell fühlt man sich in den eigenen vier Wänden am wohlsten und am geborgensten. Aber wie heißt es so treffend: der Teufel schläft nicht – durch eine plötzliche Unpässlichkeit oder einen Sturz kann es sehr schnell nicht mehr möglich sein, Hilfe über das Telefon zu holen. Für diese Eventualität gibt es mittlerweile sehr praktische SeniorInnen-Notrufsysteme. Mit diesen technischen Helferleins können sie per Knopfdruck eine Zentrale alarmieren. Per Freisprecheinrichtung wird abgeklärt, ob es sich um einen Fehlalarm handelt, ob eine Vertrauensperson informiert werden soll oder ob ein Rettungseinsatz notwendig ist.

Notrufanlagen werden von verschiedenen Hilfsorganisationen wie u.a. Arbeiter-Samariter-Bund, Rotes Kreuz, Hilfswerk, Die Johanniter, Caritas und von gewerblichen Anbietern angeboten. Moderne Handys für SeniorInnen sind ebenfalls mit einer Notruftaste ausgestattet. Damit haben sie im Fall des [Un-]Falles eine schnelle Verbindung mit Personen, die sie vorher persönlich festgelegt haben.

(Bilder: Pixabay.com)

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