18.06. 2021 Besuchen Sie uns auch im Social Web:

Sicherheitstipps – so schützen sie ihre Smartphones und Tablets

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Smartphones und Tablets sind praktische Begleiter und aus unserem Alltag de facto nicht mehr wegzudenken. In Österreich verwenden mittlerweile über drei Viertel der Bevölkerung mobile Endgeräte – und zwar nicht nur zum Telefonieren bzw. für die [digitale] Kommunikation. Die Nutzerinnen und Nutzer konsumieren damit Medien und Informationen, nutzen soziale Netzwerke, recherchieren zu Produkten und Dienstleistungen, machen Preisvergleiche oder erledigen damit Einkäufe.

Doch der Umgang mit den Geräten erscheint oftmals gar nicht so einfach – vor allem, was den Punkt Sicherheit betrifft. Aus diesem Grund haben ISPA – Internet Service Providers Austria in Kooperation mit der Arbeiterkammer Niederösterreich fünf Broschüren neu überarbeitet, wie man mit wenigen Klicks sein Endgerät sicher macht – damit die Freude an den mobilen Geräten auch möglichst lange währt.


Sicherheitseinstellungen für Smartphones und Tablets

„Wir wollen Nutzerinnen und Nutzer mit unseren Leitfäden dabei unterstützen, dass ihre Geräte und die darauf gespeicherten Daten geschützt sind. Auch bei einem Smartphone oder Tablet ist die völlig arglose Nutzung das größte Risiko für Missbrauch des Geräts oder der gespeicherten Daten,“ erläutert ISPA Generalsekretär Maximilian Schubert die Gründe für die bereits sechste Aktualisierung und Erweiterung des Leitfadens „Sicherheitseinstellungen für mobile Endgeräte.“

Die Hände eines alten Mannes, der ein Smartphone bedient.
(c) Pixabay.com
Mit ein paar wenigen Handgriffen können sie ihr Smartphone und/ oder Tablet sicher machen.

Leicht anwendbares Basiswissen

Der Leitfaden für die Sicherheitseinstellungen ist für Android- und iOS-Smartphones sowie Android-, iOS- und Windows-Tablets verfügbar. Dieser soll leicht anwendbares Basiswissen vermitteln, wie die Sicherheitseinstellungen der Geräte genutzt werden können. Alle Empfehlungen werden Schritt für Schritt mittels Screenshots und Menü-Wegweisern demonstriert. Neben den wichtigsten Sicherheitsfeatures werden auch Einstellungen zum Kinderschutz und Themen wie empfohlene Vorkehrungen vor einem Verkauf oder regelmäßige Sicherungskopien behandelt. „Uns war es ein Anliegen, neben technischen Sicherheitsrisiken auch zu erklären, wie mögliche Kostenfallen beispielsweise durch sogenannte In-App-Käufe verhindert werden können und wie man schlechte Apps retournieren kann,“ führt Schubert aus.

Die sechste Auflage des Leitfadens entstand im Rahmen des Safer Internet-Projekts der Europäischen Union. Die Arbeiterkammer Niederösterreich stellte als Kooperationspartnerin inhaltlichen Input aus ihrer Beratungstätigkeit zur Verfügung und sponserte die grafische Überarbeitung.

10 Tipps zur sicheren Nutzung von Smartphones und Tablets

Smartphones und Tablets sind zwar klein und handlich, aber unterm Strich sind sie trotzdem leistungsfähige kleine Computer – mit allen Vor- und Nachteilen. Zu den Nachteilen gehört auch das Risiko, sich Viren, Trojaner und andere Schadprogramme einzufangen oder von außen gehackt zu werden

In diesem Sinn ist der vielleicht wichtigste und effektivste Schutz schlicht und einfach der „gesunde Hausverstand“. Bewahren sie sich eine gesunde Skepsis und folgen sie nicht gleich jeder Empfehlung für einen Download oder für eine App, und klicken sie nicht wahllos auf alle Links, die ihnen im Internet oder in eMails unter kommen.

Aber abgesehen vom gesunden Hausverstand gibt es natürlich auch noch einige andere Sicherheitstipps für Smartphone und Tablet. Zehn davon lesen sie hier:

  • Sichern sie den Zugriff
    Nutzen sie neben der PIN-Sperre auch eine passwortgeschützte Bildschirmsperre oder ein Entsperrmuster für ihre elektronischen Geräte. Die Musterentsperrung ist allerdings weniger sicher als eine Passwortabfrage, da oft Fingerabdrücke am Display zurückbleiben, die das Muster nachvollziehbar machen.
     
  • Verwenden sie ein sicheres Passwort
    Achten sie darauf, ein möglichst sicheres Passwort festzulegen – auch wenn es hundertprozentige Sicherheit natürlich nicht gibt. Aber das immer noch sehr häufig verwendetet „123456“ macht es Hackern nicht gerade sehr schwer.

     
  • Aktualisieren sie regelmäßig ihr Betriebssystem und Apps
    Installieren sie regelmäßig die vom Hersteller empfohlenen Software-Updates auf ihrem Gerät – zumeist enthalten diese kleine Systemverbesserungen inkl. diverser Sicherheitsupdates.

     
  • Deaktivieren s nicht benötigte Dienste
    Schalten sie die WLAN- und Bluetooth-Funktion ihres Geräts nur dann ein, wenn sie auf ein sicheres lokales WLAN-Netzwerk zugreifen möchten oder Bluetooth unmittelbar benötigen. Auch das automatische versenden ihrer aktuellen GPS-Standortdaten sollten sie nur bei Bedarf aktivieren.

     
  • Schützen sie sich vor Kostenfallen
    In-App-Käufe: Bei manchen Apps [zum Beispiel bei Spielen]gibt es oftmals die Möglichkeit, direkt in der Anwendung kostenpflichtige Upgrades zu erwerben, ohne den klassischen Bestellvorgang zu durchlaufen. Verhindern sie derartige unerwünschte Zusatzkosten, indem sie auf ihrem Gerät In-App-Käufe deaktivieren oder mit einem Passwort schützen.

    Datenpaket: Nutzen sie Anwendungen, die viel Datenvolumen verbrauchen [zum Beispiel Video-Chats oder Streaming]nur dann, wenn ein kostenloses WLAN-Netz zur Verfügung steht und deaktivieren sie das Daten-Roaming im Ausland.

    Mehrwertdienste: Teure Mehrwertdienste bzw. WAP- oder WEB-Billing können sie bei ihrem Mobilfunkbetreiber kostenlos sperren lassen.

     
  • Nutzen sie Apps clever
    Laden sie Apps nur aus den offiziellen App-Shops [App-Store und Play Store] herunter – Drittanbieter-Apps sind oft mit Schadsoftware verseucht. Überprüfen sie bei der Installation die Zugriffsberechtigungen und verzichten sie auf Apps, die zu viele Berechtigungen für ihren Funktionsumfang verlangen [zum Beispiel braucht eine Taschenlampen-App keinen Zugriff auf den aktuellen Standort]. Löschen sie auch regelmäßig nicht mehr genutzte Anwendungen von ihren Geräten.

     
  • Machen sie ihr Smartphone & Tablet kindersicher
    Bei kleineren Kindern können technische Schutzmaßnahmen eine sinnvolle Ergänzung sein. Vergessen sie dabei allerdings nicht: Medienerziehung kann nicht durch Programme ersetzt werden! Nutzen sie die Sicherheitseinstellungen am Gerät – vor allem iOS bietet zahlreiche Möglichkeiten, um einzelne Anwendungen zu sperren oder einen geführten Zugriff einzurichten. Mittlerweile gibt es für alle gängigen Betriebssysteme eine große Auswahl an mobilen Kinderschutzprodukten, um Smartphones oder Tablets sicherer zu machen. Richten sie darüber hinaus einen speziellen Browser für Kinder ein, der ungeeignete Inhalte filtert.

     
  • Schützen sie ihre Geräte vor Viren & Co.
    Wenn sie sehr viele Apps herunterladen, empfiehlt sich der Einsatz von Anti-Viren-Software am Smartphone oder Tablet.

     
  • Beugen sie einem etwaigen Datenverlust vor
    Legen sie regelmäßig Sicherungskopien [Backups] ihrer Daten an. Übertragen sie zum Beispiel die Daten vom Gerät per USB-Kabel auf einen PC oder nutzen sie Cloud-Speicherdienste. Aber Achtung: Cloud-Speicher bergen letztlich auch gewisse Sicherheitsrisiken und sollten daher mit Bedacht genutzt werden.

     
  • Verändern sie ihre Betriebssysteme nicht
    Durch sogenannte „Jailbreaking“ und „Rooten“ können Ungeübte die Betriebssysteme ihrer Endgeräte beeinträchtigen oder sogar beschädigen. Davor ist unbedingt abzuraten, da sie, wenn sie dabei einen Fehler machen, ihr Gerät unbrauchbar machen können.
Ein Tablet und ein Handy mit zahlreichen Apps.
(c) Pixabay.com
Gehen sie auch regelmäßig die Apps auf ihrem Smartphone bzw. Tablet durch und löschen sie jene, die sie nicht verwenden.

Service | Download

Die Leitfäden und weitere hilfreiche Informationen stehen unter www.ispa.at/sicherheitseinstellungen und www.noe.arbeiterkammer.at/handysicherheit zum Download als Pdf jederzeit kostenlos zur Verfügung.

(Bilder: Pixabay.com)

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