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„Sonne ohne Reue“ – auf die Hautkrebsvorsorge nicht vergessen!

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Der Sommer 2020 ist kein gewöhnlicher: Abstandhalten und Zugangslimitierung in den öffentlichen Bädern prägen das heurige Badevergnügen. Neben diesen wichtigen Covid-19 Schutzmaßnahmen sollte allerdings auf die Hautkrebsvorsorge nicht vergessen werden. Die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie informieren mit ihrer Aktion „Sonne ohne Reue“ über den richtigen Sonnenschutz und erinnern vor allem auch an die regelmäßige Kontrolle der Haut.

Sommer – Sonne [ohne Reue]– Sonnenschutz

Die Bäder haben endlich wieder geöffnet, die Sommerferien stehen vor der Tür, einem schönen Sommer steht quasi nichts mehr im Wege. Und trotzdem ist der Sommer in diesem Jahr anders als gewohnt. „Wir alle haben in den letzten Wochen gelernt, unseren Alltag mit den Covid-19 Schutzmaßnahmen entsprechend anzupassen. Das wird uns auch noch über den Sommer hinaus begleiten,“ erklärt Krebshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda.

Was allerdings – Coronavirus hin oder her – unverändert geblieben ist, ist die UV-Strahlung und damit das Risiko von Sonnenschäden bis hin zu Hautkrebs. „Extreme und intensive Sonnenbestrahlung spielt einen wesentlichen Faktor bei der Entstehung von Hautkrebs. Der vernünftige Umgang mit der Sonne ist daher auch in einem ungewöhnlichen Sommer wie heuer unverzichtbar,“ so Sevelda.

Der Rücken einer Frau beim Sonnenbaden, Stichwort Sonne ohne Reue.
(c) Pixabay.com
Grundsätzlich spricht nichts gegen ein Bad in der Sonne – ABER: nach Möglichkeit nicht zu lange, wenn geht nicht über die heißen Mittagsstunden und NUR mit Sonnencreme mit ausreichend hohem Schutzfaktor!

Die wichtigsten Sonnenschutzmaßnahmen

Von April bis Anfang September ist die Belastung durch UV-Strahlung am intensivsten. In diesen Monaten sollte während der Mittagszeit von 11.00 bis 15.00 Uhr nach Möglichkeit die direkte Sonne gemieden werden. Der beste Aufenthaltsort im Freien ist in dieser Zeit der Schatten.

Hut, T-Shirt, Sonnenbrille und die für den Hauttyp richtige Sonnencreme, Stichwort hoher Schutzfaktor, sind darüber hinaus wichtige Schutzmaßnahmen.

Hautkrebs: Früherkennung rettet Leben

Bereits vier Prozent aller an Krebs erkrankten Menschen in Österreich leiden an Melanomen der Haut, Tendenz [leider]steigend. Im Kampf gegen Hautkrebs hat daher die Früherkennung einen ganz besonders hohen Stellenwert: rechtzeitig erkannte und – je nach Notwendigkeit – operierte Melanome können eine vollständige Heilung bedeuten

„Hautkrebs ist der einzige Krebs, der schon in frühen Phasen und mit dem freien Auge sichtbar ist,“ erklärt Univ.-Prof. Dr. Erika Richtig vom Arbeitskreis Melanom Dermatoonkologie der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und Präsidentin der Österreichischen Krebshilfe Steiermark. „Dieser Chance sollten wir uns bewusst sein.“

Wenn sich Muttermale verändern, neu auftreten und rasch wachsen, sind sie Melanom-verdächtig. „In diesem Stadium sollte keine Zeit versäumt und sofort der Hautarzt/ Hautärztin aufgesucht werden,“ so die Hautkrebs-Expertin.

Die regelmäßige Selbstkontrolle der Haut und die jährliche Untersuchung durch den Arzt/ Ärztin sind daher die wichtigsten Früherkennungs-Empfehlungen. „Wir verzeichnen bedingt durch die Covid-19 Pandemie einen enormen Rückgang an Früherkennungsuntersuchungen der Haut,“ berichtet Richtig. „Das birgt die große Gefahr, dass Patientinnen und Patienten erst wesentlich später mit einer – im schlimmsten Fall bösartigen – Veränderung der Haut behandelt werden können.“

Das frühzeitige Erkennen und die ausreichende dermato-chirurgische Entfernung [Exzision] ist aber die Therapie der Wahl bei Hautkrebs. „Durch diese Maßnahme können mehr als 90 Prozent aller Patientinnen und Patienten nachhaltig geheilt werden,“ erklärt Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller vom Arbeitskreis Melanom Dermatoonkologie der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie. „Daher ist die Hautkrebs-Früherkennung auch nach der Covid-19 Krise so wichtig.“

Ausschnitt des Gesichts einer Frau mit vielen Sommersprossen.
(c) Pixabay.com
Ob Sommersprossen, Muttermal oder [doch] ein Melanom – diese Frage kann letztlich nur der Hautarzt/ Hautärztin sicher beantworten. Daher: regelmäßig zur Hautkrebsuntersuchung!

Therapie des Hautkrebses

Durch die Errungenschaften der zielgerichteten Krebstherapie und der immunonkologischen Therapie ist die Behandlung von Hautkrebs in den letzten Jahren wesentlich verbessert worden: „Es stehen uns heute Medikamente zur Verfügung, die selbst Melanommetastasen zum Rückgang bringen, langfristige Remissionen und sogar Heilungen erzielen können,“ so Höller. Dafür können zielgerichtete Therapien, die Tumorzellen im Wachstum blockieren können, als auch immunonkologische Therapien [die die Abwehr steigern, indem sie die Blockade des Immunsystems aufheben können]zur Anwendung kommen. 

„Das Potential dieser modernen Therapien kann besonders bei früher Erkennung von Metastasen perfekt genutzt werden“ bekräftigt Christoph Höller. „Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen beim Dermatologen/ Dermatologin sollten daher unbedingt eingehalten werden.“

Sonne ohne Reue 2020 – danke den Partnern

Aufgrund der Covid-19 Pandemie mussten Krebshilfe und Dermatologen auch ihre Aktivitäten im Rahmen der Aktion „Sonne ohne Reue“ anpassen. „Unsere persönliche Aufklärungsarbeit an Kindergärten und Schulen in ganz Österreich konnten wir dieses Frühjahr leider nicht durchführen“, berichtet Krebshilfe-Geschäftsführerin Mag. Martina Löwe. 

„Da aber die Erinnerung an die Hautkrebs-Vorsorge und –Früherkennung ein wichtiger Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist, haben wir den Fokus auf Online-Kommunikation gelegt und dafür auch unsere Website www.sonneohnereue.at neu gestaltet.“ 

Auch die kostenlose Krebshilfe-Broschüre steht HIER online zum Download als Pdf bereit.

Die Österreichische Krebshilfe bedankt dich bei den Partnern der Sonne ohne Reue-Aktion 2020
Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie, La Roche Posay, Beiersdorf, Novartis, Österreichische Apothekerkammer und HOFER.

(Bilder: Pixabay.com)

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