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Sport ist gesund und macht uns fit – körperlich UND geistig

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Dass regelmäßiger Sport unserem Körper gut tut, ist hinlänglich bekannt. Nun deuten aber zunehmend mehr Studien und Forschungsergebnisse darauf hin, dass Sport auch unserem Gehirn nützt. Er lässt Nervenzellen sprießen, steigert die Denkleistung und kann helfen, Stress abzubauen. Also noch ein Grund mehr, den inneren Schweinehund zu überwinden und zu sporteln. Oder anders gesagt: sporteln sie sich klug! 🙂

Dauerläufer vs. Sportmuffel
(c) Pixabay.com

Zum Laufen braucht es nicht viel – manchmal nicht mal Schuhe. Aber es bringt dafür umso mehr für Körper und Geist.

US-Wissenschaftler haben in einer Studie mit einem Magnetresonanztomografen (MRT) Ausdauerläufer und deklarierte „Sportverweigerer“ in den Kopf geschaut. Dabei konnten sie feststellen, dass bei den Läufern unterschiedliche Hirnregionen besser miteinander vernetzt sind. Und das ist wiederum gut für unsere sogenanntes Frontalhirn, zuständig für schwierige Leistungen wie Analysieren, Planen und Entscheiden.

Eine andere Studie, an der 120 gesunde Erwachsene teil nahmen, kommt zu ähnlichen Ergebnissen. 60 von ihnen absolvierte ein Jahr lang ein moderates Ausdauertraining, die anderen 60 „nur“ ein leichtes Gymnastikprogramm. Danach verglich man die Gehirne ebenfalls mittels MRT miteinander. Bei der Ausdauergruppe hatte sich die Gehirnregion, die für Lernen, Gedächtnis und räumliche Orientierung eine entscheidende Rolle spielt (Hippocampus), um satte zwei Prozent vergrößert. In der Vergleichsgruppe dagegen war sie um 1,4 Prozent geschrumpft, was dem normalen Alterungsprozess entspricht.

Läufer konnten besser rechnen

Dänische Wissenschaftler haben bei 500 Schülern die körperliche Fitness und verschiedene Gehirnleistungen genauer unter die Lupe genommen. Augenfälligstes Ergebnis: Je länger die Strecke, die die Teilnehmer bei einem 10-minütigen Lauf gelaufen sind, desto besser ihre durchschnittlichen Leistungen in Mathematik.

Im Gegensatz dazu hat „Sportverweigerung“ einen gegenteiligen Effekt: Wissenschafter untersuchten zwölf Leistungssportler, die zehn Tage lang auf ihr Training verzichtet haben. Schon nach nicht einmal zwei Wochen hatte sich bei den Probanden die Blutversorgung des Hippocampus deutlich verschlechtert.

Und sie wachsen doch nach
(c) Pixabay.com

Man muss nicht gleich Marathon laufen. Ein Spaziergang in der Natur, zwischendurch ein wenig dehnen – und die Gehirnzellen sprießen 🙂

Bis vor wenigen Jahren stand in jedem medizinischen Lehrbuch, dass Gehirnzellen nur absterben, aber nicht nach wachsen. Sport in einer gewissen Intensität kann diesen natürlichen Prozess nicht nur aufhalten, sondern sogar umkehren. Vor allem im Hippocampus können ständig neue Zellen entstehen. Und gerade dort sind sie auch besonders nützlich, weil diese Gehirnregion sozusagen „das Eingangstor zum Gedächtnis“ bildet. Nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass sich unser Gehirn ständig weiterentwickeln kann, suchen Forscher nach Möglichkeiten, unser Gedächtnis zu fördern und zu stärken.

Am wichtigsten: Freude an der Bewegung.

Auf viele Fragen haben auch Experten aus der Hirnforschung (noch) keine Antworten bzw. steht die Hirnforschung in vielen Bereichen noch am Anfang. Fest steht lediglich, dass die Zusammenhänge ungeheuer komplex sind. Und Studien zeigen: je aktiver alte Menschen sind, umso besser schneiden sie bei Gehirnfunktionstests ab. Und es muss nicht gleich ein Marathon sein. Schon geringe körperliche Anstrengungen wie Spaziergänge oder Gartenarbeit haben einen messbar positiven Effekt.

Am wichtigsten aber ist die Freude an der Bewegung! Das tut dem Körper gut. Das tut dem Kopf gut. Und das Herz lacht – was willst du mehr? 🙂

(Bilder: Pixabay.com)

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