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Umgeknickt und Fuß verstaucht? Sofort die PECH-Regel anwenden!

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Den Bruchteil einer Sekunde nicht aufgepasst – man merkt es noch, kann aber nicht mehr reagieren – und schon ist man auf holprigem Kopfsteinpflaster umgeknickt, beim Wandern über einen Ast gestolpert oder beim Einkaufen über eine Stufe gestolpert. Oft sind nach einem schmerzhaften Fehltritt die Bänder am Sprunggelenk gezerrt oder sogar ein-/ gerissen. In so einem Fall braucht es eine richtige Erstversorgung: die PECH-Regel.

Wenn das Sprunggelenk ­unnatürlich verdreht wird
(c) Pixabay.com

Der „Klassiker“ für´s Stolpern und Fuß-Verstauchen: Kopfsteinpflaster.

Unsere Sprunggelenke in den Füßen sind u.a. mit elastischen Bändern um das Gelenk herum stabilisiert. Knicken wir unglücklich um, werden diese überdehnt bzw. – je nach Schwere des Unfalls – reißen sie ganz oder teilweise ein. Am öftesten von derartigen Verletzungen betroffen ist das dreitei­lige Außenband. Mit unangenehmen Folgen: Der Knöchel tut weh, schwillt an und verfärbt sich bläulich, weil kleine Blutgefäße verletzt sind.

Die PECH-Regel

Passiert ist passiert. Damit aber keine weiteren Schäden entstehen bzw. der Heilungsprozess sofort unterstützt wird, sollten sie gleich vier Sofortmaßnahmen anwenden – analog der PECH-Regel:

P = Pause (entlasten sie unbedingt den betroffenen Fuß)
E = Eis (Kühlen sie den Fuß, damit die Schwellung zurück geht)
C = Compression (legen sie einen Druckverband an)
H = Hochlagern (lagern sie den Fuß nach Möglichkeit hoch)

Kontrolle beim Arzt
(c) Pixabay.com

Um mit dem Fuß umzuknicken und das Gelenk zu verletzen, muss man kein Fußballer sein.

Die PECH-Regel sollte jeder gleich nach dem Umknicken anwenden, um Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren. Zum Arzt sollten sie allerdings trotzdem. Denn nur ihr Arzt kann beurteilen, ob Bänder gezerrt oder gerissen sind – was nicht zu verharmlosen ist. Wenn nämlich ein Bänderriss übersehen und nicht behandelt wird, kann das Gelenk dauerhaft instabil bleiben und verschleißt vorzeitig durch chronische Fehlbelastungen.

Selbst wenn ein Band angerissen ist, genügt in den meisten Fällen ein Gips oder eine Schiene, um das Gelenk ruhig zu stellen. Nach ein bis zwei Wochen können Betroffene damit beginnen, ihr Sprunggelenk mit einer Gehschiene wieder vorsichtig belasten. Ein anschlie­ßendes Koordinationstraining/ Physiotherapie beugt erneuten Verletzungen vor. Voll belastbar ist das Gelenk erst wieder mehrere Monate nach der Verletzung.

Sind allerdings mehrere Bänder – zB Außen- und Innenband – verletzt oder sogar vom Knochen abgerissen, raten Ärzte meist zu einer Operation, um den Bandapparat operativ zur Verbesserung der Stabilität wieder zu rekonstruieren.

(Bilder: Pixabay.com)

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