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Stichwort Sonnenschutz: Fakten, Mythen, Do´s & Dont´s

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Der Sonnenbrand ist leider ständiger Begleiter der Sommer-, Sonnen- und Badezeit. Gerade in diesem Jahr sind wir ja schon ungewöhnlich früh sommerliche Temperaturen genießen. Höchste Zeit, dass wir uns mal die gängigsten Mythen zum Sonnenbaden anschauen und näher beleuchten. Denn falsch angewandter Sonnenschutz und/ oder zu viel Sonneneinstrahlung lassen die Haut frühzeitig altern und können zu Pigmentstörungen führen.

Mythen rund ums Sonnenbaden
(c) Pixabay.com

Ohne Sonne kein Leben. Aber zu viel davon bzw. ungeschütztes Sonnenbaden ist auch nicht gut.

Jeder kennt sie. Jeder hat sie schon mal irgendwo gehört. Und jeder hat so seine eigene Meinung dazu: es geht um das Thema Sonnen, Sonnenbaden und – leider auch immer wieder – Sonnenbrand. Zahlreiche Mythen halten sich zum Teil hartnäckig über die Zeit. Manche zu Recht, manche können sie wiederum getrost vergessen:

 

Falsch. Bis zu 80% der Strahlungsintensität werden von Sand, Wasser oder Gebäuden reflektiert. Auch Sonnenschirme oder Wolken halten die UV-Strahlen nicht ab, deshalb sollte man sich auch im Schatten eincremen.


Richtig. Laut der amerikanischen Meeresbehörde NOAA landen tausende Tonnen Sonnenschutzmitteln im Meer und können das Ökosystem der Korallenriffe zerstören. Dafür sind die Inhaltstoffe Benzophenone-3 (auch Oxybenzon genannt) und Octocrylen verantwortlich, die in vier von fünf europäischen Sonnenschutzprodukten enthalten sind.


Falsch. Auch mit einem hohen Lichtschutzfaktor wird man braun. Der Lichtschutzfaktor sagt nämlich nur etwas darüber aus, wie lange man geschützt in der Sonne bleiben kann. Wer ohne Sonnencreme nach zehn Minuten bereits rot wird, hat zB mit einem Lichtschutzfaktor 30 (theoretisch) erst nach 300 Minuten einen Sonnenbrand. Aber Vorsicht: der Schutz hängt ab vom Hauttyp, der Stärke der Sonneneinstrahlung und anderen Faktoren wie schwitzen, Abrieb der Creme und baden.


Jein. Viele Sonnenöle bieten einen zu geringen Lichtschutzfaktor und sollten nur zusätzlich zum normalen Sonnenschutz aufgetragen werden. Viele Öle enthalten außerdem spezielle Pro-Melanin Komplexe die die Bräunung unterstützen. Es gibt jedoch auch Sonnenöle mit hohem Lichtschutzfaktor, die genauso gut schützen wie normale Sonnencremen.


Falsch. Sonnenbrand ist keine Vorstufe des Braunwerdens, sondern eine Entzündungsreaktion der Haut. Dabei werden die Zellen der äußeren Hautschicht beschädigt und meistens löst sich dann diese Schicht nach Abheilen des Sonnenbrandes ab. Darunter ist die Haut wieder weiß. Außerdem erhöht jeder noch so kleine Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko.


Richtig. Fensterglas blockt UV-B Strahlen fast komplett ab, lässt aber UV-A Strahlen durch. Man wird zwar hinter der Scheibe nicht braun, jedoch sind durch die UV-A Strahlen vorzeitige Hautalterung und Sonnenallergien möglich.


Jein. Wie gut ein Kleidungsstück vor UV Strahlung schützt, hängt vom Gewebetyp und der Dichte ab. Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser. Das klassische weiße T-Shirt aus Baumwolle lässt noch immerhin satte 40 Prozent der UV Strahlung durch. Wer auf Nummer sicher gehen möchte kauft spezielle UV-Schutzkleidung, die nach dem UV-Standard 801 produziert wurde.


Falsch. Schwarzer Stoff reflektiert die Sonneneinstrahlung besser als weißer und lässt weniger UV Strahlen durch. Der unangenehme Nebeneffekt ist jedoch, das die Wärme bei dunkler Kleidung besser gespeichert wird.


Falsch. In vielen Solarien wird mit UV-A Strahlen gebräunt. Für eine länger andauernde Bräunung der Haut sind aber UV-B Strahlen nötig. Das UV-B Licht ist kurzwelliger und kann nicht so tief eindringen. Durch geringe Dosen UV-B bildet die Haut eine Verdickung der obersten Hautschicht und wirkt wie ein natürlicher Sonnenschutz. Generell sollte überflüssige Belastung der Haut mit UV-Licht vermieden werden.

 

So cremen sie richtig ein
(c) Pixabay.com

Neben dem Eincremen wichtig: Kopfbedeckung und viel trinken!

Das Eincremen sollte mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnen stattfinden. Bei Cremen sollte man nicht mit der Menge des Produktes sparen. Etwa 6 Teelöffel sollte man für den gesamten Körper verwenden und alle zwei bis drei Stunden nachcremen. Wer zu wenig Sonnencreme verwendet, reduziert außerdem auch den Lichtschutzfaktor. Kommt man aus dem Wasser oder hat stark geschwitzt, sollte man sofort schmieren. Generell sollte die direkte Sonneneinstrahlung in der Mittagshitze vermieden werden.

SOS – Hilfe bei Sonnenbrand

Ist die Haut doch gerötet läuft der hauteigene Reparaturmechanismus auf Hochtouren. Lesen sie hier noch ein paar Tipps, wie sie ihre Haut dabei unterstützen können:

  • Trinken sie viel, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Schmieren sie eine Schicht Topfen oder Joghurt auf die betroffenen Haut. Diese ziehen Wärme aus der Haut und haben eine abschwellende Wirkung.
  • Je nach Stärke der Verbrennung können auch entzündungshemmende, kühlende Brandsalben oder Gels aus der Apotheke benutzt werden.
  • Vermeiden sie unbedingt und auf jeden Fall weitere Sonneneinstrahlung!
  • Suchen sie bei schweren Verbrennungen ihren Arzt auf.
Service

Zum Thema passend: Sonnenschutz ist wichtig – ganz besonders im höheren Alter.

In diesem Sinn: Viel Spaß, Ruhe und Erholung beim nächsten Sonnenbad 😉

(Bilder: Pixabay.com)

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