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Swimmer’s Ear – wenn das Bad im Pool mit einer Entzündung endet

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Der heurige Sommer zeigt, was er so alles kann. Und wir? Wir schwitzen dementsprechend und sind auf der Suche nach Abkühlung. Beneidenswert, wer sich in diesen heißen Tage mit einem Sprung ins kühle Freibad oder in den Pool im eigenen Garten. Ein paar kräftige Armzüge und man steigt erfrischt wieder heraus. Die extremen Temperaturen führen aber auch in privaten Schwimmbädern zu einer erhöhten Keimbelastung. Diese wiederum kann hartnäckige Ohrenentzündungen auslösen.

Was da alles noch so mitschwimmt…
(c) Pixabay.com

Erfrischend, so ein Bad im kühlen Pool. Aber es kann auch Auslöser für Infektionen sein…

Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten setzen sich nicht nur in natürlichen Gewässern fest, sie sind auch in künstlichen Wasserbecken zu finden – und zwar in öffentlichen Bädern genauso wie in privaten Pools. Und eben diese stellen – je nach Erregerdichte – eine unterschiedlich hohe Gefahr für Infektionen dar. Denn diese für´s freie Auge unsichtbaren „Mitschwimmer“ können nämlich über die Ohren, Nasenlöcher, Harnausgang, die Scheide oder durch Schlucken von Badewasser in unseren Körper gelangen.

Darauf folgende Infekte können – je nach Verursacher – sehr unterschiedlich ausfallen. Durchfall, grippeähnliche Beschwerden, oder – am häufigsten – Entzündungen des äußeren Gehörganges. Diese auch als „Schwimmbad-Ohrenentzündung“ bekannte Infektion führt zu schmerzenden, brennenden und juckenden Ohren. Sie entstehen dadurch, dass es durch die Hitze zu einem Kippen des Wassers kommt und Keime in den Gehörgang gelangen. Wartet man bei dieser Infektion zu lange mit dem Gang zum Arzt, kann es beim betroffenen Ohr auch zu einem Ausfluss kommen, begleitet von Schwerhörigkeit, geschwollenen Hals-Lymphknoten und Fieber.

Auf das Wasser aufpassen und spülen

Vor allem bei Privatpools wir schnell mal übersehen, dass das Wasser nicht mehr in Ordnung ist und sich Keime häufen. Meistens handle es sich dabei um Pseudomonas-Erreger. Dieser Keim verbreitet sich im warmen Wasser und gelangt so ins Ohr. Dort ist es auch warm, die Keimzahl nimmt zu und setzt die Gehörgangsentzündung in Gang.

Daher sollte zu Hause im Hochsommer zwei-, dreimal pro Woche die Wasserqualität bzw. v.a. der PH-Wert kontrolliert werden. Der sollte zwischen 7,0 und 7,4 liegen. Tut er das nicht, verlieren Desinfektionsmittel ihre Wirkung. So hat Chlor zB bei einem PH-Wert von 7,0 ca. 80% Wirkung. Bei 8,0 nur mehr 20%…

Übrigens: Um die Gefahr einer unangenehmen Schwimmbad-Ohrenentzündung zu minimieren, spülen sie am besten nach dem Schwimmen die Ohren mit Leitungswasser aus.

(Bilder: Pixabay.com)




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