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Kühlweste und Leberwurst-Eis: 5 Tipps für Sommertage mit Hunden

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Die viel zitierten „Hundstage“ mitten im Hochsommer sind zwar noch einige Wochen entfernt, aber bereits jetzt verlangen die hohen Temperaturen besondere Rücksichtnahme auf Bello, Fiffi & Co. Wie sie mit „dem besten Freund des Menschen“ die [ersten]heißen Tage des Jahres gut überstehen und auf welche Besonderheiten – vor allem auch in der Stadt – zu achten sind, verrät die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy.

Spaziergänge

In der Stadt staut sich die Hitze besonders. Ist es tagelang so richtig heiß, strahlt praktisch jedes Gebäude, jede Straße, jeder Gehsteig Hitze ab. Daher sollten vor allem längere Spaziergänge mit Hunden in den kühleren Morgen- und Abendstunden stattfinden. In der Mittagszeit, wenn die Hitze am Größten ist, muss eine kleine Runde ausreichen.

Bedenken sie dabei unbedingt, dass sich der dunkle Asphalt sehr schnell aufheizt und zu Verletzungen an den Pfoten führen kann – jeder, der schon mal Barfuß im Sommer auf Asphalt gegangen ist, weiß, wie heiß der werden kann! Am besten, sie testen mit ihren Handflächen ein paar Sekunden wie heiß der Boden ist.

Nach Möglichkeit sollten sie daher mit ihrem Hund immer auf der Schattenseite gehen bzw. idealer Weise Wiesen und Wald- oder Parkwege bevorzugen. Ein Stopp im kühlen Gras, auf dem es sich herrlich rollen lässt, ist außerdem eine willkommene Pause.

Bei größeren Runden sollten sie auch unbedingt daran denken, eine Reise-Wasserflasche oder einen Faltwassernapf mitzunehmen.

Wenn ihr Hund mit Maulkorb unterwegs ist, achtet darauf, dass dieser gut sitzt. Außerdem sollte es für ihren Hund möglich sein, das Maul ganz zu öffnen, um gut hecheln zu können. Gleichzeitig muss der Hund auch gut damit trinken können.

Auch Hunde haben im Hochsommer einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. (c) Pixabay.com
Auch Hunde haben im Hochsommer einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Nehmen sie daher v.a. bei längeren Spaziergängen auch für ihren Liebling was zum Trinken mit.

Aktivitäten und Beschäftigung

Die Devise an heißen Tagen lautet: mehr denken als bewegen. Auch wenn wir Menschen bei dem schönen Wetter zu mehr Aktivität im Freien tendieren, so gilt für unsere vierbeinigen Gefährten: Joggen, Radfahren oder Ball spielen sind bei der Hitze absolut tabu! Fordern sie ihren Hund stattdessen geistig heraus – mit Nasenarbeit wie zum Beispiel der Leckerli-Suche im kühlen Gras.

Wenn ihr Hund Wasser mag, dann ist Schwimmen eine schöne Aktivität an heißen Tagen. Praktisch in jeder Stadt gibt es mehrere ausgewiesene Hundebadestellen. In Wien beispielsweise auf der Donauinsel, an der Alten Donau, in der Seestadt Aspern, am Badeteich Hirschstetten sowie im Draschepark in Liesing. Eine genaue Übersicht finden sie HIER.

Cooles Zubehör für ihren Liebling

Im Zoofachhandel gibt es eine Reihe von Produkten, die den Vierbeinern die heißen Tage angenehmer gestalten sollen. Dazu gehören unter anderem mit Gel gefüllte Kühlmatten, Kühlhalsbänder und Kühlwesten.

Hier müssen sie ausprobieren, womit sich ihr Hund am wohlsten fühlt. Wenn sie über einen Balkon oder Garten verfügen, können sie ihrem Hund mit einer Markise oder einem Sonnensegel ein gemütliches – schattiges(!) – Plätzchen zaubern. Und eine Bademuschel für Kinder lässt sich auch gut zum Pfoten kühlenden Hunde-Planschbecken umfunktionieren.

Ernährung an heißen Tagen

Stellen sie ihrem Hund immer ausreichend frisches Wasser zum Trinken bereit! Denn auch Hunde haben – so wie wir Menschen auch – bei hochsommerlichen Temperaturen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.

Bei diesen Temperaturen sollten sie auch besonders darauf achten, dass Futterreste umgehend entsorgt werden. Füttern sie daher lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.

Eine besondere Leckerei ist – selbstgemachtes – Hundeeis: Dazu benötigen sie ein Schleck-Spielzeug mit Öffnung (zB Kong), eine Tasse sowie eine Füllung aus Joghurt, Leberwurst, Obst oder ähnlichem. Das Spielzeug befüllen, in die Tasse stellen und tiefkühlen. Kleiner Tipp: beim ersten Ausprobieren sollte das Eis nur zwei bis drei Stunden eingefroren werden, damit der Hund nicht frustriert wird, wenn das Schlecken zu lange dauert.

Sonnenschutz – auch für Hunde wichtig

Drei Hunde liegen im Schatten. (c) Pixabay.com
Im Schatten – zugedeckt mit einer Kühl- oder angefeuchteten Decke – lässt sich die Hitze des Hochsommers leicht(er) ertragen.

Nicht nur wir Menschen müssen uns vor UV-Strahlung in Acht nehmen, sondern auch Tiere. Hunde mit hellem Fell, heller Haut oder wenig Behaarung sind hier besonders gefährdet. Empfindliche Stellen sind die Ohren, die Schnauze, der Augenbereich sowie Rücken und Bauch, sofern das Tier sich gerne am Rücken liegend sonnt. Ein Schattenplatz ist hier der beste Schutz. Wenn nötig, kann auch eine Sonnencreme aufgetragen werden oder dem Hund ein T-Shirt angezogen werden.

Auch im Sommer 2019 gilt übrigens: Hunde dürfen niemals im Auto zurückgelassen werden! Schon bei Temperaturen um die 20 Grad kann das Fahrzeug innerhalb kürzester Zeit zum lebensgefährlichen Glutofen werden. Hunde haben nicht die Möglichkeit zu schwitzen und können Hitze nur durch Hecheln ausgleichen. Schon nach wenigen Minuten wird es unerträglich heiß im Wageninneren und es kann schnell zu einem Hitzschlag kommen.

(Bilder: Pixabay.com)

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