29.11. 2020 Besuchen Sie uns auch im Social Web:

«Alliance to End Plastic Waste» – Vision einer Plastik freien Welt

0

Die Alliance to End Plastic Waste [Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt] veröffentlichte einen Zwischenbericht für das Jahr 2020, der detailliert über Vision und Mission der Organisation informiert. Der Bericht fasst das Streben nach rascher umgesetzten Projekten entlang seiner vier strategischen Säulen Abfallwirtschaft und Recycling-Infrastruktur, Innovation, Bildung und Engagement sowie Aufräumaktionen zusammen.

Die Allianz rief 14 Projekte in 14 Städten in sechs Ländern in Südostasien, Indien und Afrika ins Leben, die allesamt an vorderster Front der Plastikmüll-Challenge vertreten sind. Zusätzlich weist der Bericht auf 55 von Mitgliedern geführte Projekte im Wert von 400 Millionen US-Dollar hin, die der Findung von Lösungen zur Abschaffung von Plastikmüll in der Umwelt gedacht sind.

Ein sehr langer Weg zu einer Plastik freien Welt

„Wir müssen umgehend agieren, da Tatenlosigkeit Millionen Tonnen Plastikmüll mit sich bringen wird, die weiterhin unsere Meere und unsere Umwelt verschmutzen, wenn wir nicht noch heute handeln. Der Fortschritt, auf den die Allianz in nur 18 Monaten blicken konnte, kennzeichnete den Beginn eines sehr langen Weges. Doch wenn wir innerhalb sämtlicher Industriezweige, Regierungen, Zivilgesellschaften sowie Entwicklungsagenturen gemeinsam agieren, kann dieser Weg erheblich verkürzt werden. Das Problem ist lösbar und unsere Strategie baut auf einem ganzheitlichen Ansatz auf, der sich auf fundiertes Fachwissen und Ressourcen der gesamten Plastik-Wertschöpfungskette stützt“, kommentiert Jacob Duer, Präsident und CEO der Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt.

Duer fügt hinzu: „Wir verfolgen das Ziel, innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren über 100 risikobehaftete Städte weltweit von mehreren Millionen Tonnen Plastikmüll zu befreien, die Lebensbedingungen für Millionen Menschen zu verbessern und zu einer Kreislaufwirtschaft beizutragen. Die Allianz beweist, auf welche Weise erfolgreiche Plastikmüll-Management-Lösungen Kapital freisetzen können, um das Tempo dieses Vorhabens zu skalieren und zu beschleunigen.“

Ein Strand überseht mit Plastikmüll.
(c) Pixabay.com
Bei Bildern wie diesem wird klar, warum es eine globale Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt braucht – UND letztlich ein verantwortungsvolles Handeln im Sinne des Umweltschutzes von uns allen!

Beispiele und Meilensteine

Was die Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt konkret bringt, zeigen ein paar Beispiele von im Zwischenbericht 2020 hervorgehobener Meilensteine, die entlang der vier strategischen Kernbereiche erreicht wurden:

  • Project STOP [Stop Ocean Plastics] in Jembrana, Nordwest-Bali, Indonesien konnte erstmals die Entsorgung fester Abfälle mit einem vollständigen Recycling-System gewährleisten, das neue und feste Arbeitsplätze schaffen wird. Die Allianz wird mit Project STOP ein System errichten, dessen Ziel es ist, 20.000 Tonnen Abfall pro Jahr zu entsorgen. Dies umfasst radikale Transformationen auf jeder gesellschaftlichen Ebene – für Bürger, Regierung und Gemeinden.

  • Zero Waste Plastic Cities – eine gemeinsame Vision der Allianz und Grameen Creative Labs, mitgegründet von Nobelpreisträger Professor Mohammed Yunus. Das Projekt ist nicht nur auf Plastikmüll beschränkt, der in die Umwelt entweicht, sondern entwickelt darüber hinaus nachhaltige Sozialunternehmen, die die Lebensqualität in vielen der Städte in Puducherry, Indien, und Tan An, Vietnam, verbessern.

  • Im Laufe des letzten Jahres konnte die Plug and Play «End Plastic Waste Innovation Platform» Startups unterstützen, die Einfluss auf die Plastik-Wertschöpfungskette nehmen können. Über 1.000 Startups aus Silicon Valley und Paris bewarben sich an dem Programm, während der dritte Knotenpunkt, Singapur, nach dem Start seines Accelerator-Programms in diesem Sommer ebenfalls auf breites Interesse stieß.

  • Als weltweiter Marktführer für intelligentes und nachhaltiges Ressourcenmanagement sowie als Allianz-Gründungsmitglied setzt Suez sein technologisches Fachwissen dafür ein, sich dem Austreten von Plastikmüll in Thailand zuzuwenden. Derzeit wird dort die erste Plastik-Recycling-Anlage des Unternehmens außerhalb Europas errichtet. Diese Anlage wird 30.000 Tonnen vor Ort gesammelter Polyethylenfilm-Abfälle zu Recyclingmaterialien umwandeln.

  • Weitere Beispiele der wertschöpfungskettenübergreifender Kollaborationen umfassen u.a.:
    – Milliken, Llyondellbasell und Berry Global arbeiten an einer
    gemeinsamen Forschungsstudie zu einem sekundären Sortiersystem:
    eine Innovation zur Einführung eines zweiten Arbeitsgangs bei der
    Materialrückgewinnung zur Erhöhung der Wiederverwertung wertvoller Materialien wie Papier sowie verschiedener Plastikarten;

    – PepsiCo, The Procter & Gamble Company, CP Chemical und Dow investieren aktuell in Circulate Capitals Ocean Fund, um einer Finanzierungslücke für die Plastikmüllsammlung in Asien in Ländern wie China, Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam entgegenzuwirken.
Ein übervoller Müllcontainer, daneben Müll und Müllsäcke mitten in der Natur.
(c) Pixabay.com
Das Gebot der Stunde heißt nachhaltig konsumieren, achtsam mit den Ressourcen umgehen und vor allem danach trachten, so wenig Müll wie möglich zu verursachen.

Umgehendes Handeln und Führungsstärke

David Taylor, Vorsitzender der Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt und Vorsitzender, Präsident und CEO von The Procter & Gamble Company, hebt im Bericht hervor: „Plasktikmüll stellt eine ernstzunehmende Herausforderung dar, die umgehendes Handeln sowie Führungsstärke erforderlich machen. Meiner Überzeugung nach kann dies ausschließlich durch gemeinsames Vorgehen, Innovation und Partnerschaft erreicht werden. Die Allianz befindet sich in einer einzigartigen Position. Wir können Zirkularität und ökonomischen Wert aus Post-Consumer-Kunststoffen gewinnen, indem wir eine Reihe innovativer Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette unterstützen und Einzelpersonen sowie öffentliche und private Sektoren miteinbeziehen.“

Zusätzlich gibt der Zwischenbericht 2020 die Zielsetzungen der Allianz für 2025 bekannt. Mit einem strategischen Fokus auf die Entwicklung einer Infrastruktur, Innovation, Aufräumaktionen sowie Bildung und Engagement streben die Allianz und ihre Mitglieder innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nach der Errichtung investierbarer Modelle und Partnerschaften an, die Folgendes ermöglichen sollen:

  • Nachweis der Abwesenheit von Plastikmüll in zahlreichen Städten sowie die Entsorgung mehrerer Millionen Tonnen Kunststoffabfälle durch Allianz-Projekte in über 100 risikobehafteten Städten.

  • Die Unterstützung eines gesunden Lebensraums für mehr als 100 Millionen Menschen durch die Ermöglichung lokaler Eigenverantwortung in Bezug auf Abfallmanagement.

  • Die Freischaltung des mindestens fünfachen Investitionsbetrags zur Umsetzung beschleunigter Handlungsweisen und Lösungen, um dem Problem Plastikmüll ein Ende zu setzen und nachhaltige Städte errichten zu können.

Service und Hintergrundinformationen

Den Zwischenbericht 2020 der Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt [in Englischer Sprache]können sie HIER als Pdf downloaden.

Die Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt [Alliance to End Plastic Waste] ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich mit NGOs zur Entwicklung von Regierung, Umwelt und Wirtschaft sowie mit Gemeinden rund um den Globus zusammenschließt, um sich der Herausforderung anzunehmen, Plastikmüll in der Umwelt ein Ende zu setzen. Die Allianz arbeitet an Programmen und Partnerschaften, deren Schwerpunkt vier Kernbereiche umfasst: Infrastruktur, Innovation, Bildung und Engagment sowie Aufräumaktionen. Zum Zeitpunkt August 2020 umfasst die Allianz 55 Mitgliedsunternehmen und Förderer, die globale Unternehmen und Organisationen entlang der Plastik-Wertschöpfungskette repräsentieren.

Sehen sie hier ein kurzes Video, worum es der Allianz gegen Plastikmüss in der Umwelt geht:

(Bilder: Pixabay.com; Video: Youtube.com)

Beitrag teilen

Kommentar hinterlassen